Menopause Symptome


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Schatten, aber auch Licht in der Menopause *

Menopause, Wechseljahre: die Menopause Symptome sind vielschichtig, körperlich und gehen oft mit einer gesteigerten Reizbarkeit und dem Gefühl aufkommender Einsamkeit einher. Zu entdecken gibt es aber neben den neuen Schatten auch neues Licht, und gegen die Menopause Symptome sind manche Kräuter gewachsen. Dieser Gesundheitsbeitrag informiert über die verschiedenen, köperlich und mental möglichen Symptome der Menopause und gibt Tipps und Ratschläge für einen bestmöglichen Umgang mit ihr und der neuen Situation.

Begriffsklärung Menopause und Wechseljahre

Landläufig als die Wechseljahre bezeichnet heißt der Fachausdruck dazu Klimaterium. Der Begriff entstammt mit seinem Ursprung klimaktér aus dem Griechischen und bedeutet – zugegebenermaßen etwas unfreundlich ausgesucht – Stufenleiter im Sinne eines kritischen Zeitpunkts im Leben. Das Klimaterium oder die Wechseljahre bezeichnen dabei die Phasen der hormonellen Umstellung bei der Frau, die sich vor und nach der Menopause (siehe weiter unten) befinden: beginnend mit unregelmäßigen, gelegentlich ausbleibenden Zyklen bis zu ca. 12 Monaten nach der letzten spontanen Menstruation.

Mit der Menopause hingegen bezeichnet man keine Zeitphase, sondern einen Zeitpunkt. Der ebenfalls aus dem Griechischen abgeleitete Begriff setzt sich aus zwei Teilen, mēn = Monat und paūsis = Ende, zusammen und bringt den Zeitpunkt der Menopause auf den Punkt: Die Menopause ist der Zeitpunkt der letzten spontanen Menstruation und ab diesem Zeitpunkt sind auch keine Schwangerschaften mehr möglich.

Allgemeine Informationen zu Klimaterium und Menopause

Manchmal bereits ab dem 40. Lebensjahr, aber im Schnitt im 50. und 51. Lebensjahr, beginnt bei einer Frau die Phase einer großen körperlichen, vor allen Dingen einer großen hormonellen Umstellung, bei der der Östrogenspiegel deutlich sinkt. Bei leichtgewichtigen Frauen und Raucherinnen kann sie ein bis zwei Jahre früher beginnen, regelmäßiger Alkoholkonsum hingegen verzögert sie, da er für einen stetigen Push des Östrogenspiegels sorgt. Nicht nur das Alter einer Frau bei den ersten Klimaterium und Menopause Symptomen kann sehr unterschiedlich sein, desgleichen gilt auch für den gesamten Verlauf dieser Phase. Auch sind spürspare Schwankungen der Menopause Symptome und ihrer Auswirkungen innerhalb eines einzelnen Tages durchaus normal. Davon einmal ganz abgesehen bleibt festzuhalten: die Symptome zeigen keine Krankheit an. Weder Klimaterium noch Menopause sind Krankheiten, sondern kennzeichnen  – ähnlich wie die Pubertät – lediglich eine natürliche, körperliche Umstellung. Sofern die Eierstöcke aus (anderen) gesundheitlichen Gründen entfernt werden müssen, setzt die Menopause danach sofort ein.

Darüber hinaus ergibt sich aus der Statistik: ein Drittel aller Frauen haben während Klimaterium und Menopause keine und ein Drittel nur leichte Beschwerden. Insofern bleibt „nur“ ein Drittel aller Frauen, die spürbarere bis hin zu schweren Beschwerden körperlicher und/oder seelischer, psychologischer Natur haben.

Klimaterium und Menopause Symptome

Die wichtigsten zehn Menopause Symptome sind hier einmal genannt:

  • Veränderung der Regelblutung

Die Menopause kündigt sich im vorherigen Klimaterium, das auch Prämenopause genannt wird, durch unregelmäßigere Perioden an, die stärker oder leichter, kürzer oder länger oder mit Gerinnungsproblemen vonstatten gehen können. Veränderungen und Unregelmäßigkeiten der Regelblutung sind sicher das deutlichste Menopause Symptome.

  • Stimmungsschwankungen

Die einschneidenden Veränderungen im Hormon- und speziell beim Östrogenhaushalt der Frau bringen nicht nur den Körper in ein Ungleichgewicht in dieser Lebensphase. Auch die daraus resultierenden psychologischen Folgen können in Form von Dünnhäutigkeit, Reizbarkeit bis hin zu Wutausbrüchen, grundlosem Weinen und mentalen Sorgen (sinkende Attraktivität und Weiblichkeit, Kinder werden flügge, die eigenen Eltern sind in einem hohen und risikoreichen Alter angekommen, die Ehe oder Partnerschaft ist in einem nicht mehr jungen Stadium, im Job fühlt man spätestens jetzt zur nun älteren Generation gehörig und sieht junge Frauen nachrücken etc.) führen.

  • Hitzewallungen

Auch die körpereigene Temperaturregelung ist von den Veränderungen im Hormonhaushalt betroffen. Es kann zu plötzlichen Hitzewallungen im ganzen Körper kommen.

  • Kopfschmerzen, chronische Kopfschmerzen

Durch die Umstellung und das Fehlen von manchen Hormonen entstehen Kopfschmerzen, die sich bis zu einem chronischen Stadium entwickeln können. Auch manche Gewohnheiten, zum Beispiel Kaffee, können diese Menopause Symptome auslösen, auch wenn man bisher diesbezüglich keine Probleme hatte.

  • Schmerzender Busen

Durch die Veränderungen im Hormonhaushalt wird mehr Wasser im Brustgewebe eingelagert, wodurch eine höhere Empfindlichkeit bis hin zu Schmerzen entstehen können.

  • Gewichtszunahme

Die Gewichtszunahme ist sicher eines der Menopause Symptome, das sowohl eine körperliche als auch wieder und vor allem mentale Auswirkungen hat. Ein zunehmendes Gewicht, mit dem man ggf. ohnehin zu lange gekämpft hat, und neue Polster an Bauch und Hüften gehen nicht nur gegen die stets beworbene weibliche Attraktivität, sondern erhöhen auch das Risiko bspw. für koronare Herzerkrankungen.

  • Vaginale Trockenheit

Der sinkende Östrogenspiegel kann nicht nur zu einer schwindenden Feuchtigkeit in Haut und Haar, sondern auch im Intimbereich der Frau führen.

  • Veränderter Sexualtrieb

Für die einen Frauen wirkt es wie eine sexuelle Befreiung, sich dem langjährigen Kampf gegen eine ungewollte Schwangerschaft nicht mehr stellen zu müssen. Für viele aber sind die körperlichen Veränderungen, die sie allesamt auf eine sinkende und weniger begehrenswerte Weiblichkeit und Attraktivität beziehen, eher ein ganz neuer und schwerwiegender Hemmschuh in Sachen Körper, Selbstvertrauen, Erotik und Sexualität.

  • Inkontinenz

Auch bei diesem möglichen Menopause Symptom spielt der sinkende Östrogenspiegel wieder eine Rolle: es kann zu einer abgeschwächten Muskulatur im Beckenboden und rund um die Blase kommen.

  • Probleme beim Einschlafen und Durchschlafen

Last but not least: mentale Sorgen und viele gedankliche, neue Szenarien lassen es neben dem sinkenden Östrogenspiegel und darüber hinaus der ebenfalls eintretenden erhöhten Ausschüttung von Adrenalin schwieriger werden, gut und schnell einzuschlafen und gut und ruhig durchzuschlafen.

Empfehlungen zum Umgang mit der Menopause

Wechseljahre, Klimaterium und Menopause sind oftmals weiterhin Tabuthemen oder Themen, die viele Frauen versuchen, mit sich selber auszumachen. Denn in unserer Gesellschaft sollen Frauen stets attraktiv, sexy und leistungsstark sein. Alle Seiten müssen es als eine unabänderliche Veränderung des weiblichen Körpers und auch des Geistes ansehen, die in einen neuen Lebensabschnitt treten. Dies so zu sehen und zu erleben ist vielleicht ungewohnt und auch sicher nicht einfach, aber die Frau selbst, ihr Partner, die Kinder, Freunde und Kollegen können es eigentlich nicht anders sehen als das, was es ist. Diese Veränderungen sind oftmals schwierig zu akzeptieren, die Sichtweisen und vor allem die Eigenansicht ändern sich. Neue Ziele und manchmal auch eine sehr veränderte, neu angepasste Eigenansicht müssen entwickelt und angenommen werden. Gegen die körperlichen Menopause Symptome kann die Frau mit Hilfe der Haus- und Frauenärzte angehen, gegen die mentalen Menopause Symptome hilft nur der Austausch mit Partnern, Kindern, gleichaltrigen Freundinnen oder Kolleginnen oder auch professionellen Beratern / Beraterinnen.

Literaturempfehlungen zum Thema Menopause, Wechseljahre, Klimaterium

 

* Bildquelle: Rainer Sturm  / pixelio.de

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