Wann braucht mein Körper Nahrungsergänzungsmittel?


Nahrungsergänzungsmittel

Wann sind Nahrungsergänzungsmittel gute und richtige Helfer? *

Die Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen ist für den menschlichen Körper in jedem Lebensalter wichtig. Im Grunde ist jeder Mensch gut versorgt, wenn er sich ausgewogen ernährt. Trotzdem gibt es im Leben Situationen, in den der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen höher ist. Hier kann die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln hilfreich sein. Doch wann braucht mein Körper Nahrungsergänzungsmittel tatsächlich?

Nahrungsergänzungsmittel werden im Handel in vielen verschiedenen Formen angeboten

Im Jahr 2020 wurden laut dem Informationsdienst IQVIA mehr als 2,3 Milliarden Euro mit Nahrungsergänzungsmitteln umgesetzt. Am gefragtesten waren Vitamine und Mineralstoffe. Eisen und die sogenannten B-Vitamine sind in Deutschland sehr gefragt. Die verschiedenen Präparate werden in flüssiger Form, Dragees oder auch als Brausetabletten angeboten. Spezialisten warnen allerdings davor, dass diese Nahrungsergänzungen die Ernährung und die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen nur ergänzen und nicht ersetzen sollen. Auch natürliche Nahrungsergänzungen wie Bio-Vitamin C, Omega-3, B-Vitamine auf pflanzlicher Basis, Aloe vera, Manuka und Oxymel sind sehr gefragt. Die Mischung aus Essig und Honig wurde schon zu Zeiten von Hippokrates und den alten Griechen eingesetzt, um geschwächte Menschen zu stärken. Infektiöse Patienten wurden mit Oxymel behandelt, um das Fieber zu senken und Schleim zu lösen. Legenden nach hatten auch die römischen Legionäre die Nahrungsergänzung im Marschgepäck, wenn sie in die Schlachten zogen.

Stress kann zu einem erhöhten Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen führen

Wer sich in einer besonderen Lebenssituation befindet oder bestimmte Ernährungsgewohnheiten hat, kann auch einen erhöhten Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen haben. Zu einem erhöhten Bedarf führt zum Beispiel Stress, emotionale Einflüsse sowie körperliche oder geistige Überbeanspruchung.

Auch wer frisch operiert wurde, kann einen erhöhten Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen haben. Zu dieser Gruppe zählen auch Raucher, Menschen mit erhöhtem Alkoholkonsum, Teenager und Frauen, die zur Verhütung die Pille einnehmen. Der Bedarf an Vitamin B6, aber auch B2 und Folsäure ist bei Frauen, die mit der Pille verhüten, höher. Menschen, die eine Diät machen, haben oftmals die Schwierigkeit, den Vitamin- und Mineralstoffbedarf mit der Ernährung zu decken. Dies gilt schon bei Diäten, die mit 1.500 Kilokalorien pro Tag gemacht werden. In vielen Fällen ist bei diesen Diäten eine Unterversorgung vorprogrammiert, die aber gezielt mit Nahrungsergänzungsmitteln aufgefangen werden kann.

Schwangere, stillende Frauen und Senioren können mit Nahrungsergänzungsmitteln den täglichen Bedarf ergänzen

Schwangere und stillende Frauen haben stets einen erhöhten Mineralstoff- und Vitaminbedarf. Der tägliche Bedarf steigt bei schwangeren Frauen um etwa 30 Prozent. In der Stillzeit können es unter verschiedenen Umständen sogar bis zu 100 Prozent sein. Es liegt in fast allen Fällen ein besonderer Bedarf an den Vitaminen A, B1, B2, B6 und C vor. Des Weiteren fehlen Mineralstoffe wie Eisen, Zink, Jod und Calcium. Auch Folsäure wird in der Schwangerschaft und Stillzeit benötigt. Eine weitere Gruppe von Menschen, bei denen Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll eingesetzt werden können sind Senioren. Ältere Menschen haben einen gesenkten Energiebedarf und leiden oftmals an Appetitlosigkeit. Die Folgen sind das Fehlen der Vitamine A, B2 und B6, C und Folsäure sowie der Mineralstoffe Eisen und Kalzium.

* Bildquelle: Bruno /Germany / pixabay.com

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