Schlafapnoe: Wie lässt es sich damit leben?


Schlafapnoe, schlafender Mann

Eine Schlafapnoe (Atemaussetzer im Schlaf) sollte frühzeitig erkannt werden! *

Etwa 26 Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer Schlafapnoe. Jedoch bleibt die Krankheit in vielen Fällen leider trotz auftauchenden Symptomen immer noch unerkannt.

Die Prävalenz bei Erwachsenen beträgt lediglich 2-9%, also bis zu 10% aller Erwachsenen sind betroffen. Dabei gibt es ein paar Symptome, die recht leicht erkannt und zugeordnet werden können. 

Wie kann man Schlafapnoe erkennen?  

Eines der häufigsten Symptome einer Schlafapnoe ist nächtliches Schnarchen. Auch wenn nicht jeder, der schnarcht, zwingend an einer Schlafapnoe leiden muss, sollte dieses ärztlich abgeklärt werden. Üblicherweise passiert dies durch eine Untersuchung im Schlaflabor. Ein weiteres Merkmal ist erhöhte und ständige Tagesmüdigkeit, obwohl mutmaßlich ausreichend geschlafen wurde. Morgens zeigen sich die Folgen von Schlafapnoe oft mit Kopfschmerzen, einem trockenen Mund und Halsschmerzen. Durch den mangelnden Tiefschlaf fehlt es vielen Betroffenen an Konzentrationsfähigkeit und Motivation, sie sind gereizt und depressiv verstimmt. 

Wie kann man Schlafapnoe therapieren/ behandeln?  

Schlafapnoe ist leider nicht so einfach heilbar – sie vollständig zu heilen ist leider kaum möglich. Mit einer Ausnahme: der Betroffene entscheidet sich für einen operativen Eingriff. Die gute Nachricht ist aber, dass diese mittels Therapien sehr gut behandelbar ist, sodass sich die Ausmaße reduzieren und damit mögliche Folgeerkrankungen und der Leidensdruck durch den mangelnden Schlaf beseitigt werden können. Zu den gängigsten Therapien gehört die CPAP Therapie. CPAP steht dabei für continuous positive airway pressure. Dabei handelt es sich um eine Therapie, bei der nachts eine spezielle Maske getragen wird, die mittels kontinuierlichen Überdrucks dafür sorgt, dass der Atemstrom aufrechterhalten wird.

Auch Schnarchschienen können eingesetzt werden, um die Atemwege nachts freizuhalten. Eine invasive Behandlungsmöglichkeit ist auch ein sogenannter Zungenschrittmacher. Dieser wird in der Nähe des Schlüsselbeins implantiert und verhindert, dass die Zunge nachts nach hinten fällt und die Atemwege verschließt. Warum einfache oder auch komplexere Therapien wichtig für eine nachhaltige Gesundheit sind erfahren Sie im nächsten Kapitel.

Was hat eine fehlende Behandlung zur Folge?  

Eine potenziell verheerende Folge einer Schlafapnoe ist die Tagesmüdigkeit. Durch die Atemwegsverschlüsse und Aussetzer wird der Tiefschlaf von Betroffenen immer wieder unterbrochen, wodurch es nicht zur notwendigen Erholung kommt. Die Folge ist starke Müdigkeit, die bis hin zu gefährlichen Sekundenschlaf führen kann. Aber auch andere Langzeitfolgen lassen sich auf unbehandelte Schlafapnoe zurückführen. Mögliche Folgeerkrankungen durch das stark belastete Herz-Kreislaufsystem und die durch die Müdigkeit bedingte Antriebslosigkeit sind:

  • Herzkrankheiten und erhöhte Wahrscheinlichkeit auf einen Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Bluthochdruck
  • Typ-2 Diabetes
  • Depressionen

Ist Schlafapnoe lebensbedrohlich? 

Unbehandelte Schlafapnoe kann die Lebenserwartung von Betroffenen aus unterschiedlichen Gründen verkürzen. Durch die unkontrollierten Atemaussetzer wird das Gehirn zeitweise nicht mehr mit Sauerstoff versorgt. Diese Unterbrechungen sind gefährlich für das Herz-Kreislaufsystem. Die Folge ist im schlimmsten Fall ein Schlaganfall oder ein Herzinfarkt. Darum ist es wichtig, die entsprechenden Symptome rechtzeitig zu erkennen und abklären zu lassen. So können die genannten Einschränkungen, die Betroffene alltäglich durch die Erkrankung erleben, möglichst rasch gelindert und mit den richtigen Therapien sogar beseitigt werden. 

Erfüllt leben trotz Schlafapnoe 

Viele Menschen in Deutschland leiden unter Schlafapnoe und deren Folgen, einige davon leider unbemerkt. Doch eine rechtzeitige Behandlung kann die Lebensqualität der betroffenen Personen enorm verbessern und auch schwerwiegende Folgen lassen verhindern. Denn durch die Belastung des Körpers durch den wiederkehrenden Stopp der Sauerstoffzufuhr kann es zu ernsten Erkrankungen kommen – von Schlaganfall über Herzinfarkt, Diabetes, Bluthochdruck bis hin zu Depressionen aufgrund der psychischen Belastung.

Die hohe Tagesmüdigkeit kann zudem zu gefährlichem Sekundenschlaf führen. Behandelt werden kann Schlafapnoe zum Beispiel mit speziellen Masken, die während des Schlafens getragen werden. Alternativen dazu sind Schnarchschienen, die die Atemwege nachts freihalten sollen. Eine invasive Möglichkeit ist der Einsatz eines Zungenschrittmachers, der dafür sorgt, dass die Zunge im Schlaf den Atemtrakt nicht verlegt. Auf diese Weise kann ein erholsamer Schlaf stattfinden, was wiederum alle kurz- und längerfristigen Folgen der Schlafapnoe mildert und in den meisten Fällen sogar beseitigen kann, solange die Therapie fortgesetzt wird.

* Bildquelle: Olya Adamovich / pixabay.com

 

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