Unsichtbare Zahnkorrektur mit der lingualen Zahnspange


Zahnkorrektur mit lingualer Zahnspange

Zahnkorrektur mit einer lingualen Zahnspange: sie ist „unsichtbar“ *

Es trifft jedes Jahr zahlreiche Jugendliche und Erwachsene: Eine Zahnkorrektur ist aufgrund der die Zahngesundheit gefährdenden Fehlstellungen nötig. Schön ist so eine Zahnspange nie, das ändern auch transparente Kunststoffe in allen Regenbogenfarben mit Glitzer und ähnliche Spielereien nicht. Schon in der ersten Jahreshälfte 2019 haben einige Krankenkassen und Fachmagazine auf eine neue Technologie aufmerksam gemacht: die linguale Zahnspange.

Der Begriff „lingual“ kommt aus dem Lateinischen und ist manchen Menschen vielleicht aus der Linguistik oder dem Sprachunterricht bekannt: Er bedeutet „zungenseitig“. Die linguale Zahnspange wird innen auf die Zähne aufgebracht, es handelt sich um eine „feste Spange“, die längere Zeit auf den Zähnen verbleibt und nicht bei jeder Mahlzeit aus dem Mund genommen wird. Die Lingualtechnik besteht nun darin, dass die Brackets, also die kleinen Plättchen der festen Zahnspangen, auf der Zahninnenseite (zungenseitig) an den Zähnen befestigt werden. Dadurch ist die Spange von außen nicht sichtbar, auch nicht bei breitem Grinsen, lautem Lachen, beim Essen oder bei Gesprächen.

Lingualtechnik schon seit den 1970er Jahren bekannt

Menschen, die im Rahmpenlicht stehen, beispielsweise auf Bühnen oder vor der Kamera, profitieren von dieser Technologie. Die Zahnspangen sind aber auch für all jene geeignet, die einfach keine Lust auf eine sichtbare Spange haben. Seit etwa Mitte der 1990er Jahre sind Behandlungen mit der Lingualtechnik mehr oder weniger weltweit in unterschiedlichen Systemen möglich.

Die Lingualtechnik eignet sich zur Behebung von Fehlstellungen wie einem Kreuzbiss oder einem Deckbiss. Fehlt die Zahnanlage oder wurden Zähne gezogen, können linguale Zahnspangen intakte Zähne soweit verschieben, dass die Lücken gefüllt werden. Kieferorthopäden wie Doc Sander in München bietet die linguale Zahnspange an. Bis heute hat sich die Technik etabliert, sie wird beständig weiterentwickelt.

Vor allem bei Erwachsenen beliebt

Nicht immer finden Zahnkorrekturen in jungen Jahren statt. Manche Fehlstellungen oder andere kieferorthopädische Probleme ergeben sich erst im Erwachsenenalter. Erwachsene Menschen legen allerdings viel Wert auf ein gepflegtes Erscheinungsbild, eine feste Spange stört sie oft.

Die Vorteile der Lingualtechnik liegen ganz klar in der unsichtbaren Korrektur der Zahnstellung. Eine linguale Zahnspange kann immer dann getragen werden, wenn der Zahnwechsel abgeschlossen ist. Da die Drähte und Brackets die Zahnvorderseite nicht verdecken, sind Fortschritte in der Behandlung sofort sichtbar. Das motiviert, die Behandlung auf jeden Fall komplett durchzuführen. Manchmal hinterlassen die Brackets an den Zahnoberflächen kleine, entmaterialisierte Stellen, die sehr weiß erscheinen. Diese Stellen fallen an den Zahninnenseiten natürlich nicht so sehr auf, außerdem können sie leichter remineralisiert werden als auf der Außenseite.

Feineinstellung nicht immer ganz einfach

Natürlich hat die Lingualtechnik nicht nur Vorteile. Vor allem die Feineinstellung der Zähne ist während der Korrektur etwas schwieriger. Denn die innenseitig befestigten Brackets sind nur schwer zu erreichen, und mit ihnen lassen sich die Kräfte, die auf die Zähne wirken, nicht so einfach koordinieren. Dazu kommt, dass Sprechen mit der lingualen Zahnspange erst geübt werden muss, es fällt nicht von Anfang an leicht. Das kennt aber jeder, der eine „lose Zahnspange“ trägt – auch da fällt der Redefluss manchmal etwas unartikuliert aus.

Die Lingualtechnik geht bei den meisten Arten von Zahnkorrektur mit einem etwas höheren Zeitaufwand einher. Und das betrifft sowohl die Zeit, die Patienten und Patienten im Zahnarztstuhl verbringen, als auch die gesamte Dauer der Therapie. Die Kosten sind etwas höher als bei einem außen befestigten Bracketsystem. Allerdings übernehmen die Krankenkasse und Zahnzusatzversicherungen auch hier einen Teil der Kosten und zahlen Zuschüsse.

* Bildquelle: luckybusiness / stock.adobe.com

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