Vorsorgeuntersuchungen für Erwachsene: Krebsfrüherkennung


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Mammographie im Rahmen der Krebsfrüherkennnung *

Bei kaum einer anderen Krankheit ist die möglichst frühe Diagnose für einen erfolgreichen Therapieverlauf so wichtig wie bei einer Krebserkrankung. Insofern sollten Sie bei krankheitsbedingtem Besuch, den zweijährigen Check-Ups oder bei Frauen im Rahmen der regelmäßigen gynäkologischen Untersuchungen Ihre Ärztin oder Arzt ansprechen und gemeinsam prüfen, welche Vorsorgeuntersuchungen für die Krebsfrüherkennung angezeigt sind. Dementsprechend gibt es auch und vor allem im Bereich der Krebsfrüherkennung einen fundierten Vorsorgefahrplan, der ab einem bestimmten Alter Ansprüche auf  Früherkennungsuntersuchungen von bestimmten Krebserkrankungen enthält, der aber aufgrund von persönlichen oder familiären Erkenntnissen zu individualisieren ist.

Hautkrebs-Screening

Die Früherkennung von Hautkrebs, das sogenannte Hautkrebs-Screening, dient der möglichst frühen Diagnose des Malignen Melanoms („schwarzer Hautkrebs“), dem Basallzellkarzinom, und dem Spinozellulären Karzinom (beide „weißer Hautkrebs„). Frauen und Männer können und sollten dieses wichtige Hautkrebs-Screening ab einem alter von 35 Jahren und alle zwei Jahre in Anspruch nehmen. Diese Vorsorgeuntersuchung im Rahmen der Krebsfrüherkennung erfolgt mittels einer Ganzkörperuntersuchung der Haut, inklusive des behaarten Kopfes und aller Körperhautfalten (vor allem Achselhöhlen, Leisten, Gesäßspalte, Finger- und Zehenzwischenräume, Bauchnabel, Bereich unter der Brust bei Frauen). Über die Ergebnisse wird informiert und beraten und im Falle eines verdächtigen Befundes erfolgen weitere Abklärungen bei einem Dermatologen / einer Dermatologin.

Vorsorgeuntersuchungen zur Krebsfrüherkennung bei Frauen

Krebsfrüherkennung für Frauen ab dem 20. Lebensjahr

Bereits ab dem 20. Lebensjahr einer Frau beginnt die Früherkennung von Krebserkrankungen der Geschlechtsorgane. Dazu gehören ein gezieltes Gespräch zur Ermittlung der persönlichen oder auch familiären krankheitsgeschichte (Anamnese), zum Beispiel durch Fragen nach Beschwerden, Blutungsstörungen, Ausfluss. Bei der Untersuchung des Muttermundes wird auch Untersuchungsmaterial vom Muttermund und aus dem Gebärmutterhals (Krebsabstrich) entnommen und eine zytologische Untersuchung (Pap-Test) durchgeführt. Ebenfalls erfolgt eine gynäkologische Tastuntersuchung, über alle Ergebnisse wird die Patientin anschließend informiert und über eventuelle Maßnahmen beraten.

Krebsfrüherkennung für Frauen ab dem 30. Lebensjahr

In Ergänzung zu der oben genannten Krebs-Vorsorgeuntersuchung der weiblichen Geschlechtsorgane ergänzen sich nun die Früherkennungsuntersuchungen von Krebserkrankungen der Brust (Mamma). Auch zu diesem Thema gibt es wieder eine Anamnese, zum Beispiel mit Fragen nach Veränderungen oder Beschwerden der Brust. Brust und auch die Lymphknoten werden abgetastet, die Patientin erhält dabei ebenfalls eine Anleitung, dies auch selbst und damit sehr oft und regelmäßig tun zu können.

Krebsfrüherkennung für Frauen ab dem 35. Lebensjahr

Zusätzlich zu den Vorsorgeuntersuchungen Krebsfrüherkennung der Geschlechtsorgane und der Brust (siehe oben) ergänzt sich im zweijährigen Rhythmus nun die Krebsfrüherkennung der Haut. Weitere Informationen dazu siehe oben.

Krebsfrüherkennung für Frauen ab dem 50. Lebensjahr

Die Brust-Vorsorgeuntersuchung (siehe oben) wir ab nun alle zwei Jahre um das Mammographie-Screening erweitert. Die Mammographie ist eine spezielle Röntgenaufnahme, die feine Details der Brustdrüse zeigt. Alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren werden schriftlich informiert und zu diesen Vorsorgeuntersuchungen bei zertifizierten Screening-Einheiten eingeladen.

Mit dem 50. Lebensjahr setzt auch die Früherkennung von Krebserkrankungen des End- und des übrigen Dickdarms ein, die bis zum 54. Lebensjahr mittels eines Tests auf verborgenes Blut im Stuhl erfolgt. Der Enddarm und ab dann auch der übrige Dickdarm können ab dem 55. Lebensjahr entweder mit zwei Koloskopien (Darmspiegelungen) oder weiterhin alle zwei Jahre mit Tests auf verborgenes Blut im Stuhl untersucht werden.

Vorsorgeuntersuchungen zur Krebsfrüherkennung bei Männern

Krebsfrüherkennung für Männer ab dem 35. Lebensjahr

Die Ansprüche für Vorsorgeuntersuchungen zur Krebsfrüherkennung beginnen bei den Männern ab dem 35 Lebensjahr und im zweijährigen Rhythmus mit der Krebsfrüherkennung der Haut, dem sogenannten Hautkrebs-Screening. Weitere Informationen dazu siehe oben.

Krebsfrüherkennung für Männer ab dem 45. Lebensjahr

Zusätzlich zum Hautkrebs-Screening ab dem 35. Lebensjahr ergänzen sich ab dem 45. Lebensjahr bei Männern die Krebs-Vorsorgeuntersuchungen der Geschlechtsorgane, die jährlich möglich ist. Nach einer Anamnese (Aufnahme der bisherigen Krankheitsgesichte) erfolgen die Untersuchung und Abtasten der äußeren Geschlechtsorgane, eine Tastuntersuchung der Prostata und der Lymphknoten. Auch hier bildet das über die Ergebnisse informierende und beratende Abschlussgespräch den Abschluss dieser Vorsorgeuntersuchung.

Krebsfrüherkennung für Männer ab dem 45. Lebensjahr

Ebenso wie bei den Frauen setzt mit dem 50. Lebensjahr auch bei Männern die Früherkennung von Krebserkrankungen des End- und des übrigen Dickdarms ein, die bis zum 54. Lebensjahr mittels eines Tests auf verborgenes Blut im Stuhl erfolgt. Der Enddarm und ab dann auch der übrige Dickdarm können ab dem 55. Lebensjahr entweder mit zwei Koloskopien (Darmspiegelungen) binnen 10 Jahren oder weiterhin alle zwei Jahre mit Tests auf verborgenes Blut im Stuhl untersucht werden.

Linktipps Vorsorgeuntersuchungen

* Bildquelle: gemeinfrei / Wikipedia

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