Voraussetzungen für Apotheker – das sollte man mitbringen


Apothekerin berät Kundin

Was macht den Beruf des Apothekers aus und welche Voraussetzungen gibt es? *

Wer Apotheker werden will, sollte neben einer soliden Ausbildung auch einige andere Voraussetzungen mitbringen. Wir zeigen Ihnen, welche das sind und wie man eine erfolgreiche Karriere als Apotheker macht.

Was macht eigentlich ein Apotheker?

Apotheker sind in erster Linie Experten für Medikamente. Sie beraten Patienten und Ärzte über die richtige Anwendung und Dosierung von Arzneimitteln und sorgen dafür, dass diese sicher und effektiv eingesetzt werden. Apotheker haben ein fundiertes Wissen über die Wirkungsweise von Medikamenten und können so bei der Behandlung von Krankheiten helfen. Darüber hinaus sind sie auch für die Herstellung und Qualitätskontrolle von Arzneimitteln verantwortlich.

In Deutschland ist die Ausbildung zum Apotheker eine staatlich anerkannte Laufbahn. Die Apotheker Ausbildung erfolgt im Pharmazie Studium. Dieses Studium umfasst unter anderem Fächer wie Biochemie, Physiologie, Pharmakologie und Chemie. Nach dem Abschluss des Studiums steht dann eine mehrjährige Berufspraxis in einer Apotheke an, bevor man die staatliche Anerkennung als Apotheker erhält.

Apotheker werden – Ausbildung im Überblick

Apotheker wird man Deutschland nach einem sechsjährigen Studium an einer Universität oder Fachhochschule sowie einer zweijährigen Weiterbildung in einer anerkannten Apotheke. Danach müssen Sie die staatliche Prüfung ablegen, um die Zulassung als Apotheker zu erhalten.

In der Regel beginnt das Studium mit einem viersemestrigen Grundstudium, in dem die Studierenden die Grundlagen der pharmazeutischen Chemie, Physik und Biologie erlernen. Anschließend wählen sie ein Hauptfach und absolvieren das Hauptstudium, welches in der Regel vier Semester dauert. Im letzten Semester des Studiums absolvieren die Studierenden ein Praktikum in einer Apotheke, bei einem Arzt oder in einem Krankenhaus.

Nach Abschluss des Studiums muss eine zweijährige Weiterbildung in einer anerkannten Apotheke absolviert werden, in der die Studierenden ihr Wissen vertiefen und praktische Erfahrungen sammeln können. Am Ende der Weiterbildung steht die staatliche Prüfung an, die aus schriftlichen und mündlichen Teilen besteht. Nachdem alle Prüfungsteile erfolgreich bestanden sind, erhalten die Apotheker ihre Zulassung. In Deutschland kann man das Studium der Pharmazie an Universitäten oder Fachhochschulen absolvieren. Die meisten Studiengänge dauern neun Semester und enden mit dem Staatsexamen.

Zugangsvoraussetzungen für ein Pharmaziestudium sind in der Regel eine Hochschulreife (Abitur) oder die fachgebundene Hochschulreife. An manchen Hochschulen kann man auch ohne Abitur studieren, wenn man bestimmte Voraussetzungen erfüllt.

Die meisten Pharmaziestudiengänge sind zulassungsbeschränkt, das heißt, es gibt mehr Bewerberinnen und Bewerber als Studienplätze. Die Zulassung zum Studium wird in der Regel nach den Noten in den Schulfächern Deutsch, Mathematik und Englisch sowie nach den Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern Biologie, Chemie und Physik entschieden.

An manchen Hochschulen gibt es auch ein Aufnahmeverfahren, bei dem neben den Noten auch andere Kriterien wie Motivation, Interesse und Eignung für das Studium berücksichtigt werden.

Persönliche Anforderungen an den Beruf des Apothekers

Neben den fachlichen Anforderungen, die an den Beruf des Apothekers gestellt werden, gibt es auch einige persönliche Kompetenzen und Eigenschaften, die man mitbringen sollte, um erfolgreich in diesem Beruf zu sein. Zu den wichtigsten gehören:

  • Eine hohe soziale Kompetenz: Apotheker müssen gut mit Menschen umgehen können.
  • Eine ausgeprägte Teamfähigkeit: In einer Apotheke arbeitet man nicht alleine, sondern immer im Team mit anderen Kollegen. Um reibungslos zusammenzuarbeiten, ist es wichtig, teamfähig zu sein.
  • Ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein: Der Apotheker hat die Verantwortung für die Herstellung und Abgabe von Arzneimitteln. Er muss stets sicherstellen, dass die Arzneimittel sorgfältig hergestellt und korrekt abgegeben werden.
  • Eine sorgfältige Arbeitsweise: Die Arbeit in einer Apotheke erfordert ein hohes Maß an Sorgfalt und Präzision. Jeder Fehler kann schwerwiegende Folgen haben. Deshalb ist es wichtig, stets sorgfältig zu arbeiten und Fehler zu vermeiden.

Praktika und Berufserfahrung – die wichtigsten Stationen auf dem Weg zum Ziel

In Sachen Praktika und Berufserfahrung gilt für Apotheker dasselbe wie für viele andere Berufe: je mehr, desto besser. Natürlich kann man auch mit weniger auskommen, aber je mehr Praktika und Berufserfahrung man hat, desto besser stehen die Chancen, eine Stelle zu bekommen.

Apotheker haben in der Regel ein Praktikum in einer Apotheke absolviert, bevor sie ihr Studium beginnen. Dies ist jedoch keine Pflicht, sondern lediglich empfehlenswert. Viele Apotheker entscheiden sich dafür, nach dem Studium noch ein weiteres Praktikum zu absolvieren, um sich besser auf den Beruf vorzubereiten.

Berufserfahrung ist für Apotheker ebenfalls sehr wichtig. Viele Arbeitgeber bevorzugen Bewerber mit Berufserfahrung, da sie denken, dass diese besser qualifiziert sind. Apotheker mit Berufserfahrung haben meist einen besseren Überblick über die Arbeit in der Apotheke und können daher ihre Aufgaben besser erledigen.

Allerdings ist es auch möglich, als Apotheker ohne Praktika und Berufserfahrung eine Stelle zu bekommen. Wichtig ist in diesem Fall jedoch, dass man sehr gut qualifiziert ist und überzeugende Bewerbungsunterlagen vorlegen kann.

Weiterbildungsmöglichkeiten für Apotheker

Apotheker sind nicht nur in der Lage, in einer herkömmlichen Apotheke tätig zu sein, sondern auch in einer Reihe anderer Bereiche. Dazu gehören beispielsweise Krankenhäuser, Altenheime oder Pflegeeinrichtungen. Auch die Industrie stellt einen interessanten Arbeitgeber für Apotheker dar. Denn hier können sie ihr Wissen und ihre Kompetenz in die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente und Behandlungsmethoden einbringen.

Wer sich für einen Job in der Apotheke interessiert, sollte also nicht nur über eine fundierte Ausbildung verfügen, sondern auch bereit sein, sich ständig weiterzubilden. Denn nur so kann man den Anforderungen des Berufs gerecht werden und sich auch für die Zukunft rüsten.

Die Zukunft der Apotheke

Einige Experten sind der Ansicht, dass die Zukunft der Apotheke in einem ambulanten Pflegemodell liegt. Dies würde es den Apothekern ermöglichen, enger mit Patienten und Pflegekräften zusammenzuarbeiten und so die Medikamenteneinnahme zu verbessern. Zudem könnten Apotheken dadurch stärker in die Prävention und die Behandlung von Krankheiten eingreifen. Andere sehen die Zukunft der Apotheke in einer stärkeren Integration in das Gesundheitswesen. Dies würde bedeuten, dass Apotheken mehr als nur Medikamente verkaufen, sondern auch andere Gesundheitsdienstleistungen anbieten. Beispielsweise könnten sie Impfungen durchführen oder Patienten bei der Suche nach einem Arzt beraten.

Die Zukunft der Apotheke hängt also von verschiedenen Faktoren ab. Wichtig ist jedoch, dass sich die Apotheken an die Veränderungen im Gesundheitswesen anpassen, um auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen zu können.

Fazit

Ein Apotheker muss vor allem eines mitbringen: eine Leidenschaft für die Arbeit mit Medikamenten und ein großes Interesse an der Wirkung von Arzneimitteln. Dies ist die Grundvoraussetzung, um in diesem Beruf erfolgreich zu sein. Zudem sollte man über ein gutes Allgemeinwissen verfügen, um die komplexen Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Arzneimitteln verstehen zu können. Darüber hinaus ist es wichtig, sorgfältig und genau zu arbeiten, um Fehler zu vermeiden.

* Bildquelle: cottonbro / pexels.com

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