Feinstaub: Wie verschmutzte Luft krank macht


Abgase: Feinstaub-Verschmutzung - apotheken-wissen.de

Wenn Abgase und Feinstaubverschmutzung krank machen … *

Seit Monaten wird in Deutschland über ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge diskutiert. Die Abgase der Fahrzeuge verschmutzen die Luft nachhaltig, betroffen sind vor allem dicht besiedelte Innenstädte. Mit ihren Klagen vor ordentlichen Gerichten treiben Umweltschutzverbände die Fahrverbote an. Die verschmutzte Luft aus Verbrennungsmotoren ist nicht nur schlecht für die Umwelt. Auch der Mensch leidet enorm unter der Luftverschmutzung. Dreckige Luft macht krank und ist für viele Tote verantwortlich oder mitverantwortlich – jedes Jahr. Der folgende Ratgeber klärt über die Folgen schmutziger Luft auf und gibt Informationen, was jeder Einzelne für seine Gesundheit tun kann.

Nur einer atmet saubere Luft

Mitte 2018 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die aktuellen Zahlen zum Thema Luftverschmutzung veröffentlicht. Demnach leiden mehr als 90 Prozent der Weltbevölkerung unter dreckiger Luft. Nur eine von zehn Personen kann sich also glücklich schätzen, saubere Atemluft zu inhalieren. Smog, Feinstaub und andere Schmutzpartikel in der Atemluft sind jährlich für mehr als sieben Millionen tote Menschen verantwortlich.

In Deutschland und anderen westlichen Staaten ist die Quote niedriger. Aber auch hierzulande müssen viele Menschen schmutzige Luft einatmen. Allein in Europa müssen mehr als 120 Millionen Kinder nicht saubere Luft einatmen. Ausgesprochen hoch ist das Risiko für Menschen in Ballungszentren, in der Nähe von verkehrsreichen Straßen oder Häfen. Die Folgen schlechter Atemluft sind vielseitig, die Symptome zeigen sich oft erst Jahre später. Saubere Luft ist ein hohes Gut, dessen man sich bewusst sein muss.

Die Gefahren schlechter Luft

Dreckige Luft ist für viele betroffene Menschen tödlich. Sie entwickeln chronische Krankheiten oder erkranken an akuten, oftmals nicht heilbaren Krankheiten.

Unter den jährlich sieben Millionen Toten durch Luftverschmutzung starb jeder Dritte an einer Herzkrankheit. Das Herz wurde nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, die Leistung sank und führte schließlich zum Herzstillstand. Andere Betroffene erleiden einen Schlaganfall und sich anschließend nicht mehr belastbar.

Lungenkrankheiten wie Pneumonie oder eine chronische Lungenerkrankung, kurz COPD, sind weitere Folgen einer dauerhaft schlechten Atemluft. Nicht selten erkranken die Betroffenen an Krebs, der zu spät erkannt und behandelt zum Tod führt.

Maßnahmen gegen schlechte Luft

Weltweit versprechen immer mehr Staaten Maßnahmen gegen die Luftverschmutzung. Mit Investitionen in saubere Technologien und der Verbesserung der Lebensumstände mittelloser Familien ist es weltweit gelungen, die Auslöser schlechter Luft einzudämmen.

Nicht nur Staaten können etwas gegen schmutzige Luft unternehmen. Es liegt in der Hand eines jeden Einzelnen, sich aktiv für saubere Atemluft einzusetzen. Die Möglichkeiten, selbst zur Reduzierung des Ausstoßes gesundheitsschädlicher Schadstoffe beizutragen, sind enorm.

Hilfe für Betroffene

Menschen, die über einen längeren Zeitraum schlechte Luft einatmen, erkranken in den meisten Fällen zuerst an einer Lungenerkrankung. Die Schmutzpartikel in der Luft setzen sich in den Atemwegen fest und reduzieren die Leistungsfähigkeit der Lunge. Typische erste Anzeichen sind Symptome, die auch bei Asthmatikern vorkommen. Kurzatmigkeit, anfallsweise trockener Husten oder ein Engegefühl in der Brust sind erste Anzeichen für eine Lungenerkrankung.

Betroffene Personen sollten umgehend zu einem Lungenfacharzt gehen und den Auslöser der Symptome ausfindig machen. Mit Luftreiniger für die eigenen vier Wände können die Beschwerden minimiert werden. Die speziellen Reiniger für Asthmatiker sind mit Partikelfilter ausgestattet, die die Atemluft filtern und für saubere Luft zu Hause sorgen.

* Bildquelle: WS-Design / fotolia.com

 

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