Augenlasern – sehen ohne Brille


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Wieder klar sehen können ohne Brille ist für viele ein Traum*

Im Laufe des Lebens müssen sich viele Menschen damit abfinden, dass sich ihre Sehkraft mehr oder weniger stark einschränkt. Die Gründe dafür sind vielfältig, in vielen Fällen kommen die Betroffenen mit einer Brille oder Kontaktlinsen sehr gut zurecht. Doch was ist, wenn die Beeinträchtigung so stark ist, dass die Lebensqualität dadurch massiv eingeschränkt wird? Oder einfach der Wunsch nach einem Leben ohne Brille besteht, um beispielsweise wieder ohne Probleme dem Sport oder dem Beruf nachgehen zu können?

Wissenswertes und Ursachen

Historisch sind die Anfänge des Augenlaserns Ende der 1940er Jahre zu finden. Zu dieser Zeit begann Professor José Ignacio Barraquer in Bogota mit den ersten Versuchen, die Behandlung der Augen mittels Laser als Möglichkeit zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten zu erforschen. Auch andere Forscher befassten sich mit dieser Möglichkeit, so dass die verschiedenen Methoden im Laufe der Jahre immer besser erforscht und damit mehr und mehr perfektioniert wurden.

Zu den unterschiedlichen Ursachen der Seeschwäche zählen Hornhautverkrümmung (Astigmatismus), Weitsichtigkeit (Hyperopie), Kurzsichtigkeit (Myopie) sowie die sogenannte Alterssichtigkeit (Presbyopie).

Hier also kann die mit dem Fachbegriff bezeichnete refraktive Chirurgie Abhilfe schaffen. Es handelt sich dabei um Operationsmethoden am Auge, die darauf abzielen, die Beeinträchtigung der Sehkraft durch sogenannte Fehlsichtigkeit soweit zu verringern oder sogar zu beseitigen, dass der Patient im Idealfall zukünftig auf das Tragen einer Sehhilfe verzichten kann.

Die verschiedenen Methoden und Ablauf

Man unterscheidet unterschiedliche Arten der Laserbehandlung an Augen, die auf die jeweiligen Formen der Beeinträchtigungen sowie die jeweiligen Bedürfnisse des einzelnen Patienten abgestimmt ist. Jede dieser Methoden ist über die Jahre immer weiter entwickelt worden, so dass mittlerweile weltweit hunderttausenden Patienten dazu verholfen werden konnte, ohne Brille wieder scharf zu sehen. Zwar werden die Behandlungskosten von den Krankenkassen nicht übernommen und liegen ab ca. 2.000 Euro pro Auge, betrachtet man jedoch die neugewonnene Lebensqualität und den Komfort, den es bedeutet, ohne Hilfsmittel und deren wiederkehrenden Kosten wieder richtig sehen zu können, dann kann sich diese Investition für viele Patienten mit vor allem stärkeren Beeinträchtigungen im Nachhinein sehr bewähren.

Im Verlauf des Eingriffs wird die die Brechkraft des Auges so weit verändert, dass eine vorhandene Sehschwäche dauerhaft wieder behoben werden kann. Zu den bewährten Methoden des Augenlaserns gehören unter anderem das LASIK-Verfahren, die photorefraktive Keratektomie (PRK), LASEK, eeLASIK, epi-LASIK, ReLEx smile sowie eLASIK sowie auch FEMTO–LASIK.  Ablauf und Aufwand unterscheiden zwischen den einzelnen Verfahren, ebenso wie die Zeit der Regeneration und Heilung.

Bei manchen Eingriffen dauert es nur einige Minuten, bis der Patient wieder relativ gut sehen kann, in anderen Fällen kann es bis zu einigen Tagen dauern, bis die Sehkraft ohne Sehhilfe einwandfrei wieder zurückgekehrt ist. In jedem Fall ist vor der Wahl des passendes Verfahrens ein ausführliches Informationsgespräch von Nöten, in dem der Patient über die verschiedenen Möglichkeiten des Eingriffs, die Risiken, die Kosten und weitere Faktoren informiert wird, bevor er sich für eine Methode entscheidet. Kriterien für die Auswahl können neben dem Grad der Fehlsichtigkeit auch weitere Augenerkrankungen sowie die Kosten und auch persönliche Faktoren sein.

Hier können sich Patienten, Angehörige und Interessierte über die einzelnen Möglichkeiten sowie den Ablauf einer Laserbehandlung an den Augen informieren und erhalten gleichzeitig einen Überblick, wie hoch der Mehrwert für den Betroffenen Patienten durch eine solche Maßnahme sein kann.

Wann ist die Eignung für das Augenlasern gegeben und wann eher nicht?

Um eine Laserbehandlung durchführen lassen zu können sollte der Patient zwischen 18 und 40 Jahre alt sein und eine Stärke zwischen -10 und +5 Dioptrien besitzen. Zusätzlich sollte eine Hornhautverkrümmung maximal 4 Dioptrien betragen. Einer schwangeren Frau ist aufgrund des Risikos von einer Laserbehandlung abgeraten. Unter 18jährige sollten auf eine solche Prozedur ebenfalls erst einmal verzichten, da in diesem Alter die Augen noch nicht ausgewachsen sind. Auch bei verschiedenen Erkrankungen wie Rheuma, Grauem Star, Hornhauterkrankungen oder Schäden an der Netzhaut ist vom Augenlasern abzusehen.

Da der Patient nicht immer sicher wissen kann, ob er an einer solchen Erkrankung leidet, bieten die meisten Augenkliniken vorab eine kostenlose Untersuchung an, um gewisse Risikofaktoren auszuschließen.

Bedeutung der Nachsorge

Nach erfolgtem Eingriff gehört die regelmäßige Pflege und Kontrolle durch den behandelnden Augenarzt zu den wichtigsten Maßnahmen, um eine komplikationsfreie Wundheilung zu gewährleisten. Die Intervalle der Nachkontrolle können je nach Operationsmethode variieren und werden genau festgelegt, zudem können vom Arzt verschriebene entzündungshemmend Augentropfen noch dazu beitragen, den Heilungsprozess positiv zu beeinflussen.

* Bildquelle: 422737 – pixabay.com

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