Digitalisierung im Gesundheitswesen


Digitalisierung im Gesundheitswesen - apotheken-wissen.de

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen kann sehr viel bieten *

Dank einer Studie wurde herausgefunden, dass digitale Technologien und deren Einsatz die Gesundheitskosten sowie Versorgungskosten im Gesundheitswesen um zwölf Prozent senken konnten. Besonders großen Nutzen zieht das Gesundheitswesen aus der Online-Beratung sowie aus der elektronischen Patientenakte – und das nicht nur in Sachen möglicher Effizienz- und Einsparpotentiale.

Neue Studie von McKinsey

Die Studie läuft unter dem Titel “Digitalisierung im Gesundheitswesen: die Chancen für Deutschland”. Dabei wurden für die Studie 500 internationale Forschungsdokumente analysiert.

Es ging um die Analyse von 26 digitalen Gesundheitstechnologien sowie deren Verbesserungspotenzial. Die Überprüfung der Ergebnis fand durch Interviews mit entsprechenden Experten statt. Für die Studie wurde auch ein Kooperationspartner gefunden, bei dem es sich um den BMC handelt (Bundesverband Managed Care e.V.). Eine Zusammenfassung der Studie findet sich auf der Webseite von McKinsey. Die lange Version (bzw. komplette Fassung) steht ebenfalls online zur Verfügung.

Einsparpotenzial im Gesundheitswesen

In der Studie sind Einsparpotenziale aufgedeckt worden, die in sechs “Lösungskategorien” angeordnet wurden. 

  1. Datenverarbeitung papierlos: Einsparpotenzial in Höhe von 9 Milliarden Euro
  2. Online interagieren (z.B. über Tele-Beratung): Einsparpotenzial in Höhe von 8,9 Milliarden Euro
  3. Automatisierung der Arbeitsabläufe (z.B. durch mobile Vernetzung oder Barcodes): Einsparpotenzial in Höhe von 6,1 Milliarden Euro
  4. Datentransparenz (z.B. durch Software): Einsparpotenzial in Höhe von 5,6 Milliarden Euro)
  5. Selbstbehandlung des Patienten (z.B. durch digitale Apps oder Tools): Einsparpotenzial in Höhe von 3,8 Milliarden Euro
  6. Services für Patienten (z.B. Portale zur Terminvereinbarung): Einsparpotenzial in Höhe von 0,5 Milliarden Euro

Insgesamt ergibt sich damit ein Einsparpotenzial in Höhe von etwa 34 Milliarden Euro. Am meisten profitieren von der Digitalisierung sowohl Krankenhäuser als auch Ärzte (70 Prozent). Auch Krankenversicherungen profitieren zu etwa 30 Prozent.

Deutschland im internationalen Vergleich

In Sachen Digitalisierung des Gesundheitswesens wurde Deutschland im europäischen Vergleich bereits abgehängt. Es fehlt definitiv nicht in Sachen technologischer Voraussetzungen oder den finanziellen Mitteln. Stattdessen ist es in Deutschland eher eine “Frage der Haltung”.

Viele Bereiche könnten automatisiert, verbessert und digitalisiert werden, allerdings sind viele Akteure der Meinung, dass der Status-quo besser als die Veränderung durch die Digitalisierung sei.

Möglichkeiten für die Zukunft

Bereits jetzt gibt es nicht nur zahlreiche Untersuchungen, Fachdokumente und Studien, die sich mit dem Thema befassen. Auch das Bundesgesundheitsministerium ist an der erfolgreichen Weiterentwicklung des Gesundheitswesens sowie dem Vorantreiben der Digitalisierung interessiert. Hierfür stellt das Ministerium auf bundesgesundheitsministerium.de zahlrieche Informationen zur Verfügung.

Möglichkeiten, die Digitalisierung im eigenen Bereich einzusetzen, gäbe es ausreichend. 

  • Elektronische Gesundheitsakte (hier liegen laut ZM-Online.de vor allem Estland, Finnland und Dänemark vorn)
  • Bedrucken individueller Firmen-Shirts mit Statement zu gesundem Verhalten im Alltag (z.B. über Shirtcity.de)
  • Termine online vereinbaren (z.B. über eTermin.net)
  • Digital überwachtes Heilfasten (z.B. wie Medium berichtete)

Der DAK-Digitalisierungsreport 2018 deckt auf, dass Ärzte selbst heutzutage nur wenige eHealth-Lösungen kennen. Zwar sind beispielsweise Video-Sprechstunden sehr bekannt und durchaus beliebt, aber selbst eingesetzt hat diese Sprechstunden-Variante nur etwa jeder fünfte Arzt.

* Bildquelle: Free-Photos / pixabay.com

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