Neue Therapieoption gegen Sodbrennen


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Wenn es im Magen und der Speiseröhre brennt, handelt es sich oft und nicht nur nach schnellen, großen oder besonders fetthaltigen Mahlzeiten um Sodbrennen. Gerade chronisches Sodbrennen kann sehr gefährlich sein. *

In dieser Woche erscheint ein neues Medikament auf dem Markt, welches sich dem Kampf gegen Sodbrennen verschworen hat. Betroffene können aufatmen, oder aber, sie fragen sich, was dieses Mittel kann, das ihnen ihre bisherigen Medikamente nicht boten. Diese Frage ist natürlich berechtigt. Grundsätzlich basiert es auf einer anderen Wirkungsweise und unterdrückt die Magensäure nicht, wie es typische Protonenpumpeninhibitoren machen. Aber was bedeutet das? Dieser Artikel befasst sich einmal genauer mit diesem neuen Medikament.

Ein neues Medikament gegen gegen Sodbrennen?

Die bisherigen Sodbrennenmittel wirken, indem sie die Produktion der Magensäure deutlich hemmen. Ohne das Übermaß an Säure im Magen wird automatisch die Magenschleimhaut geschützt und das Aufstoßen wird geringer. Diese Mittel stehen aber seit längerer Zeit mit einigen großen Fragezeichen im Regal, da immer neue Forschungsergebnisse teils erschreckende Gefahren offenbaren. Das neue Mittel RELUBA hingegen ist ein Medikament gegen Sodbrennen, welches die Thematik anders angeht und bei Sodbrennen eine andere Wirkungsweise aufzeigt:

  • Gelartig – das Mittel bildet im Magen ein Gel, welches sich schützend auf die Magenschleimhaut legt und einen Schaum auf der Magensäure verursacht.
  • Gasbindend – im Magen gibt es durch den Verdauungsprozess eine Gasbildung, die schließlich zum Aufstoßen und somit zum Sodbrennen führen kann. RELUBAs Eigenschaft ist jedoch, dass der auf der Magensäure liegende Schaum diese kleinen Gasblasen einfängt und im Schaum bindet. Die Folge: Die Gasbildung ist geringer und das Aufstoßen wird gehemmt.
  • Schützend – kommt es doch zum Aufstoßen und zu Sodbrennen, ist die nun gelartig gebundene Magensäure im Gel eingefangen und richtet einen wesentlich geringeren Schaden in der Speiseröhre an. Gleichzeitig kann dank des Schutzfilms die Magenschleimhaut nicht geschädigt werden.

Die Wirkungsweise ist also effektiv anders und der eigentliche Verdauungsprozess im Magen wird – anders als bei PPI – nicht gestört.

Worin liegen die Unterschiede zu anderen Präparaten in dem Bereich?

Wie bereits gesagt, hemmt RELUBA, welches in Italien bereits seit einigen Jahren auf dem Markt ist, nicht die Produktion der Magensäure, sondern schwächt die Wirkung der Gase ab, während es gleichzeitig die Magenschleimhaut schützt. Doch ist dies nicht der einzige Unterschied, den Betroffene in der Handhabung zu schätzen lernen wissen:

  • Einnahme – typische PPI müssen in der Regel genau eine Stunde vor der Mahlzeit eingenommen werden, damit die Wirkung rechtzeitig einsetzen kann. RELUBA geht anders vor. Das Mittel wird direkt nach der Mahlzeit eingenommen. Der Vorteil: Betroffene müssen die Einnahme und die Mahlzeiten nicht mehr genau aufeinander abstimmen oder daran denken, rechtzeitig die Medikamente zu nehmen. RELUBA kann praktisch während des Essens auf dem Tisch liegen und nach dem Dessert genommen werden.
  • Nacht – viele Sodbrennenbetroffene klagen in der Nacht nicht nur unter Husten, sondern auch über weitere Sodbrennen. Das führt nicht selten zu schlaflosen oder miesen Nächten, die sich in Tagesmüdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche und vielem mehr äußern können. RELUBA wurde entwickelt, um auch diese Problematik zu verändern. Direkt vor dem Zubettgehen wird eine weitere Dosis eingenommen, sodass der Nachtschlaf endlich wieder das wird, was sich viele wünschen: erholsam.
  • Wirkungsdauer – die gelartige Beschaffenheit ist so konzipiert, dass RELUBA den ganzen Verdauungsprozess über wirkt, und somit effektiv das Sodbrennen abschwächt oder verhindert. Gleichzeitig hemmt es den Verdauungsprozess nicht und verhindert auch nicht, dass die wichtigen Nährstoffe aus den Nahrungsmitteln aufgenommen werden können.

Bislang wurden keinerlei Nebenwirkungen des Medikaments bekannt. Gleichzeitig gibt es keine sonderlichen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.

Durch die gelartige Konsistenz können andere Medikamente jedoch verzögert wirken, sodass mit dem Arzt abgesprochen werden sollte, wie sich RELUBA auf die Antibabypille oder lebenswichtige und/oder regelmäßig einzunehmende Medikamente auswirkt.

Welche medizinischen Hoffnungen verbinden sich mit dem neuen Präparat?

Wenn bedacht wird, dass bis zu 40 Prozent der Bevölkerung in den westlichen Ländern täglich Medikamente gegen Sodbrennen einnehmen und täglich rund acht Millionen Dosen PPI verabreicht werden, wird deutlich, warum viele Ärzte angesichts der neuen Forschungsergebnisse Alarm schlagen. Übliche, die Magensäure hemmenden, Medikamente gegen Sodbrennen stehen längst in Verdacht, teils drastische Langzeitschäden zu verursachen:

  • Vitaminmangel – da die Magensäureproduktion bei den herkömmlichen Mitteln gehemmt wird, sieht es so aus, als könne der Körper nicht mehr die Vitamine und Nährstoffe aus der Nahrung aufnehmen, die er benötigt. Diese Mangelerscheinungen können, sofern nicht anders behandelt und andauernd, eine wahre Kette an Problematiken auslösen.
  • Demenz – PPI stehen in einem deutlichen Verdacht, die Wahrscheinlichkeit einer Demenzerkrankung zu erhöhen oder zu begünstigen.
  • Osteoporose – auch der sogenannte Knochenschwund wird mit PPI in Verbindung gebracht, beziehungsweise von diesen begünstigt.
  • Infektionen – PPI werden, unter anderem von der FDA, mit Infektionskrankheiten in Zusammenhang gebracht.

Die Hoffnung ist natürlich, dass Ärzte die Gefahr dieser Nebenwirkungen durch das Medikament RELUBA umgehen und minimieren können. Zudem ergeben sich Hoffnungen für rund 26 Prozent der Langzeitbetroffenen, die überhaupt nicht auf bisherige Sodbrennenmittel ansprechen. Sie könnten nun endlich Linderung erhalten. Des Weiteren:

  • Ungestörter Schlaf – diejenigen, die überwiegend nachts unter Sodbrennen leiden, dürften endlich wieder eine erholsame Nachtruhe genießen, da RELUBA unter anderem direkt vor dem Schlafengehen eingenommen wird.
  • Junge Patienten – RELUBA kann sogar bei jungen Patienten von 12 Jahren eingesetzt werden, da keinerlei Nebenwirkungen bekannt sind.
  • Kombinierte Behandlung – möchten sich Patienten nicht von ihren typischen PPI trennen, können Ärzte eine kombinierte Behandlung anstreben und über die Gabe von RELUBA die Dosierung der PPI langsam senken. Auch auf diese Weise werden die möglichen Langzeitfolgen abgeschwächt, während der Patient weiterhin eine Linderung erhält.

Für Patienten mit Sodbrennen ist die wichtigste Hoffnung natürlich die, dass sie endlich ein Leben ohne das lästige Brennen führen und ihre Mahlzeiten wieder vollends genießen können.

Fazit – die Hoffnung naht

Bereits diese Woche können Patienten mit Sodbrennen in den Genuss ihrer neuen Hilfe kommen und sich somit ein Stück des normalen Lebens ohne geplante Essenszeiten zurückerobern. Da RELUBA bislang keine Nebenwirkungen aufgewiesen hat und ungemein verträglich ist, sind auch keine Probleme während der Einnahme zu erwarten.

* Bildquelle: terovesalainen / fotolia.com
** Bildquelle: stevePB / pixabay.com

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