Rachenmandelentzündung – Symptome, Ursachen und Behandlung


Rachenmandelentzündung

Rachenmandelentzündung: woran ich sie erkennen kann und wie sie behandelt wird *

Die Rachenmandel ist ein unpaariges Organ, das in der Mitte der hinteren Rachenwand liegt. Sie dient gemeinsam mit den anderen Mandeln des sogenannten Rachenrings vor allem im Kindesalter der Abwehr infektiöser Keime. In ihrer Rolle als Abwehrorgan dehnt sich die Rachenmandel aus, um Erreger zu bekämpfen. Aber auch sie selbst kann sich entzünden. Eine Rachenmandelentzündung verursacht dann unangenehme Symptome. Doch welche sind das und wie sehen die Behandlungsmöglichkeiten aus? Das alles erfahren Sie hier. 

Rachenmandelentzündung – Die Symptome

Die Rachenmandelentzündung oder Adenoiditis geht mit Symptomen einher, die vor allem auf das Anschwellen des Organs durch die Entzündung zurückzuführen sind. Die Mandel behindert oder verschließt dann die Wege für die Nasenatmung, sodass Betroffene vermehrt oder ausschließlich durch den Mund atmen. Dadurch trocknen die Schleimhäute von Mund und Rachen unangenehm aus, die Stimme erhält einen nasalen Klang und einige Patienten beginnen plötzlich zu schnarchen. Auch Schluckbeschwerden sind nicht selten. Neben der Rachenmandel schwellen zudem häufig die Lymphknoten des Halses an. Eine Rachenmandelentzündung kann außerdem von diesen Symptomen begleitet werden:

  • Fieber
  • Husten, Schnupfen und Heiserkeit
  • Abgeschlagenheit und allgemeines Krankheitsgefühl
  • Mundgeruch

Vor allem dann, wenn sich eine akute Rachenmandelentzündung zu einer chronischen Form entwickelt, können weitere Erkrankungen entstehen. Schwillt das Organ aufgrund der Entzündung an, verschließt es auch den Kanal zum Ohr. Eine Mittelohrentzündung ist dann häufig eine Folge, die nicht selten mit heftigen Ohrenschmerzen einhergeht. Durch Paukenergüsse (Ansammlung von Flüssigkeit im Mittelohr), Wucherungen und Schäden am Trommelfell treten Einschränkungen des Hörvermögens auf.

Auf ähnliche Weise begünstigt die Entzündung der Rachenmandel das Entstehen einer Sinusitis.

Eine chronische Rachenmandelentzündung kann außerdem auf die Lunge übergreifen und hier eine Bronchitis auslösen. Schwillt die Rachenmandel sehr stark an, leidet der Patient mitunter aufgrund einer Blockade der Atemwege sogar unter Atemnot.

Ursachen für eine Rachenmandelentzündung

Die Rachenmandelentzündung entsteht eher selten durch Viren. Im Großteil der Fälle finden sich Bakterien wie Pneumokokken, Streptokokken, Haemophilus influenzae oder Neisserien. Beide Erregertypen können zu einer akuten Entzündung führen.

Die chronische Rachenmandelentzündung ist fast immer ein bakterielles Geschehen. Dann wird das Gewebe permanent durch die toten Zellen, Keime und ihre Abbauprodukte gereizt. Diese lagern sich in den Furchen der Rachenmandel ab. Das Organ vernarbt mit der Zeit und zerfurcht weiter, sodass die Entzündung immer wieder angefacht wird.

Ein geschwächtes Immunsystem oder andere Vorerkrankungen können darüber hinaus das Entstehen einer Rachenmandelentzündung mit unangenehmen Symptomen begünstigen.

Da die Rachenmandel vor allem für die kindliche Keimabwehr von großer Bedeutung ist, tritt eine Adenoiditis bei Kindern gehäuft auf. Sie ist also eine Begleiterscheinung vieler Infekte des Rachenbereiches bei Kindern.

Rachenmandelentzündung richtig behandeln

Eine bakterielle Rachenmandelentzündung wird in der Regel mit Antibiotika behandelt. Ist die Ursache ein Virus, kann die Erkrankung nur symptomatisch mit Schmerzmitteln begleitet werden, da ein Antibiotikum hier nicht wirkt. In der Regel heilt die entzündete Mandel innerhalb von etwa zwei Wochen ab.

Klingt die Entzündung nicht ab oder flammt sie immer wieder auf, entsteht eine chronische Mandelentzündung. Dann wird die Rachenmandel in vielen Fällen chirurgisch unter Vollnarkose entfernt. Zur Operation raten Mediziner vor allem dann, wenn sich die Erkrankung nicht mehr mit der Gabe von Medikamenten heilen lässt.

Bei der akuten Rachenmandelentzündung kommen zur Linderung der Symptome neben den schulmedizinischen Maßnahmen auch Verfahren und Medikamente der Alternativmedizin zum Einsatz. Die Homöopathie etwa greift zu Bärlapp, Lachesis muta oder Tollkirsche. In der Phytomedizin haben sich Gurgellösungen mit Salbei oder Kamille gut bewährt.

Greifen diese eher milden, unterstützenden Medikamente nicht, sollte der Patient jedoch immer einen Arzt aufsuchen.

HNO-Ärzte im Netz: Mandelentzündung – Anzeichen und Verlauf.

* Bildquelle: Racle Fotodesign / fotolia.com

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