Erste Hilfe bei Herzinfarkt – wie verhält man sich im Notfall?


Bei Verdacht auf Herzinfarkt sofort den Notarzt verständigen

Bei Verdacht auf Herzinfarkt sofort den Notarzt verständigen

Betroffene zögern oft viel zu lange, bis sie den Notruf alarmieren – es verstreichen wertvolle Stunden, die Leben retten können. Denn  bei einem Herzinfarkt sind bereits Minuten entscheidend. Bei einem Brustschmerz, der länger als 5 Minuten andauert, sollte sofort ein Notruf über die 112 abgesetzt werden. Rechtzeitiges Handeln und Ruhe bewahren ist bei einem Herzinfarkt oberstes Gebot, um bleibende Schäden am Herzen zu vermeiden. Ein Notarzt kann mit einem mobilen EKG feststellen, ob es sich um einen Herzinfarkt handelt und kann die notwendige Soforthilfe einleiten. Auch bis der Notarzt eintrifft, sollte der Betroffene durch Erste-Hilfe-Maßnahmen versorgt werden.

Soforthilfe durch den Notarzt beim Herzinfarkt


Nicht zögern, sondern Notarzt alarmieren. Bei Verdacht auf Infarkt, welcher sich an den typischen Anzeichen eines Herzinfarktes festmachen lässt, umgehend ärztliche Hilfe konsultieren. Bereits Minuten entscheiden darüber, wie gut ein Herzinfarkt überstanden wird und ob Folgeschäden am Herzen zurückbleiben.
Der eingetroffene Notarzt verschafft sich zunächst ein Bild von der Situation, stellt explizite Fragen zur Vorgeschichte, zu akuten Beschwerden und eventuell eingenommenen Medikamenten. Die körperliche Untersuchung und ein EKG vor Ort bestätigen die Diagnose Herzinfarkt. Die Erstversorgung wird ebenfalls noch an Ort und Stelle eingeleitet, denn wichtigstes Ziel ist es, die verstopfte Arterie wieder zu öffnen. Der Notarzt informiert die zuständige Kardiologie im nächstgelegenen Krankenhaus und macht den Patienten transportfähig. Die weitere Herzinfarkt Behandlung erfolgt dann in der Klinik.

Erste Hilfe beim Herzinfarkt – wie helfen, bevor der Notarzt kommt?

Vor dem Antreffen können Ersthelfer bereits einiges für den Betroffenen tun. Das Wichtigste: Zu allererst schnell den Notarzt anrufen (Notrufnummer: 112), Symptome schildern und Verdacht auf Herzinfarkt äußern. Während des Wartens auf den Notarzt sollte der Patient nicht alleine gelassen werden und kontrolliert werden, ob Bewusstsein und Atmung vorhanden sind. Ist der Patient ansprechbar, bringen Sie ihn in eine bequeme, liegende Position. Den Kopf am besten etwas erhöhen und bspw. mit einem Kissen abstützen. Leidet der Betroffene an Atemnot, ist eine sitzende Position angebracht. Der Patient sollte von einengenden Kleidungstücken wie Krawatten, Hemdkragen etc. befreit werden und keiner Unruhe ausgesetzt sein. Hektik und Stress um ihn herum sind gefährlich.
Bei Bewusstlosigkeit sollte der Betroffene in eine stabile Seitenlage gebracht werden. Bei Atemstillstand sofort mit Reanimationsmaßnahmen beginnen (Herzdruckmassage und Atemspende). Die Herzmassage ist dabei das Wichtigste – wer unsicher ist, sollte sich zunächst darauf konzentrieren. Heißt: mindestens fünf Zentimeter tiefes Drücken in der Mitte des Brustkorbes und die Wiederholung dieser Bewegung mindestens 100 Mal pro Minute. Die Notrufzentrale kann per Telefon Unterstützung leisten, wenn Wiederbelebungsmaßnahmen nicht ausreichend bekannt sind.

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Bildquelle:
Rettungswagen: Thorsten Freyer  / pixelio.de

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