Bei Sommerhitze gut schlafen: Bewährte Tipps


Gut schlafen auch bei Hitze - apotheken-wissen.de

Ein guter Schlaf und ein fröhliches Aufwachen trotz Sommerhitze? Ja, das geht! *

Im Sommer in einem überhitzten Raum zu schlafen beeinträchtigt Wohlbefinden und Gesundheit in großem Maße – und das keineswegs nur bei Säuglingen und Senioren, sondern auch bei Menschen mittleren Alters in bestem Gesundheitszustand. Denn vor allem das Herz-Kreislauf-System muss jetzt wahre Schwerstarbeit leisten – und das auch noch zur Nachtzeit, in der der Körper eigentlich dringend Erholung benötigt. Dabei lassen sich die Schlafbedingungen zur Sommerzeit erheblich verbessern – unter anderem mit einem Verdunkelungsvorhang, der eine Hitze-Entwicklung im Schlafzimmer von vornherein verhindert, der richtigen Schlafhygiene und Ernährung.

Zu hohen Raumtemperaturen kann ganz einfach vorgebeugt werden

Bei hohen Außentemperaturen ist es empfehlenswert, Schlaf- und andere Wohnräume schon während des Tages mit einem Sonnenschutz vollständig abzudunkeln. So kommt Wärme gar nicht erst herein und die Räume bleiben automatisch kühler. Rollladen und Außenjalousien sind beispielsweise optimal. Wer darüber nicht verfügt, kann auch einen Lichtschutz für Innenräume verwenden. Wichtig ist dabei, auf einen ausgewiesenen Verdunkelungsvorhang zu achten, der keinerlei Licht durch den Stoff passieren lässt. Darüber hinaus gibt es Räume mit verstärkter Hitze-Bildung, zum Beispiel Dachzimmer. Hier ist ein Verdunkelungsvorhang mit besonderer wärmeabweisender Thermofunktion die beste Lösung.

Werden die Fenster hingegen nicht abgeschattet, lädt sich der Raum ganztägig mit Wärme auf. Diesen enormen Wärmestau im Nachhinein zu beseitigen, ist weitaus schwieriger bis aussichtslos, als ihn von vornherein zu vermeiden.

Für frische Luft sorgen – aber zum richtigen Zeitpunkt!

Planvolles Lüften hat ebenso einen sehr großen Einfluss auf das Raumklima. Viele Betroffene neigen instinktiv dazu, das Fenster bei großer Hitze zu aufzureißen. Doch dann kommt noch mehr Wärme herein. Stattdessen hat es sich in der Praxis bewährt, die Fenster komplett geschlossen zu halten und erst nachts bei fühlbar niedrigeren Temperaturen für Frischluftzufuhr zu sorgen – am besten mit einem kurzen, starken Durchzug. Morgens sollte nur gelüftet werden, wenn die Außentemperatur noch deutlich niedriger als die Innentemperatur ist und nicht schon die pralle Sonne direkt in das Zimmer hereinscheint.

Auch eine angepasste Schlafhygiene sorgt für wesentliche Erleichterung

„Wie man sich bettet, so schläft man“, sagt ein Sprichwort. In heißen Sommermonaten gilt das umso mehr.

Die Versuchung unbekleidet zu schlafen und auf Bettwäsche zu verzichten, mag für viele zwar groß sein. Mediziner raten davon jedoch ab. Denn der Körper kühlt im Laufe der Nacht tatsächlich aus. Das Risiko für Halsinfektionen, Nieren- und Blasenentzündungen sowie allgemeine Infektanfälligkeiten wird dadurch sogar erhöht. Leichte, atmungsaktive Bettlaken und Schlafanzüge aus Baumwolle sorgen hier für die richtige Balance aus leicht kühlendem Effekt und angemessener Bettwärme.

Auch lauwarmes Baden und Duschen vor der Nachtruhe ist hilfreich. Es erzeugt ein angenehmes Frischegefühl und der menschliche Organismus wird optimal auf den Schlaf vorbereitet.

Vor dem Zubettgehen nur leichte Sommerkost

Schwere Mahlzeiten vor dem Schlafen belasten im Sommer zusätzlich. Das Abendbrot sollte daher möglichst schlank ausfallen. Ideal sind Salate und Obst oder auch gedünstetes Gemüse und feine Suppen. Diese Nahrungsmittel wirken sich gleich in zweifacher Hinsicht positiv aus. Zum einen sind sie leicht verdaulich. Zum anderen führen sie dem Körper zusätzlich Feuchtigkeit und Nährstoffe zu, die er tagsüber durch das Schwitzen verloren hat. Auch der gut gewählte Zeitpunkt der Abendmahlzeit entlastet Stoffwechsel und Kreislauf. Drei bis vier Stunden vor der Schlafenszeit sollte im Sommer nichts mehr gegessen werden.

Eine bedeutende Rolle für einen erholsamen Schlaf spielen auch die Getränke, die vor dem Zubettgehen eingenommen werden – und vor allem deren Temperatur. Sind sie zu kalt, führt das zur Erhöhung der Körpertemperatur, während zu heiße die Schweißproduktion ankurbeln. Letzteres gilt auch für Alkohol, der völlig gemieden werden sollte. Die besten Sommergetränke sind magnesiumhaltiges Mineralwasser sowie Früchte- und Kräutertees, die möglichst lauwarm genossen werden sollten.

Gesundheitstipps gegen Hitzeprobleme im Überblick:

  • Raumhitze mit einem geeigneten Verdunkelungsvorhang vorbeugen
  • Fenster während des Tages schließen
  • Nur wenn es draußen kühler ist, kräftig lüften
  • Laken und Schlafanzug aus Baumwolle
  • Leichte Mahlzeiten, mitteltemperierte Getränke
  • Bei Bedarf mit lauwarmem Wasser duschen oder baden

* Bildquelle: JenkoAtaman / Fotolia.com

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