Nagelpilz – ein unangenehmer Begleiter


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Nagelpilz: er bleibt leider zu oft unerkannt! *

Nagelpilz, auch Nagelmykose genannt, ist eine nicht schwerwiegende Erkrankung der Nägel, die aber deshalb nicht weniger lästig ist. Besonders jetzt in der Sommerzeit kann Nagelpilz auch am Selbstbewusstsein nagen. Viele verstecken ihre Nägel daher, was aber in der warmen Jahreszeit oft noch zu einer Verstärkung der Probleme führen kann. Bei Nagelpilz ist es daher wichtig schnelle und wirkungsvolle Maßnahmen zu ergreifen. Die Entstehung von Nagelpilz kann aber auch verhindert werden. Selbst Risikogruppen können mit wenigen Maßnahmen Nagelpilz vorbeugen.

Was genau ist Nagelpilz?

Wie der Name schon verrät, handelt es sich bei Nagelpilz tatsächlich um Pilze, die sich unter und an der Nagelplatte ansiedeln. In der Regel sind es Hefe- und Schimmelpilze, die den Nagel angreifen und im schlimmsten Fall zerstören können. Wie bei allen Pilzen ist für die Entstehung ein feuchtes und warmes Milieu nötig. Das ist bei den Fußnägeln meist häufig gegeben, weswegen Nagelpilz an Zehennägeln öfter vorkommt als an Fingernägeln. So kann der Nagelpilz häufig unentdeckt bleiben. Eine Infektion erkennt man meist an einer gelblichen Verfärbung der Nägel, der ein Verlust des Nagelglanzes vorausgeht. Im frühen Stadium sind meist nur vereinzelte Nägel betroffen. Die Pilzkultur kann sich aber ausbreiten und auf weitere Nägel überspringen.

Wie bekommt man Nagelpilz?

Es gibt unterschiedliche Wege sich Nagelpilz einzufangen. Besonders im Sommer steigt das Risiko einer Infektion. Es ist warm und feucht und der Mensch schwitzt. Wer überdurchschnittlich viel schwitzt, gehört zur Risikogruppe. Daneben sind auch Personen mit Stoffwechselerkrankungen, Gendefekten und Immunerkrankungen betroffen, sowie Patienten mit Diabetes. Diese werden besonders häufig von den Pilzen befallen. Einer Schätzung zufolge tragen etwa fünf bis zwölf Prozent der Europäer Nagelpilzkulturen mit sich. Zu einem Ausbruch der Krankheit muss es deswegen aber noch nicht kommen. Denn neben der Anfälligkeit gibt es noch eine Reihe weiterer Faktoren, die den Ausbruch begünstigen können.

Schwimmbäder, Freibäder und Fußbäder sind im Sommer eine willkommene Erfrischung in der Hitze. Doch so ungern man es hören möchte, Schwimmbäder und Co. sind wahre Keimschleudern und ein Paradies für Pilze. Es reicht schon aus, wenn nur einige Badegäste Nagelpilz haben, um die Sporen und Pilze zu verteilen. Da viele Badegäste barfuß herumlaufen, können diese Pilze dann aufgenommen werden. In Fußbädern besteht ein ähnliches Risiko. Dort können sich die Pilze im Wasser verbreiten. Bei eiskalten Fußbädern ist dieses Risiko aber deutlich geringer, da die Kälte den Pilzen nicht so gut bekommt. Grundsätzlich ist jeder feuchte und warme Ort ein Paradies für Pilze.

Nagelpilz vorbeugen

Ein Schwimmbadbesuch oder das Fußbad ist noch lange kein Grund Fußpilz zu bekommen. Denn so schnell entsteht die Pilzkultur auch wieder nicht. Wichtig ist es nur, kein dauerhaft feuchtes und warmes Milieu um den Fuß herum zu haben. Sprich: Nach dem Baden sollten die Füße mit sauberem Wasser abgespült und getrocknet werden. Ein Risiko sind auch die Schuhe. Wer im Sommer lange feste Schuhe tragen muss, der schwitzt viel und erhöht so auch das Nagelpilzrisiko. Daher sollten die Füße immer mal wieder gewaschen werden. Auch das Barfußlaufen kann im Sommer vorteilhaft sein, denn entstehender Fußschweiß kann so schnell verdunsten.

Was tun, wenn man doch mal Nagelpilz bekommt

Nagelpilz ist kein Grund zur Panik. Die im Grunde harmlose Erkrankung kann mit einfachen Mitteln wieder eingedämmt werden. Bei leichtem Befall können antimykotische Salben und Nagellacke aufgetragen werden, die den Nagelpilz in wenigen Tagen stark dezimieren können. In schlimmeren Fällen muss der Nagel abgelöst werden, was bei vorangeschrittenem Nagelpilz im Übrigen schmerzarm ist. Der Nagelpilz auf dem Nagelbett wird beseitigt und der neue Nagel kann wieder normal nachwachsen. Auch eine Behandlung mit verdünnten Säuren, Lavendelöl oder Teebaumöl konnte sich als wirkungsvoll erweisen.

* Bildquelle: rawpixel / pixabay.com

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