Gesunde Ernährung für Kinder – Teil 1


Gesunde Ernaehrung für Kinder - apotheken-wissen.de

Kinder gesund ernähren: Worauf kommt es an?  *

Um eine gesunde Ernährung für Kinder zu erreichen, braucht es vor allem eine optimale Mischung aller Nähr- und Wirkstoffe und ausreichend Energie. Nur so sind sie den Herausforderungen eines jeden Tages gewachsen und wachsen insgesamt gesund auf. Und natürlich sind diese Grundlagen gesunder Ernährung nicht nur wertvoll bei der Ernährung der Kinder: grundsätzlich gleiches und ähnliches gilt natürlich auch für Jugendliche und Erwachsene. Insofern können interessierte Eltern hier einmal das Wissen auffrischen und vielleicht auch das eine oder andere für sich selbst mitnehmen.

Grundlagenwissen für eine gesunde Ernährung für Kinder

1. Kohlenhydrate

Vor allem die Kohlenhydrate sind der Energielieferant Nummer 1. Ein regelmäßig unterversorgtes Kind wird schnell unkonzentriert und müde, manche auch zappelig bis hin zu ungewöhnlichen oder – auch wenn es widersprüchlich erscheint – hyperaktiven Reaktionen. Und nicht nur der Körper als solcher, sondern vor allem das Gehirn ist auf eine stetige Energiezufuhr in hohem Maße angewiesen. Kohlenhydratreiche Energiequellen sind vor allem Getreideprodukte und Kartoffeln. Die darin enthaltene Stärke ist in Kombination mit wertvollem Eiweiß der ausschlaggebende Faktor. Durch den hohen Anteil an Ballaststoffen sättigen Vollkornwaren und Kartoffeln zudem sehr viel besser als Weißmehl-basierte Produkte und sollten somit zu jeder Mahlzeit gehören. Eine Umstellung auf vornehmlich Vollkornprodukte kann einhergehen mit einer Gewöhnung von Magen und Darm, so dass hier eine schrittweise Umstellung angeraten sein könnte. Dabei auch wichtig: auf gutes Kauen und ausreichendes Trinken achten, denn beides unterstützt eine bessere Verdauung von Vollkornprodukten.

2. Zucker / Obst


Zucker gehört auch zu den Kohlenhydraten, wird aber sehr viel schneller als die Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten oder Kartoffeln vom Blut aufgenommen. Insofern hat es einen deutlichen geringeren Sättigungsgrad. Süßigkeiten und Limonaden – wenn auch speziell bei Kindern und ihren Ernährungswünschen mehr als gerne gesehen – sollten demzufolge nur in Maßen zur täglichen Nahrungsaufnahme gehören. Neben seinem natürlichen Fruchtzucker sind im Obst und Obstsäften hingegen viele Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und pflanzliche Schutzstoffe enthalten. Bei einer gesunden Ernährung für Kinder sollte hier also nicht gespart werden, zumal Obst und Obstsäfte ein gutes „Ersatz-Mittel für die echten Süßigkeiten“ sein können. Bei einer Umstellung auf sehr viel Obst ist zu bedenken, dass sich auch beim Fruchtzucker (Fructose) Magen und Darm etwas schwer tun können. Insofern mag auch hier eine schrittweise Umstellung empfohlen sein.

3. Fett

Während Fett bei den Erwachsenen und Eltern eher negativ besetzt sein mag, ist es mit Blick auf eine kindgerechte Ernährung etwas anders. Denn Fett ist ein wichtiger Energielieferant, und auch es doppelt so viele Kalorien hat als Kohlenhydrate oder Eiweiß: Kinder und Jugendliche brauchen in ihren Wachstumsjahren eben diesen Energiebolzen. Darüber hinaus ist Fett träger bestimmter Vitamine und von Geschmacks- und Aromastoffen. Nicht zuletzt sorgen die beiden letztgenannten Stoffe dafür, dass fetthaltige Nahrung zu den beliebteren, „wohlschmeckenderen“ Lebensmitteln gehört. Qualität und Art der Fette sind aber durchaus entscheidend: Rapsöl, Olivenöl, Sonnenblumenöl und Co. (also alle hochwertigen Pflanzenöle) sollten bei der gesunden Ernährung von Kindern und Jugendlichen im Vordergrund stehen. Und da „Fett“ in dem Zusammenhang nicht gleich „Fett“ meint oder ist und viel nicht immer besser heißt: sehr fetthaltige Lebensmittel (Frittiertes, Paniertes) sollte ebenso gemieden werden wie Eltern für ihre Kinder ein Auge auf den sogenannten versteckten Fetten haben sollten: in Wurst, Sahne, Milch, Snacks und Süßigkeiten.

4. Eiweiß

Welches ist der wichtigste Baustoff des menschlichen Körpers? Muskeln, Haut, Haare, Hormone oder Enzyme: Eiweiß oder im Fachbegriff Proteine genannt ist der wichtigste Baustoff im Körper. Besonders im Wachstum der Kinder und Jugendlichen wird hier logisch klar, dass nicht nur viele wichtige Funktionen ein ausreichendes Maß an Eiweiß erfordern, sondern vor allem im wachsenden Körper vieles auf- und auszubauen ist. Eiweiß / Proteine finden sich in vielen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln und eine gute Kombination von beiden Arten ist empfohlen. Milch, Milchprodukte, Fleisch, Fisch und Eier sind ebenso wie Getreide, Kartoffeln und Hülsenfrüchte optimale und starke Eiweißlieferanten für Kinder.

5. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente

Diese kleinen Stoffe sind lebenswichtig und organisieren viele unterschiedliche Körperfunktionen. Zum Beispiel die Konzentrationsfähigkeit, die Stärkung des Immunsystems und vieles mehr. Die besten Lieferanten für diese Stoffe sind Obst und Gemüse, deshalb müssen sie unbedingt auf dem Plan für eine gesunde Kinder-Ernährung stehen. Alle Obst- und Gemüsesorten enthalten eine umfangreiche und hochwertige Kombination aus Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, sättigenden Ballaststoffen, pflanzlichen Schutzstoffen und Wasser. Das Obst sollte dabei möglichst frisch sein und das Gemüse nur gegart, da bei einem vollständigen Zerkochen viele dieser Inhaltsstoffe an Menge und Qualität verlieren. Milch ist zusätzlich ein bekannter und sehr guter Lieferant für Kalzium, das besonders wichtig ist in den Wachstumsphasen der Kinder. Fisch ist wiederum ein exzellenter Jod-Lieferant.

6. Wasser

Das wichtigste Nahrungsmittel kommt gerne in solchen Betrachtungen rund um Kohlenhydrate, Proteine, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Co. zu kurz: unbedingt ist auf eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung zu achten. Besonders deshalb, weil Kinder im Verhältnis zur ihrer Körpermasse und ihrem Körpergewicht relativ mehr Flüssigkeit brauchen als Erwachsene. Wasser ist der Hauptbestandteil des menschlichen Körpers und es organisiert als Lösungs- und Transportmittel vielerlei lebenswichtige Funktionen. Ein Flüssigkeitsmangel führt sehr schnell zu Unwohlsein, schlechter Konzentration und einem allgemeinen Leistungsabfall. Die besten Flüssigkeitslieferanten sind Leitungswasser und Mineralwasser. Wenn Getränke immer zur Verfügung stehen und an das Trinken ab und zu erinnert wird, trinken Kinder von sich aus zumeist genug.

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* Bildquelle: © klickerminth – Fotolia.com
Informationsvorlage: Verband für Ernährung und Diätetik (VFED) e.V.

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Ein Kommentar zu “Gesunde Ernährung für Kinder – Teil 1

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