Herzschwäche durch gezielte Untersuchungen frühzeitig erkennen


Belastungs-EKG als Diagnosemöglichkeit bei einer Herzinsuffizienz - apotheken-wissen.de

Eine Diagnosemöglichkeit bei einer möglichen Herzinsuffizienz ist das Belastungs-EKG *

Das Herz ist nicht nur metaphorisch der Mittelpunkt des Lebens. Der etwa faustgroße Muskel in unserer Brust pumpt das Blut durch den gesamten Körper und versorgt alle Organe mit Sauerstoff. Lässt die Leistungsfähigkeit des Herzens nach, wirkt sich das automatisch auch auf alle anderen Körperfunktionen aus. Dennoch ist es nicht immer leicht, eine Herzschwäche zu erkennen, denn die Symptome unterscheiden sich je nach Art der Herzinsuffizienz und sind insbesondere in der Anfangsphase meist nicht stark genug ausgeprägt, um spürbare Beschwerden auszulösen. Da aber Herzprobleme langfristig eine ernsthafte Bedrohung für die Gesundheit darstellen, empfehlen Ärzte einen regelmäßigen Gesundheitscheck, bei dem auch das Herz überprüft wird.

Herzinsuffizienz: Diagnose mittels EKG

Neben der Blutdruckmessung kommt vor allem das EKG für die Herzuntersuchung zum Einsatz. EKG ist die Abkürzung für Elektrokardiogramm. Dabei handelt es sich um eine schmerz- und nebenwirkungsfreie Diagnosemethode. An bestimmten Stellen am Oberkörper wie etwa den Armen und Beinen werden Elektroden auf die Haut geklebt. Diese zeichnen den Herzzyklus auf und senden ihn über Kabel an einen Monitor. Dort erscheint die sogenannte EKG-Kurve, die sich aus mehreren unterschiedlichen Zacken und Wellen zusammensetzt. Eine Herzschwäche lässt sich unter anderem an der Form der EKG-Kurve erkennen.

Herzinsuffizienz? Belastungs-EKG und Langzeit-EKG präzisieren die Diagnose

Ein normales EKG zeichnet die Herzfunktion nur für wenige Minuten lang auf. Dabei lassen sich bereits einige Auffälligkeiten im Kurvenverlauf feststellen. Aber nicht jede Form der Herzschwäche können Mediziner so schnell erkennen. Ein Belastungs-EKG misst die Herzfrequenz unter stärkerer Beanspruchung. Dafür sitzt der Patient oder die Patientin auf einem Fahrradergometer oder läuft auf einem Laufband und muss gegen zunehmende Widerstände antreten bzw. anlaufen.

Bei einem Langzeit-EKG wird die Herzfunktion über ein bis drei Tage lang gemessen. Patienten erhalten dafür ein tragbares Messgerät und sollten idealerweise ihrem normalen Alltag nachgehen. Auf diese Art und Weise lassen sich Belastungen oder andere Besonderheiten im Tagesablauf und dabei über den Zeitraum mehrere Tage aufspüren, die möglicherweise einen Einfluss auf das Herz haben können. Im Vergleich zu einem normalen EKG, das nur einen relativ kleinen Zeitraum aufnimmt und auswertet, ist das Langzeit-EKG durch seine Laufzeit auch in der Diagnose deutlich präziser.

Weitere Diagnosemethoden, um Herzschwächen zu erkennen

Die Herzfrequenz, welche mithilfe des Elektrokardiogramms aufgezeichnet wird, ist ein wichtiger Indikator für die Funktionstüchtigkeit des Herzens. Sie sagt allerdings nichts über mögliche Ursachen einer Herzschwäche aus. Um diese zu erkennen, müssen weitere Untersuchungen durchgeführt werden.

Zum Beispiel machen eine Ultraschalluntersuchung oder Echokardiografie Gewebe und Tätigkeiten der einzelnen Herzbestandteile sichtbar. Für solche bildgebenden Verfahren geben Ärzte ein Kontaktgel auf die Brust des Patienten. Anschließend wird der Ultraschallkopf auf die Haut aufgesetzt und über die Stelle bewegt, an der sich das Herz befindet. Die Schallwellen, die das Gerät aussendet, werden von den verschiedenen Gewebearten auf unterschiedliche Weise reflektiert. Auf diese Weise können Aussagen über die Dicke der Herzwand, Größe der Herzkammern sowie Funktionstüchtigkeit der Herzklappen getroffen werden. Die genannten Faktoren können einen Hinweis darauf geben, was die Herzinsuffizienz eines Betroffenen auslöst.

Weiterhin unterstützen Blutuntersuchungen und ein Röntgenbild der Lunge die Diagnose. Einige Formen der Herzinsuffizienz führen zu Stauungen in der Lunge, die beim Röntgen erkennbar sind. Außerdem können Lungenkrankheiten identifiziert werden, die ähnliche Symptome hervorrufen wie eine Herzschwäche. Der Einsatz mehrerer Untersuchungsmethoden hilft also dabei, zu erkennen, wo der wahre Auslöser für Beschwerden liegt.

* Bildquelle: Gorodenkoff / fotolia.com

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