Coronavirus


Coronavirus: Gefahr für die Welt? - apotheken-wissen.de

Coronavirus: Gefahr für die Welt? *

Grippeähnliche Symptome, schwere Infektionen der Atemwege, Lungenentzündung, Nierenversagen: das können die Symptome und Auswirkungen des Coronavirus sein. Und – wie heutzutage immer bei solchen neuen Virus-Erregern: sie bleiben kein regionales Problem, wie in diesem Fall mit Blick auf sein Ausgangsgebiet Saudi-Arabien / Naher Osten. Das Coronavirus ist bereits in Europa angekommen und hat in Frankreich einen ersten Todesfall verursacht. Ein Coronavirus hat bereits vor gut 10 Jahren als Auslöser der SARS-Pandemie Schlagzeilen gemacht. Wie im letzten Jahr zum Hantavirus, West-Nil-Virus oder zum Usutu-Virus: apotheken-wissen.de fasst in diesem Beitrag die wichtigsten Informationen über das neue Humane Coronavirus EMC zusammen, erstmals entdeckt im Herbst 2012.

Hintergrund des Coronavirus

Nach den sich wiederholenden Warnungen und Berichten über neu entdeckte Viren in den letzten Jahren wird man sich auch hier wieder fragen: Sind Meldungen wie „Coronavirus: Gefahr für die Welt?“ überzogen oder nicht? Lieber einmal mehr berichtet und einmal zu viel gewarnt als einmal zu wenig, muss hier die Antwort sein. Und im Falle des neuen Humane Coronavirus EMC (Mers-CoV) heißt es sowohl bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als auch beim Robert Koch-Institut: lieber zuviel als zu wenig informiert. Die WHO und das Robert Koch-Institut gehen beide davon aus, dass das Humane Coronavirus EMC unter allen beobachteten Erregern das Virus mit der höchsten Risikoeinschätzung ist, auch wenn es sich derzeit nur verhältnismäßig langsam ausbreitet.


Erstmals entdeckt wurde das Humane Coronavirus EMC (Mers-CoV) im Herbst 2012 und hatte seinen Ursprung im Nahen Osten mit einem Schwerpunkt in Saudi-Arabien. Menschen mit einem ohnehin geschwächten Immunsystem sind für das Virus besonders empfänglich, es führt zu grippeähnlichen Symptomen, schweren Infektionen der Atemwege und zu Nierenschädigungen / Nierenversagen.

Die Verbreitung des Coronavirus geht aber über seine Ursprungsregion hinaus: aus knapp einem Dutzend Länder werden Infektionsfälle gemeldet mit immer schwerem und momentan in über der Hälfte aller Fälle einem tödlichen Verlauf. Auch in Europa ist das Virus angekommen mit einem ersten Todesfall in Frankreich und auch aus Italien wird ein erster Fall einer Infektion mit dem neuen Coronavirus-Erreger gemeldet (Ende Mai 2013). Vergleiche werden bereits gezogen mit der Pandemie des Sars-Virus, das vor gut 10 Jahren für über 800 Menschen den Tod bedeutete.

Coronavirus: Infektionsweg und Vorbeugung

Wie bei einer Vielzahl der Virenübertragungen scheinen die Hauptübertragungswege auch beim Coronavirus die Tröpfchen- und Schmierinfektion vorzuherrschen. Dabei sind Sekrete aus der Nase und dem oberen oberen Atemwegen bedeutsam, die durch Niesen, Husten und verunreinigte Hände weitergegeben werden. Da momentan eine eher langsame Infektionsausbreitung beobachtet wird, ist davon auszugehen, dass eine Ansteckung von Mensch zu Mensch komplizierter ist als bei anderen Viren. Bedingt durch ihre spezifische Bauart scheinen Coronaviren bereits durch Seife, Wasch- und Reinigungsmittel beim Händewaschen oder beim Waschen der Kleidung erfolgreich bekämpft zu werden.

* Bildquelle: © graphlight – Fotolia.com

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