Wenn die Erkältung weiterwandert: Bronchitis


Bronchitis-Infographik

Bronchitis: Vergleich einer normalen Bronchie mit einer infizierten Bronchie *

Bei einer Bronchitis handelt es sich um eine akute Entzündung der Schleimhäute in den Bronchien. Häufig folgt die Bronchitis einer vorangegangenen Entzündung der oberen Luftwege im Nasen- und Rachenraum und wird in den meisten Fällen von Viren verursacht. Normalerweise heilt eine unkomplizierte, akute Bronchitis innerhalb von sieben bis zehn Tagen wieder aus. Aber es kann auch zu einer bakteriellen Superinfektion oder einer chronischen Bronchitis kommen. Die Behandlung einer Bronchitis sollte zunächst mit viel Ruhe und pflanzlichen Wirkstoffen passieren bevor zu starken Medikamenten wie Antibiotika gegriffen wird.

Formen der Bronchitis

Eine Bronchitis, die oft als Folge einer Erkrankung der oberen Luftwege auftritt, wird meist als akute Bronchitis bezeichnet. Die Erreger wandern tiefer in die Atemwege ab und erzeugt eine Entzündung in der Bronchialschleimhaut. Typische Symptome einer akuten Bronchitis sind anfangs trockener, quälender Husten mit Kopf- und Gliederschmerzen und später auch Auswurf.

Wenn die akute Bronchitis nicht richtig ausheilt und der Husten über ein Jahr anhält, spricht man von einer chronischen Bronchitis. Auch hier zeigt sich die Erkrankung hauptsächlich durch starken Husten mit Auswurf.

In einigen Fällen kommt es zudem zu einer dauerhaften Verengung der Atemwege. Diese Form der Bronchitis wird als chronisch-obstruktive Bronchitis oder spastische Bronchitis bezeichnet. Geht diese Form der Bronchitis mit einer Überblähung der Lungenbläschen einher, wird sie als chronisch-obstruktive Bronchitis mit Lungenemphysem (COPD) bezeichnet.

Tritt eine Bronchitis parallel zu einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) auf, spricht man von einer Sinubronchitis. Neben den oben genannten Symptomen einer akuten Bronchitis kommen Kopfschmerzen, ein schlechter Geschmack im Mund und starke Sekretbildung in Nase und Rachen hinzu.

Ist neben der Bronchialschleimhaut auch die empfindliche Schleimhaut der Luftröhre entzündet (Tracheitis), handelt es sich um eine Tracheobronchitis. Auch nachdem die Entzündung abgeheilt ist, kann ein trockener Husten über Wochen hinweg anhalten.

Ursachen einer Bronchitis und Risikofaktoren

Eine Bronchitis wird meist per Tröpfchenübertragung oder Schmierinfektion weitergegeben. In großen Menschenansammlungen und öffentlichen Verkehrsmitteln werden die Viren besonders häufig durch Husten, Niesen oder Kontakt beim Händeschütteln übertragen. In selteneren Fällen sind Bakterien, Pilze oder chemische Reize die Ursache für eine akute Bronchitis.

90 Prozent aller Patienten mit chronisch-obstruktiven Atemwegserkrankungen waren oder sind Raucher. Damit ist Rauchen ist ein sehr starker Risikofaktor für die Entwicklung einer chronischen Bronchitis.

Behandlung einer akuten Bronchitis

Eine unkomplizierte, akute Bronchitis heilt in den meisten Fällen auch ohne weitere Behandlung innerhalb von sieben bis zehn Tagen von selbst aus. Hausmittel wie Brustwickel, das Einreiben der Brust mit Salben und das Inhalieren mit Salzwasser helfen dabei, das Immunsystem zu stärken und befeuchten die Schleimhäute. Bei produktivem Husten hilft ein Schleimlöser dabei, die Reinigung der Atemwege zu beschleunigen. Ist der Husten trocken und sehr schmerzhaft, kann auch der Einsatz eines Hustenstillers sinnvoll sein, um genügend Schlaf und Erholung zu bekommen.

Sobald eine virale Bronchitis von Bakterien besiedelt wird, spricht man von einer Superinfektion. Gelbgrüner Auswurf und eine quälende Verlängerung des Hustens sind die Folge. In diesem Fall sollte ein Antibiotikum eingenommen werden.

Vorsicht ist besser als Nachsicht: So beugen Sie einer Bronchitis vor

Die beste Vorsorge gegen die Entstehung einer chronischen Bronchitis ist der Verzicht auf Rauchen und die Meidung von möglichen Reizstoffen. Ein gesunder Lebensstil mit viel Bewegung, ausgewogener Ernährung und frischer Luft hilft außerdem dabei, das Immunsystem zu stärken. So können Viren und Bakterien schon vor dem Ausbruch einer Erkrankung abgewehrt werden. Auch Schutzimpfungen gegen Influenzaviren helfen dabei, das Risiko für die Erkrankung zu senken.

* Bildquelle: sakurra / fotolia.com

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