Welche Hausmittel helfen bei Blasenentzündungen?


Tee bei Blasenentzündungen

Vor allem bei ersten Symptomen einer Blasenentzündung können Hausmittel oftmals Schlimmeres verhindern *

Eine Blasenentzündung ist alles andere als angenehm. Auch wenn eine Entzündung sich im schlimmsten Fall im Körper ausbreiten kann, ist sie in vielen Fällen glücklicherweise recht harmlos. Bei starken Schmerzen oder wiederkehrenden Beschwerden sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. In leichteren Fällen können auch Hausmittel, Geduld und Ruhe wirksam Linderung verschaffen – vor allem dann, wenn man gleich bei den ersten Anzeichen mit der Behandlung beginnt.

Doch woran können Sie eine Blasenentzündung erkennen? In der Regel wird die Entzündung durch Bakterien verursacht. Frauen sind aus anatomischen Gründen häufiger betroffen, da ihre Harnröhre kürzer ist als die von Männern und Bakterien so leichteres Spiel haben. Doch auch bei Männern kann die Zystitis, die meist mit Schmerzen beim Wasserlassen einhergeht, bisweilen vorkommen. Weitere Symptome sind häufiger Harndrang und Schmerzen im Unterleib. Eine unkomplizierte Blasenentzündung heilt in der Regel von selbst wieder aus. Mit den folgenden Mitteln und Tipps können Sie Ihren Körper dabei unterstützen.

Mindestens zwei Liter trinken

Ausreichend zu trinken, ist in jedem Fall gesundheitsfördernd. Bei einer Blasenentzündung ist dies allerdings ganz besonders wichtig. Die erhöhte Flüssigkeitsaufnahme führt dazu, dass die Krankheitserreger mit dem Harn zusammen besser ausgeschieden werden. Je seltener Sie hingegen auf die Toilette gehen, umso leichter können die Erreger sich weiter ausbreiten. Auch die Art der Getränke, die Sie zu sich nehmen, spielt eine wichtige Rolle. So können Alkohol und Kaffee die Harnwege zusätzlich reizen. Trinken Sie daher am besten stilles Wasser und ungesüßte Tees.

Nieren- und Blasentees

Spezielle Nieren- und Blasentees enthalten pflanzliche Wirkstoffe, die dabei helfen können, die Entzündung zu bekämpfen.

Die meisten dieser Tees wirken harntreibend und fördern zusätzlich die Ausscheidung der Bakterien. Besonders Tees mit Birkenblätterextrakten, Brennnesseln, Wacholder und Schachtelhalm haben diese Wirkung. Wirkstoffe wie Goldrutenkraut und Ingwer wirken zudem entzündungshemmend, Bärentraubenblätter desinfizieren. Diese Tees sind ohne Rezept in Apotheken und Drogeriemärkten frei erhältlich. Wenn nicht anders verordnet, sollten davon täglich vier bis fünf Tassen getrunken werden.

Cranberry-, Preiselbeer- und Heidelbeersaft

Die drei Früchte enthalten Pflanzenstoff Proanthocyanidin. Dieser Stoff erschwert es den Krankheitserregern, sich an den Harnwegswänden abzusetzen. Trinken Sie täglich den Saft dieser Früchte, kann dies verhindern, dass sich die Entzündung im Körper ausbreitet.

Wärme entkrampft und entspannt

Um die oft verkrampfte Muskulatur zu entspannen, hilft das Auflegen einer Wärmflasche, eines Kirschkernkissens oder warmer Umschläge. Auch Fußbäder können eine ähnliche Wirkung haben. Achten Sie jedoch darauf, die Wärmflasche nicht auf die bloße Haut zu legen. Ist das Wasser noch zu heiß, kann es im schlimmsten Fall zu Verbrennungen führen. Lassen Sie das Wasser daher zunächst etwas abkühlen oder wickeln Sie die Wärmflasche in ein Handtuch ein.

Backpulver als vielseitiges Hausmittel

Dass Backpulver im Haushalt an vielen Stellen eingesetzt werden kann, wissen die meisten Menschen. Anstatt damit nur Brot zu backen, können Sie es nutzen, um den Abfluss zu reinigen, die Zähne aufzuhellen oder ihre Wohnung zu putzen. Auch bei Blasenentzündungen kann das praktische weiße Pulver wertvolle Dienste leisten. Das liegt daran, dass die Bakterien sich vor allem in einem sauren Milieu ausbreiten können. Backpulver sorgt jedoch dafür, dass der Urin basisch wird. Auf diese Weise werden die Bakterien bekämpft und es schmerzt weniger beim Wasserlassen. Die Empfehlung lautet, drei Tage lang zweimal täglich eine Messerspitze Backpulver in Wasser aufgelöst zu trinken.

* Bildquelle: congerdesign / pixabay.com

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