Welt-Nichtrauchertag 2015


WHO-Plakat Weltnichtrauchertag 2015

WHO-Plakat Weltnichtrauchertag 2015

Unter der Schirmherrschaft der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und mit vielen von ihr iniitierten weltweiten Initiativen wird in jedem Jahr am 31. Mai der Welt-Nichtrauchertag (World No Tobacco Day) ausgerufen. Er macht auf die Gefahren des Rauchens aufmerksam – auch wenn sie in vielen Ländern hinlänglich bekannt sind. Der Welt-Nichtrauchertag 2015 steht unter dem Motto: „Stop illicit trade of tobacco products“ oder zu deutsch „Unerlaubten Handel mit Tabakerzeugnissen unterbinden“. In Deutschland werden die Initiativen vom Aktionsbündnis Nichtrauchen (ABNR) koordiniert, die mit „E-Zigaretten und E-Shishas:
 Chemie für die Lunge!“ ein eigenes Thema präsentieren. apotheken-wissen.de unterstützt den Welt-Nichtrauchertag.

Hintergrund zu den Gefahren des Rauchens

Rauchen stellt das größte Gesundheitsrisiko in Deutschland dar, dem man sich aussetzen kann und sich diesem zudem auf freiwilliger und persönlicher Basis aussetzt. Besonders durch diese freiwillige Basis heißt es ergänzend: es ist nicht nur das größte Gesundheitsrisiko, sondern und vor allem das größte und eigentlich sehr leicht vermeidbare Gesundheitsrisiko. Die möglichen Folgen sind hinlänglich bekannt: Schwere chronische Erkrankungen der Atemwege und der Lunge, des Herzkreislaufsystems und Krebserkrankungen mit Todesfolge sind die Auswirkungen der Nikotinsucht, an denen in Deutschland ca. 100.000 Menschen jährlich sterben.

In Europa sind es nach Angaben der WHO ca. 1.600.000 und weltweit fast 6.000.000 Menschen jedes Jahr, die frühzeitig an den Folgen des Rauchens sterben. Weltweit weitere 600.000 Menschen sterben jährlich durch das Passiv-Rauchen. Eine der besonderen Gefahren: die konkreten Auswirkungen treten oftmals erst Jahre oder gar Jahrzehnte später auf, selbst wenn man zwischenzeitlich vielleicht mit dem Rauchen bereits aufgehört hat. Insofern weiß man zwar um einen sehr möglichen Hintergrund einer dieser schweren Erkrankungen, er steht aber nicht wirklich in einem sehr direkten oder eindeutig und intuitiv fassbaren Zusammenhang.

Thema des Welt-Nichtrauchertags 2015 der WHO

Der Welt-Nichtrauchertag 2015 steht seitens der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter dem Motto „Stop illicit trade of tobacco products“ der Unterbindung des Tabakschmuggels gewidmet. Dass die Bekämpfung des Tabakschwarzmarkts in der Europäischen Region eine Priorität sein sollte, lässt sich gut begründen. Im Bereich Tabakpolitik belegt die Europäische Region im Vergleich zu anderen Regionen einige erste Plätze, von denen die meisten jedoch wenig schmeichelhaft sind. In der Region gibt es die weltweit höchste:

  • Krankheitshäufigkeit durch Rauchen
  • tabakbedingte Sterblichkeit / Sterberate
  • Zigarettenbesteuerung
  • Zahl an beschlagnahmten Zigaretten.

Von allen Regionen der WHO würde die Europäische Region am stärksten von der Unterbindung des unerlaubten Handels profitieren. Die Verfügbarkeit billiger unverzollter Zigaretten führt zum Anstieg des Konsums und der tabakbedingten Mortalität. Eine Unterbindung oder Verminderung des unerlaubten Handels würde dagegen einen Preisanstieg und damit auch einen Rückgang der Zahl vorzeitiger Todesfälle bedeuten.

Thema des Welt-Nichtrauchertags 2015 in Deutschland

Das den Welt-Nichtrauchertag in Deutschland koordinierende Aktionsbündnis Nichtrauchen e.V. (ABNR) und die Deutsche Krebshilfe platzieren ein zusätzlich eigenes Thema:

E-Zigaretten und E-Shishas:
 Chemie für die Lunge!

Plakat Weltnichtrauchertag 2015 des ABNR

Plakat Weltnichtrauchertag 2015 des ABNR

E-Zigaretten und E-Shishas liegen im Trend. Obwohl sie gesundheitlich bedenklich sind, sind sie bisher praktisch unreguliert und frei zugänglich. Mit jedem Zug inhalieren die Konsument/innen ein Chemikaliengemisch aus Propylenglykol und/oder Glyzerin, Aromen und zumeist Nikotin. Sowohl nikotinfreie als auch nikotinhaltige Flüssigkeiten, die in E-Inhalationsprodukten verdampft werden, können nachweislich zu Atemwegsreizungen führen und zudem die Innenraumluft verschlechtern. Zum Teil wurden in diesen Aerosolen sogar krebserzeugende Substanzen gefunden. Die gesundheitlichen Risiken bei regelmäßigem und bei Langzeitkonsum sind derzeit nicht abschätzbar.

Mit „kinderfreundlichen“ Aromen (z.B. Erdbeer- oder Karamellgeschmack) und Produkt–Designs wird gezielt um junge Konsument/innen geworben. Dank gesetzlicher Regelungen gehört das Rauchen nicht mehr zum Alltag von vielen Kindern und Jugendlichen. Rauchten im Jahr 2001 noch 27.5 % der Zwölf- bis 17-Jährigen, waren es 2012 noch 12 %. Vermeintlich harmlose und schmackhafte E-Shishas und E-Zigaretten sind dagegen inzwischen z.B. auf Schulhöfen häufig anzutreffen. So üben Jugendliche wieder ein Rauchritual ein. Das kann den Wechsel zu Tabakzigaretten erleichtern. Auch nikotinfreie Produkte können somit den Einstieg in das Rauchen fördern und damit die bisherigen Erfolge der Tabakprävention und den erfreulichen Rückgang der Raucherquoten unter Jugendlichen zunichtemachen.

Es gibt zudem keinen Nachweis, dass E-Zigaretten als Hilfsmittel zum Rauchstopp geeignet sind. Da sie das Rauchritual aufrechterhalten, senken sie möglicherweise sogar die Motivation, mit dem Rauchen aufzuhören.

Übersicht der Themen der Welt-Nichtrauchertage 2000 bis heute

2016: Kein Platz für giftige Botschaften. Stoppt Tabakwerbung jetzt!
2015: E-Zigaretten und E-Shishas:
 Chemie für die Lunge!
2014: Gesundheit auf der Kippe
2013: Lass Dich nicht anmachen!
2012: Lass Dich nicht einwickeln!
2011: Flickenteppich Deutschland
2010: Die Marketing-Strategien der Tabakindustrie
2009: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte
2008: Rauchfreie Jugend
2007: Rauchfrei genießen
2006: Tabak – tödlich in jeder Form
2005: Schluss mit süchtig
2004: Wer raucht, ist arm dran
2003: Film und Fernsehen – mit Schall ohne Rauch
2002: Ja zum Sport heißt Nein zum Tabak
2001: Keine dicke Luft am Arbeitsplatz
2000: Tobacco kills – don’t be duped

Buchtipps zur Raucherentwöhnung

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