Antibiotika risikolos einnehmen?


Fieberthermometer

Fieber kann ein Anzeichen für eine bakterielle Infektion sein *

Ist der menschliche Körper von einem bakteriellen Infekt befallen, kommt meist eine Arznei ins Spiel: das Antibiotikum. Antibiotika greifen die Bakterien an oder verhindern deren Verbreitung. Insbesondere bei Entzündungen verschreibt der Arzt das Medikament, während es bei Virenbefall, wie Erkältungen, Darmerkrankungen oder Masern völlig unwirksam ist. Antibiotika helfen meist schnell und bringen eine gute Heilung, doch müssen dazu die Medikamente richtig eingenommen werden.

Medikament bis zum Ende einnehmen

Für eine optimale Behandlung müssen Antibiotika richtig eingenommen werden. Ein Augenmerk liegt auf der Länge der Einnahmezeit. Bei einem Antibiotikum ist es wichtig, dieses so lange einzunehmen, wie vom Arzt verschrieben. Das heißt, auch vermeintlich genesene Menschen müssen das Medikament noch einnehmen, bis es nicht mehr verordnet ist. Erst dann kann sichergestellt werden, dass alle Krankheitserreger abgetötet wurden. Andernfalls kann die Krankheit erneut ausbrechen, wofür verbliebene Keime sorgen können. Sollten Tabletten übrig bleiben, weil der Arzt beispielsweise das Medikament frühzeitig absetzt, müssen diese entsorgt werden.

Dazu dient der normale Hausmüll oder der Rückgabeservice der Apotheke. Auf keinen Fall darf das Antibiotikum über die Toilette oder das Abwasser in die Kanalisation gelangen, da Mensch und Tier bei einer großflächigen Verbreitung eine Resistenz gegen das Medikament entwickeln könnten. Antibiotika rufen unter Umständen Nebenwirkungen hervor, welche sich häufig in Magenproblemen, einer Schädigung der Darmflora oder Allergien zeigen können. Gegen Nebenwirkungen in der Darmflora hilft ein Probiotika, welches die wichtigen Bakterien im Darm wieder ansiedelt. Durch das Probiotika wird das Immunsystem gestärkt und die Verdauung unterstützt.

Milchprodukte beeinflussen Wirkstoffe

Nicht nur die Dauer der Einnahme ist entscheidend, sondern auch die Uhrzeit. Antibiotika müssen regelmäßig genommen werden. Dies kann zeitlich erfolgen oder zu einer bestimmten Mahlzeit. Wird beispielsweise die Einnahme drei Mal täglich vorgegeben, so kann das Medikament alle acht Stunden zu einer festen Zeit genommen werden.

Sollten andere Arzneimittel verschrieben worden sein, muss die Wechselwirkung mit dem Antibiotikum auf jeden Fall mit dem Arzt besprochen werden. Blutverdünner oder Mittel gegen Sodbrennen können Wechselwirkungen hervorrufen. Doch auch die Antibabypille gilt bereits als Medikamenteneinnahme, deren Wirkung durch das Antibiotikum beeinträchtigt werden kann. Das Antibiotikum sollte als ganze, unzerteilte Tablette mit Wasser eingenommen werden. Auf einen gleichzeitigen Verzehr von Säften, Milch oder Alkohol muss dringend verzichtet werden. Die Wirkstoffaufnahme kann hierdurch beeinträchtigt oder der Körper geschwächt werden. Gleiches gilt für Nahrungsergänzungsmittel, die mit Kalzium angereichert sind. Zur Milch gehören auch Milchprodukte wie Butter, Joghurt, Quark oder Käse. Zur Sicherheit sollte auf den Verzehr all dieser Produkte mindestens drei Stunden nach Einnahme des Antibiotikums verzichtet werden.

* Bildquelle: guvo59 / pixabay.com

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