Augeninfarkte – schmerzhaftes Krankheitsbild mit Folgen


Augeninfarkt

Ein Schleier beim Sehen und Schmerzen im Auge können die Vorboten eines Augeninfarkts sein *

Ein Augeninfarkt ist ein sehr schmerzhaftes Krankheitsbild, das auf verschiedene Ursachen zurückzuführen ist. Beim Augeninfarkt handelt es sich um eine umgangssprachliche Bezeichnung, die eher ein Symptom als eine Krankheit beschreibt. Das Auge ist ein kompliziertes Gebilde, das mit zahlreichen kleinen Blutgefäßen durchzogen ist. Diese kleinen Blutgefäße werden in der medizinischen Fachsprache als Kapillaren bezeichnet. Sie münden in größeren Gefäßen, die schließlich zum Herzen und wieder zurückführen.

Wenn sich eines dieser komplizierten Geflechte verschließt, kommt es zu einem plötzlich einsetzenden, stechenden Schmerz. Mit dem Verschluss erfolgt eine Unterbrechung der Blutversorgung. Diese geht auch mit einer fehlenden Nährstoffversorgung einher. In der Folge kann die Sehfähigkeit stark beeinträchtigt werden. Im schlimmsten Falle kann eine vorübergehende Erblindung die Folge sein. Nicht selten bleibt eine dauerhafte Beeinträchtigung des Sehvermögens zurück.

Schleier vor den Augen immer ernst nehmen

Die Symptome, von denen ein Augeninfarkt begleitet wird, können sehr unterschiedlich sein. Nicht selten haben die Betroffenen plötzlich einen Schleier vor den Augen. Dieses Phänomen kann harmlos sein. Kommt aber ein starker Schmerz und ein Ausfall oder eine Beeinträchtigung des peripheren Sehens hinzu, kann es sich um einen Augeninfarkt handeln. Treten diese Symptome gleichzeitig auf, sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Da Termine beim Augenarzt in vielen Regionen rar sind, sollten sich die Betroffenen nicht scheuen und in die Notaufnahme eines Krankenhauses fahren. Eine schnelle Behandlung hilft, das Augenlicht zu erhalten und die negativen Auswirkungen des Augeninfarkts abzumildern.

Behandlungsmethoden sind von der Ursache abhängig

Um eine Therapie für den Augeninfarkt zu finden, ist es wichtig, die genaue Ursache zu ermitteln. Dies ist bei einem Besuch im Krankenhaus am schnellsten möglich. Sind die Symptome beim Augeninfarkt nicht so stark ausgeprägt, können Hausarzt oder Internist herausfinden, was zu der Symptomatik geführt hat. Der Besuch beim Augenarzt ist oftmals nicht der richtige Weg.

Es handelt sich beim Augeninfarkt um eine Gefäßerkrankung und nicht um eine primäre Erkrankung der Augen. Somit sollten Sie sich in die Hände eines Spezialisten begeben, der sich mit Gefäßerkrankungen und ihren Ursachen auskennt. Es ist wichtig festzustellen, ob es sich um den Verschluss einer Vene oder einer Arterie behandelt. Auch ist es wichtig, den Ort des Verschlusses zu lokalisieren. Ziel ist es, den Verschluss aufzulösen und durch verschiedene Therapien einen weiteren Augeninfarkt zu verhindern.

Vorerkrankungen können einen Augeninfarkt begünstigen

Es gibt eine Reihe von Vorerkrankungen, die einen Augeninfarkt begünstigen und mitunter schon früh darauf hinweisen können. Dazu gehören:

  • Verengung oder Verhärtung der Halsschlagader
  • behandlungsbedürftiger Bluthochdruck
  • dauerhaft erhöhter Cholesterinspiegel, der sich durch eine Ernährungsumstellung nicht therapieren lässt
  • Herzkrankheiten und Operationen am Herzen (Bypass, Herzschrittmacher)

Sind Sie wegen einer dieser Erkrankungen bereits in Behandlung, sollten Sie Sehstörungen besonders ernst nehmen. Dies gilt auch dann, wenn Sie beispielsweise einen Schleier vor den Augen bemerken, aber keine Schmerzen verspüren. Lassen Sie sich regelmäßig durchchecken und von einem Augenarzt untersuchen. Es ist wichtig, dass der Augenarzt über Ihre Vorerkrankungen Bescheid weiß. So kann er auf Sehstörungen oder andere Symptome sofort reagieren und Sie gegebenenfalls zu einem Facharzt überweisen.

* Bildquelle: Skitterphoto / pixabay.com

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3 Kommentare zu “Augeninfarkte – schmerzhaftes Krankheitsbild mit Folgen

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