Volkskrankheit Rückenschmerzen – was Sie dagegen tun können


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Gegen die Volkskrankheit Rückenschmerzen: Bewegung und ergonomische Arbeitsplätze *

Rückenschmerzen tun nicht nur weh, sie können Sie im Alltag auch ziemlich einschränken. Im fortgeschrittenen Stadium sind selbst Einkaufen oder kleine Spaziergänge eine Qual, und diese Krankheit wieder loszuwerden, bedarf oft einer langwierigen Therapie.

Dennoch ist dieses Leiden mittlerweile so weit verbreitet, dass man es mit Fug und Recht als Volkskrankheit bezeichnen kann. Der Grund dafür: Wir bewegen uns viel zu wenig. Die WHO empfiehlt, jeden Tag 10.000 Schritte zu gehen. So wird die Muskulatur gestärkt, und es kommt erst gar nicht zu Verspannungen und den daraus resultierenden Schmerzen.

Bürojob, Onlineshopping und Co. haben gefährliche Konsequenzen

Auf diese Zahl kommt jedoch kaum jemand, es sei denn man macht gezielt Sport. Alle anderen verbringen den Großteil Ihres Tages sitzend vor dem PC, danach geht es vielleicht noch in den Supermarkt, und zuhause angekommen landet man direkt auf dem Sofa, wo man sich per Tablet im Internet Klamotten bestellt. Das scheint alles sehr angenehm, ist für den Körper jedoch Gift.

Die Folgen sind Rückenschmerzen, die unbehandelt leicht chronisch werden können sowie andere gefährliche Erkrankungen. So steigen beispielsweise das Diabetes- und das Infarktrisiko. Dieser Entwicklung gilt es gezielt gegenzusteuern. Mit den folgenden Maßnahmen entlasten und stärken Sie Ihren Rücken.

Sportliche Aktivität

Für den Körper gibt es kaum etwas Besseres, als regelmäßig Sport zu treiben. Das hilft nicht nur dem Rücken, sondern auch anderen Muskelgruppen. Zudem werden Herzkreislauf- und Immunsystem gestärkt, und die Ausschüttung von Glückshormonen trägt ebenfalls zu einem erhöhten Wohlbefinden bei.

Wichtig ist dabei Abwechslung. Wer immer nur die gleichen Muskelgruppen beansprucht, nimmt dem Sport sehr viel von seinem Nutzen. Experten raten deswegen dazu, Mannschaftssportarten wie Basketball oder Handball mit Aktivitäten wie Radfahren oder Schwimmen zu kombinieren. So werden verschiedene Muskelpartien abwechselnd beansprucht, was dem gesamten Körper zu Gute kommt – auch dem Rücken.

Ergonomie am Arbeitsplatz

Wie oben angesprochen, trägt auch unser Verhalten am Arbeitsplatz dazu bei, dass 75% der Deutschen zumindest ab und an über Rückenschmerzen klagen. Das liegt einerseits daran, dass wir ständig sitzen, und andererseits daran, dass wir das auch noch falsch tun.

Um die Ergonomie im Berufsalltag zu erhöhen, sollte man folgende Ratschläge umsetzen:

  • Der Bürostuhl sollte so eingestellt werden, dass die Beine im Sitzen rechtwinklig auf dem Boden stehen.
  • Den Schreibtisch sollte man so ausrichten, dass die Arme beim bequemen Sitzen rechtwinklig darauf ableget werden können.
  • Die Entfernung zwischen Auge und Bildschirm sollte an die Größe des Monitors angepasst werden, sprich 50 cm Abstand bei 15 Zoll, 80 cm Abstand bei 18 Zoll etc. Zudem sollten der obere Rand des Bildschirms ca. auf Augenhöhe und der Raum gut ausgeleuchtet sein.
  • Wer keinen verstellbaren Bürostuhl hat, sollte seinen Arbeitgeber unbedingt darum bitten. In diesen kann man in mehreren Positionen bequem arbeiten, und schon dieses „dynamische Sitzen“ wirkt in Sachen Rückengesundheit Wunder.
  • Gleiches gilt für einen höhenverstellbaren Schreibtisch: Wer ab und an im Stehen arbeiten kann, schont seinen Rumpf nachhaltig.

Auch im Haushalt kann man einiges tun

Bei der täglichen Arbeit in Ihren vier Wänden können Sie ebenfalls hilfreiche Maßnahmen ergreifen, die Ihrem Rücken gut tun. Das gilt besonders in der Küche – dem Raum, in dem sie am häufigsten am Werk sind. Ergonomie beginnt hier schon bei der Planung: Arbeitsplatten, Spüle und Kochflächen sollten in einer Höhe angebracht werden, die die jeweiligen Arbeiten möglichst leicht von der Hand gehen lassen.

Auch bei der Anordnung der verschiedenen Komponenten können Sie vieles falsch machen – aber eben auch alles richtig. Expertem empfehlen, die 5 Küchenzonen von links nach rechts (bei Linkshändern umgekehrt) in dieser Reihenfolge anzuordnen:

  • Bevorraten
  • Aufbewahren
  • Spülen
  • Vorbereiten
  • Backen und Kochen

Auf diese Weise können Sie selbst aufwändige Menüs Kochen, ohne dass Sie allzu viele unnötige Bewegungen machen müssen.

Noch ein Tipp zum Aufbewahren und Bevorraten: Je schwerer ein Gegenstand ist, desto weiter unten sollte er gelagert werden. So lässt sich eine gusseiserne Pfanne leichter nach oben heben als über Kopf aus einem Regal holen – und Sie schonen Ihren Körper.

* Bildquelle: © highwaystarz – Fotolia.com

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