Zahngesundheit und chronische Erkrankungen


Zahnpflege Vater und Sohn - apotheken-wissen.de

Zahnpflege als Basis für Zahngesundheit und damit auch gegen mögliche andere Erkrankungen *

Die Aufklärung über die große Bedeutung der Zahngesundheit bleibt in Deutschland mangelhaft. In den vergangenen Jahren wurde immer gezielter zum negativen Einfluss mangelnder Mundhygiene geforscht. Während der Wissenschaft die möglichen Folgeschäden längst bekannt sind, hält sich die Aufklärung innerhalb der Bevölkerung weiter in Grenzen. Dieser Ratgeber weitetet den Blick: bei der Zahngesundheit geht es nicht in erster Linie um schöne, weiße und gepflegte Zähne. Zahngesundheit kann auch ganzheitlich wirken, beispielsweise mit einem geminderten Risiko, an anderen chronischen Leiden zu erkranken.

Chronische Erkrankungen begünstigt

Tatsächlich gibt es eine ganze Reihe chronischer Erkrankungen, welche im Falle einer Parodontitis mit höherer Wahrscheinlichkeit auftreten. So sorgen die Bakterien etwa für ein größeres Risiko für diverse Entzündungen im Körper. Darüber hinaus wurde in einer langfristig angelegten Studie festgestellt, dass das Risiko für Kreislauferkrankungen, Schlaganfall und Frühgeburten deutlich steigt.

Umso wichtiger ist es, im Alltag die Zahngesundheit genau im Blick zu behalten. So sind etwa Zahnschmerzen ein eindeutiges Indiz für ein vorliegendes Problem. Zwar helfen die auf dieser Seite präsentierten Tipps bei Zahnschmerzen, um die Lage zu entspannen. Doch auf diesem Wege ist es nur möglich, die Symptome an der Oberfläche zu behandeln. Die Behandlung beim Zahnarzt ist wiederum ein Weg, um das Problem an der Wurzel zu packen.

Alte Traditionen der chinesischen Medizin

Die ganzheitliche Betrachtung der Gesundheit des Körpers ist in der westlichen Lehre der Medizin eine Ausnahme.

Traditionell wird dort versucht, ein einzelnes Phänomen in einem einzelnen Bereich des Körpers zu diagnostizieren und zu behandeln. In der alten chinesischen Medizin fanden die Einflüsse der Zähne jedoch schon sehr früh die Beachtung, welche sie verdienen. Dort gingen die Menschen davon aus, dass jeder Zahn mit einem bestimmten Organ in Verbindung stehen würde. Auf diese Weise erklärten sie sich die Tatsache, dass eine verfallende Zahngesundheit schnell mit weiteren medizinischen Risiken Hand in Hand ging.

In Deutschland sollen nun weitere Studien folgen, welche sich mit den langzeitlichen Differenzen bei einer guten und mangelnden Mundhygiene befassen. Dies könnte die Bedeutung, welche wir unseren Zähnen zuschreiben, in den kommenden Jahren und Jahrzehnten noch einmal deutlich steigern.

Die richtige Prävention

In Anbetracht der weiteren gesundheitlichen Risiken, die mit einer schlechten Zahngesundheit verbunden sind, scheint es angebracht zu sein, den Blick auf die richtige Prävention zu richten. An und für sich wurde in den vergangenen Jahrzehnten viel Aufklärungsarbeit in Deutschland geleistet. So kommen junge Menschen bereits im Kindergarten und in der Schule mit der Bedeutung der Mundhygiene in Kontakt und können erste Erfahrungen auf diesem Gebiet sammeln.

In einigen Bereichen spiegelt sich diese Mühe inzwischen wider. So liegt Deutschland etwa im Hinblick auf die Benutzung von Zahnseide in Europa weit vorne. Zumindest zwei von drei Personen nutzen die Möglichkeit, um auf diese Weise auch in die Zwischenräume der Zähne vorzudringen. Während sich auch hier noch Luft nach oben erkennen lässt, liegen andere Staaten Europas deutlich unter diesem Wert.

Die wichtigen Grundlagen auf dem Gebiet der Zahngesundheit lassen sich bereits durch ein regelmäßiges Zähneputzen und halbjährliche Kontrolltermine beim Zahnarzt erreichen. Mögliche gesundheitliche Probleme lassen sich auf diese Weise frühzeitig erkennen. Dies sichert wiederum die Möglichkeit, eine erfolgreiche Behandlung derselben durchführen zu können. Die Aussicht, damit nicht nur der eigenen Zahngesundheit etwas Gutes zu tun, sondern das allgemeine Risiko verschiedener Erkrankungen deutlich zu senken, sollte in der Praxis Grund genug sein, um diese geringen Mühen zu investieren.

* Bildquelle: Africa Studio / Fotolia.com

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