Sport trotz Arthrose – Warum Bewegung hilft


Nordic Walking bei Arthrose

Nordic Walking bei Arthrose: hört sich vielleicht seltsam an, kann aber helfen! *

Schwellungen und Schmerzen begleiten Patienten, die unter Arthrose leiden, ständig in ihrem Leben. Daher versuchen viele Erkrankte, dem weiteren Gelenkverschleiß so gut wie möglich vorzubeugen und treiben daher nur sehr wenig oder überhaupt keinen Sport.

Allerdings kann dies sogar kontraproduktiv sein. Weshalb Bewegung bei Arthrose helfen kann, zeigt der folgende Artikel.

Arthrose – Was ist das überhaupt?

Die Krankheit Arthrose beschreibt die charakteristische Verschleiß- und Abnutzungserscheinungen von Gelenken. Betroffene leiden dadurch unter Schmerzen, besonders in den Hüft- und Kniegelenken. Doch auch weitere Gelenke, wie die der Füße oder der Finger, können von der Arthrose betroffen sein.

Die Gelenke werden bei allen Bewegungen beansprucht, damit die beteiligten Knochen nicht aneinander reiben. Die Gelenkknochen sind dafür mit Knorpel ausgestattet, außerdem wird in den Gelenkkapseln die Gelenkflüssigkeit produziert, welche die Gleitfähigkeit der Gelenke zusätzlich unterstützt.

Bei Menschen, die sich nicht viel bewegen, werden geringere Mengen dieser Schmierflüssigkeit hergestellt, wodurch der Knorpel für entsprechende Abnutzungserscheinungen anfälliger wird. Dennoch kann auch eine zu starke Belastung schädlich sein, da sich die Knorpelflächen dadurch im Laufe der Jahre verstärkt abnutzen. Zu Beginn findet ein Ausfasern der Knorpelschichten statt, durch die zerstörten Zellen des Knorpels kommt es dann zu einer Entzündung der Innenhaut des Gelenks, wodurch Schmerzen hervorgerufen werden.

Ist der Verschleiß des Knorpels erst einmal eingetreten, kommt es auch zu Schäden am Knochen.

Wird die Erkrankung nicht professionell behandelt, beginnt der Körper aus Selbstschutz Versteifungen und Auswüchse in den betroffenen Stellen zu entwickeln. Allerdings kommt es durch Fehlhaltungen oder Überlastungen trotzdem zu einer stetig fortschreitenden Zerstörung des Gelenks.

Arthrose – Bewegung trotz Schmerzen?

Erfahrene Orthopäden, wie Orthopäde Dr. Clasbrummel, sind voller Überzeugung der Meinung, dass das oberste Gebot bei Arthrose „Bewegung“ lautet. Das Knorpelgewebe wird nämlich nicht nur durch die Bewegung besser durchblutet, sondern durch die Gelenkflüssigkeit auch mit wichtigen Nährstoffen versorgt.

Auch bei einer vorliegenden Arthrose wird durch Bewegung und Sport die Produktion dieser Flüssigkeit angeregt. Dadurch verläuft die Verteilung der Gelenkflüssigkeit im Gelenk optimaler und sie kann durch den Knorpel aufgesaugt werden. Daher ist es ein Fehler, wenn Patienten bei einer Arthrose Bewegung und Sport aus ihrem Alltag streichen.

Das müssen Arthrose-Patienten beim Sport beachten

Wichtig ist, dass eine Sportart gewählt wird, die dennoch gelenkschonend ist. Leichter Ausdauersport, wie Aquagymnastik, Schwimmen, Nordic Walking oder Fahrradfahren sind besonders zu empfehlen. Natürlich sollte eine Sportart ausgesucht werden, die Spaß bereitet. So ist es gar nicht schwer, regelmäßig zu trainieren. Liegen Probleme beim Gehen vor, können Wanderstöcke Abhilfe schaffen.

Bei einer Arthrose sollte idealerweise pro Woche dreimal für mindestens 30 Minuten einer sportlichen Aktivität nachgegangen werden. Menschen, die den Hauptteil ihres Tages am Schreibtisch verbringen, sollten sogar jeden Tag aktiv werden. Bei einem 90-jährigen Menschen reicht es beispielsweise allerdings schon aus, wenn er sich pro Tag fünf Minuten aktiv bewegt.

Betroffene leiden zusätzlich zu ihrer Arthrose häufig auch unter Übergewicht. Die sportliche Betätigung spielt neben einer gesunden Ernährung für den Gewichtsverlust ebenfalls eine wichtige Rolle. Die Sporteinheit sollte in diesem Fall mindestens 40 Minuten betragen, da das Glykogen in den Muskeln erst nach einer Betätigung von 40 Minuten abgebaut wird und dann der Fettabbau einsetzt.

* Bildquelle: Mario Ohibsky / pixabay.com

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