Eisenmangel – Auswirkungen, Symptome und Behandlung


Blutabnahme

Eisenmangel kann durch eine Blutuntersuchung beim Hausarzt festgestellt werden*

Unser Körper wird täglich gefordert und wir verlassen uns darauf, dass diese Maschinerie auch zuverlässig funktioniert. Doch was ist, wenn Konzentration und Leistungsfähigkeit nachlassen und wir nicht mehr die Leistungen erbringen können, die wir sonst von uns selbst gewohnt sind? Eine mögliche Ursache hierfür kann Eisenmangel sein. Eisen ist ein sogenanntes Spurenelement, das für unzählige Funktionen an allen möglichen Stellen des Körpers eine zentrale Rolle spielt.

Wie macht sich Eisenmangel bemerkbar?

Normalerweise enthält der menschliche Körper 3 – 5g Eisen. Sinkt dieser Spiegel längerfristig ab ist der Körper nicht mehr in der Lage, dieselbe Leistung zu erbringen. Viele versuchen, eventuellen Mangelerscheinungen mit Präparaten aus Apotheke oder Drogeriemärkten entgegen zu wirken, hiervon wird jedoch gerade bei langanhaltenden Symptomen abgeraten. Ein Besuch beim Hausarzt ist zwar nicht immer mit dem Terminplan vereinbar, sollte jedoch früher oder später dringend erfolgen, um im Bedarfsfall mit einer gezielten Therapie entgegenwirken zu können.

Eisenmangel stellt sich oft schleichend ein und ist daher nicht wirklich sofort erkennbar. Die Betroffenen fühlen sich nicht selten müde und abgespannt, klagen über Kopfschmerzen, sind antriebslos oder traurig. Je nach Jahreszeit kann dies häufig zunächst auf Frühjahrsmüdigkeit, Wetterfühligkeit etc. geschoben werden. Weitere Symptome können Schwindel, Kurzatmigkeit oder auch eine blass gefärbte Haut bzw. Schleimhaut darstellen, auch rissige Fingernägel oder Mundwinkel können eine Folge sein. Halten diese Symptome über eine längere Zeit an empfiehlt es sich, den Hausarzt aufzusuchen. Dieser kann durch eine Blutuntersuchung feststellen, ob eine Mangelerscheinung vorliegt. Hier können Sie näheres darüber erfahren, auf welche einzelne Laborwerte bei dieser Untersuchung besonders beachtet wird.

Ursachen und Auswirkung

Die Ursachen für einen Eisenmangel können variieren. Zunächst einmal wird unterschieden, ob ein erhöhter Bedarf, beispielsweise durch Schwangerschaft, Stillzeit oder um eine ernste Erkrankung wie Krebs mit nachfolgender Chemotherapie handelt. Auch bei langanhaltender Regelblutung kann ein Mangel auftreten, der ausgeglichen werden muss. Ist dies nicht der Fall können beispielsweise auch eine vegane Ernährungsweise oder radikale bzw. einseitige Diät die Ursachen sein. Doch nicht immer sind die Gründe auf den ersten oder zweiten Blick ersichtlich.

Können alle diese Ursachen ausgeschlossen werden sollte der behandelnde Arzt weitere Untersuchungen vornehmen, da auch Darm- oder Magenblutungen eine Mangelerscheinung hervorrufen können. Liegen Verletzungen mit stark blutenden Wunden vor oder wurde eine Operation durchgeführt, gehört dies ebenfalls zu häufigen Ursachen für einen Eisenmangel. Da sich gut zwei Drittel des gesamten Eisens des menschlichen Körpers im Blut befinden, ist Eisenmangel eine direkte Auswirkung auf erhöhten Blutverlust. All diese möglichen Ursachen haben die Tatsache gemein, dass der Eisenhaushalt möglichst schnell wieder aufgefüllt werden sollte, um weitere Beschwerden zu vermeiden.

Wie fülle ich meinen Eisenhaushalt wieder auf?

Ganz so einfach, wie es klingt, ist die Aufnahme von fehlendem Eisen mit der Ernährung nicht. Grund dafür sind vor allem die verschiedene Beschaffenheit von pflanzlichem und tierischem Eisen sowie die Tatsache, dass bestimmte Nährstoffe die Verwertung des Eisens erschweren. Beispielsweise wirken Stoffe wie Milchprodukte (Calcium), Kaffee, Schwarzer Tee, Reis und Soja sowie Farb- bzw. Geschmacksstoffe (Polyphenole) oder Rotwein als sogenannte Hemmstoffe. Wer hier für positive Voraussetzungen sorgen möchte ist gut beraten, auf eine vitamin-C reiche Ernährung zu achten. Vor allem in rotem Fleisch, Getreide, Innereien, Vollkornbrot, Gemüse, Hülsenfrüchten und Gemüse ist Eisen enthalten

Die Behandlung von Eisenmangel findet meistens in Form einer Kombination aus Medikamenten und eisenhaltiger Ernährung statt. Dies sollte jedoch niemals ohne die Rücksprache mit dem Hausarzt stattfinden, da sonst leicht die Gefahr einer Überdosierung besteht (dies stellt besonders für Kinder eine Gefahr dar). Grund hierfür ist die Tatsache, dass überschüssiges Eisen nicht ausgeschieden, sondern eingelagert wird. Dies kann vor allem für Leber, Herz und Bauchspeicheldrüse gefährlich werden. Findet die Behandlung jedoch in der durch den behandelnden Arzt empfohlenen Art und Weise statt, kann vor allem in Form von ausgewogener und gesunder Ernährung Abhilfe geschaffen werden.

* Bildquelle: whitesession / pixabay.com

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