Deutsches IVF-Register – Jahrbuch 2017: Erfüllte Kinderwünsche


Deutsches IVF-Register, Jahrbuch 2017 - apotheken-wissen.de

Deutsches IVF-Register (D·I·R), Auszug Titelseite Jahrbuch 2017 *

Mit der Auswertung der Behandlungen und ihrer Ergebnisse aus nahezu allen deutschen Kinderwunschzentren stellt das Deutsches IVF-Register (D·I·R)® einen einzigartigen Datenschatz dar, der mittlerweile über 1,8 Millionen Behandlungen und über 275.000 geborene Kinder in Deutschland enthält.

Nachfolgend aktuelle Informationen und Neuigkeiten aus dem D·I·R-Jahrbuch für das Jahr 2017.

Das Jahrbuch 2017 des Deutschen IVF-Registers (D·I·R)

Wie jedes Jahr bietet das Jahrbuch des Deutschen IVF-Registers viele Auswertungen und Analysen sowie die Kontaktdaten aller Zentren, die Mitglieder des Deutschen IVF-Registers sind und damit das Register und seine Auswertungsmöglichkeiten tragen.

Deutsches IVF-Register, Jahrbuch 2017: Geborene Kinder 1997-2016 - apotheken-wissen

Erfüllte Kinderwünsche der Reproduktionsmedizin: Geborene Kinder in Deutschland 1997-2016 *

Das Jahrbuch des Deutschen IVF-Registers ist dabei aber nicht nur für die Reproduktionsmediziner und -biologen eine stets hochinteressante Lektüre und Wissenserweiterung.

Das Jahrbuch des Deutschen IVF-Registers bietet jedoch auch betroffenen Paaren, die einen unerfüllten Kinderwunsch zu einem erfüllten Kinderwunsch machen möchten, die wichtigsten Informationen und Erkenntnisse.

  • Auch das D·I·R Jahrbuch 2017 enthält wieder den Bereich „Kurz und knapp“ mit den wichtigsten Zahlen der Jahre 2016 und 2017.
  • Ebenso auch wieder den “Kurzüberblick der wichtigsten Ergebnisse für die Öffentlichkeit”. Auf diesen Seiten stellen wir in leicht verständlicher Form wichtige und besondere Ergebnisse und Entwicklungen aus unseren Auswertungen dar, aber zum Beispiel auch, was Sie über die Meiose wissen sollten.
  • Eine besondere Analyse in diesem Bereich weist erstmalig die kumulativen Schwangerschaftsraten aus.
  • Das Schwerpunktthema des D·I·R Jahrbuchs 2017 lautet “Weniger ist mehr”: Wann und warum ein single embryo Transfer unbedingten Sinn macht.
  • Als weitere Themen und Sonderauswertungen finden sich in diesem Jahrbuch die Schwangerschaftsraten pro Zyklusschritt als Behandlungsergebnisse in Abhängigkeit vom Ausgang des vorherigen Zyklus, eine longitudinale Auswertung der Auftauzyklen über 10 Jahre und eine Analyse nach Zentrumsgrößen.

Kurz und knapp aus D·I·R Jahrbuch 2017

Die Jahre 2016 und 2017 im Deutschen IVF-Register (D·I·R):

  • Weltweit werden pro Jahr mehr als 1,6 Mio. Zyklen In-vitro-Fertilisationen durchgeführt. Knapp die Hälfte aller Behandlungen findet in Europa statt. Insgesamt sind bis zum Jahre 2016 mindestens 6,5 Mio. Kinder nachweislich nach In-vitro-Fertilisation (IVF) und/oder intracytoplasmatischer Spermieninjektion (ICSI) geboren worden.
  • Europaweit ist Deutschland nach Spanien das Land mit den meisten Zyklen zur Eizellgewinnung bzw. zum Einsetzen von Embryonen.
  • 127 deutsche Kinderwunschzentren (von 134) haben zum Stichtag ihre Daten exportiert. Insgesamt wurden im Jahre 2017 109.779 Behandlungszyklen (Frisch- und Auftauzyklen) durchgeführt. Das sind noch einmal fast 6.000 Zyklen mehr als im Vorjahr.
  • Nach Frischzyklen kam es zu 16.721 Schwangerschaften, 6.820 Schwangerschaften entstanden nach Auftauzyklen.
  • Die Schwangerschaftsrate betrug im Frischzyklus 2017 31,4 %, während sie im Auftauzyklus bei 26,2 % lag.
  • Erstmalig ist es möglich, die Behandlungsergebnisse kumulativ darzustellen, nach insgesamt 4 Zyklen mit Transfer liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft bei 66%.
  • Nach frischen Transfers im Jahre 2016 kam es zu insgesamt 12.688 Geburten, nach Auftauzyklen mit anschließendem Transfer kam es zu 4.353 Geburten.
  • Die Wahrscheinlichkeit, ein Baby zu bekommen, liegt pro Frischtransfer bei 22,5 % und pro Kryotransfer bei 17,7 %.
  • Fast 3 % aller lebend geborenen Kinder des Jahres 2016 wurden nach einer Befruchtung außerhalb des Körpers geboren; dies bedeutet statistisch ein Kind in einer Schulklasse, das sein Leben einer künstlichen Befruchtung verdankt.
  • Der Anteil von Single Embryotransfers zur Reduktion der Mehrlingsschwangerschaften nimmt weiterhin zu und liegt nunmehr bei 25 %. Die meisten Patientinnen (insgesamt 68,3 %) erhalten weiterhin zwei Embryonen.
  • Die Wahrscheinlichkeit, Zwillinge zu bekommen lag 2016 bei 21,5%, Drillinge liegen bei 0,5%. Im internationalen europäischen Vergleich ist die Mehrlingsrate damit weiterhin relativ hoch.
  • Das Durchschnittsalter der Frauen, die in Deutschland eine extrakorporale Befruchtung durchführen lassen, ist erneut leicht gestiegen und liegt im Jahre 2017 bei 35,7 Jahren (2015: 35,2 Jahre, 2016: 35,6 Jahre).
  • Die Komplikationen der reproduktionsmedizinischen Maßnahmen sind sehr selten. Eine schwere Überstimulation tritt lediglich in 0,2 % der Fälle auf.

Weitere Informationen finden hier online: Deutsches IVF-Register und hier das aktuelle D·I·R Jahrbuch 2017.

Wichtig für die Patientenpaare

Wichtig für die Patientenpaare ist die Beratung und Aufklärung bereits im Vorfeld:

  • Die Folgen des Alters auf die Entwicklung der natürlichen Fruchtbarkeit zu kennen.
  • Frühzeitig ein Kinderwunschzentrum aufzusuchen, um sich untersuchen zu lassen und die Therapiemöglichkeiten zu besprechen.
  • Die Risiken der Mehrlingsschwangerschaften nach Transfer von zwei Embryonen und die Vorteile des Single Embryo Transfers zu kennen.
  • Die Möglichkeiten der Kryokonservierung zu erfahren.

Über das Deutsche IVF-Register

Das Deutsche IVF-Register (D·I·R) dient der Förderung und Unterstützung von Wissenschaft und Forschung auf dem sich rasant entwickelnden Gebiet der Humanen Reproduktionsmedizin und -biologie in Deutschland, Europa und der Welt.

Die Forderung der Öffentlichkeit nach Information und Transparenz auf dem hochsensiblen Gebiet der humanen Reproduktionsmedizin ist mehr als gerechtfertigt. Nur die zuverlässige und kontinuierliche Auswertung der Behandlungsergebnisse kann einerseits zu wissenschaftlichen Erkenntnissen und damit verbundenen Verbesserungen der medizinischen Versorgung und Ergebnisse führen. Auf der anderen Seite können allein zuverlässige statistische Erhebungen die objektive öffentliche Diskussion unterstützen. Und auch bei der Beratung und letztlich Entscheidungsfindung der ungewollt kinderlosen Paare sind die Auswertungen des Deutschen IVF-Registers von elementarer Bedeutung.

Diese weitreichenden Aufgaben zu erfüllen ist das Kernziel und die Kernkompetenz des Deutschen IVF-Registers.

* Bildquellen: Auszug aus der Titelseite und der Seite 43 des Jahrbuchs 2017 des Deutschen IVF-Registers (D·I·R). Erschienen: Krause und Pachernegg GmbH, Verlag für Medizin und Wirtschaft, 15. Jahrgang 2018 // Modifizierter Nachdruck aus Nummer 5–6: 219–49 // ISSN 1810-2107. Graphiken: Kim Soo-Hee.

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