Wie kann man die Wundheilung beschleunigen?


Mit welchen Mitteln lässt sich die Wundheilung beschleunigen?

Mit welchen Mitteln lässt sich die Wundheilung beschleunigen?

Wie schnell eine Wunde heilt, hängt von der Stärke des Immunsystems ab, von der Art der Wunde bzw. der Größe und natürlich auch der entsprechenden Behandlung. Mit den richtigen Mitteln kann man den Körper bei der Heilung von kleineren Schnittverletzungen, Schürf- oder Kratzwunden unterstützen. Bei großflächigeren oder tiefen Wunden sollte hingegen ein Arzt aufgesucht werden, weil die Verletzung dann medizinisch korrekt versorgt werden muss. Auch ein Schutz gegen Tetanus ist wichtig und sollte vom Arzt überprüft werden. Kleinere Verletzungen oder „Haushaltsunfälle“ kann man mit folgenden Mitteln sehr gut selber desinfizieren und verarzten, sodass diese schnell wieder verheilen:

Die richtige Wundversorgung vorab

Blutende Wunden bzw. offene Wunden erst auf natürlichem Wege verschließen lassen! Der Wundverschluss erfolgt, wenn das Blut gerinnt. Frische Wunden daher zunächst mit einer Wundauflage zudecken und die Blutung somit erst einmal stillen. Danach kann mit der Wundreinigung, Desinfektion und der Unterstützung des Heilungsprozesses begonnen werden:

  • Wunde NACH dem Stillen der Blutung am besten mit einer Ringerkochlösung reinigen. Ist diese nicht vorhanden, ist auch fließendes Wasser oder abgekühlter Kamillentee geeignet. Vorher unbedingt Hände waschen und desinfizieren, wenn möglich Handschuhe tragen. In der Apotheke gibt es auch spezielle Wundreinigungstücher, die sehr praktisch für unterwegs sind. Splitter, Steinchen oder kleine Verunreinigungen werden am besten mit einer sterilen Pinzette entfernt.
  • Nach der Reinigung sollte die Wunde noch einmal desinfiziert werden, mit einer getränkten Kompresse oder einem geeigneten Spray mit den Wirkstoffen Octenidin, Povidon-Iod und Polihexanid.
  • Die Wunde sollte dann zunächst verschlossen werden, damit der Heilungsprozess beginnen kann. Hier eignet sich ein Verband, Kompresse, Pflaster oder ähnliches, denn feuchtwarme Umgebung statt der gegenläufigen Meinung „Luft dran“ ist am besten für die Heilung.

Wundheilung beschleunigen mit folgenden Mitteln:

1. Heilsalben: Bepanthen, Fenistil und Co.
Mit Heilsalben aus der Apotheke bzw. aus gut sortieren Drogeriemärkten kann man die Wundheilung beschleunigen, da sie antiseptische Eigenschaften besitzt, welche die Entzündung abklingen lässt und verhindert und/oder Wirkstoffe enthält, die die Ephitelisierung der Haut anregen. Letzteres meint, dass das beschädigte Körpergewebe schneller und einfacher wiederhergestellt wird und die Haut besser zusammenwachsen kann. In vielen Salben ist daher Dexpanthenol enthalten, ein Stoff der diesen Prozess unterstützt. Es gibt aber auch zahlreiche Heilsalben auf pflanzlicher Basis, z.B. Hametum®, die den pflanzlichen Wirkstoff Hamamelis enthält.

Teebaumöl
Teebaumöl wirkt entzündungshemmend und wundheilend, darüber hinaus sogar auch desinfizierend. Mehr über die heilenden Eigenschaften finden Sie in unserem Artikel Anwendung von Teebaumöl: die vielfältigen Einsatzbereiche.


Aloe-Vera-Gel
Als Gel oder Salbe kann auch Aloe Vera die Wundheilung beschleunigen und wurde dafür auch schon von den alten Ägyptern eingesetzt. Das Kohlenhydrat Acemannan beschleunigt die Hautheilung, Salizylsäure wirkt entzündungshemmend.

Arnika-Präparate
Arnika hilft, Infektionen zu vermeiden, lindert Schwellungen und nimmt vor allem den Schmerz. Arnika gibt es als Gel, Salbe, Tinktur, Öl, etc. – vorher in der Apotheke beraten lassen, welche Anwendungsmöglichkeit die bessere ist, da einige Produkte auch nur bei stumpfen Verletzungen und nicht bei Wunden angewendet werden sollten. Auch als Globuli eingenommen kann Arnika die natürliche Wundheilung beschleunigen und den Körper unterstützen.

Medihoney
Honig hat eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung. Zur Heilung von Wunden gibt es medizinischen Honig, sogenannten Medihoney, der sehr gut für die Heilung auch größerer Wunden geeignet ist – sogar bei chronischen Wunden, die mit multiresistenten Keimen infiziert sind. Mehr Informationen zum Einsatz von Medihoney liefert der Artikel Honig als Antibiotikum – Unterstützung bei der Wundheilung?

Zink
Zink fördert den Wundverschluss und bekämpft Infektionen. Als Salbe aufgetragen, verhindert es auch die Narbenbildung und unterstützt des Bindegewebe der heilenden Wunde. Mehr zum Thema Zink und in welchen Nahrungsmitteln davon besonders viel enthalten ist, finden Sie hier: Zinkreiche Lebensmittel: Wo ist viel Zink drin und wofür ist es gut?

Johanniskrautöl
Johanniskraut wird schon seit dem Altertum zur Wundheilung eingesetzt. Das Johanniskrautöl wirkt schmerzlindernd und antibakteriell. Es ist auch als schnelle Hilfe bei einem Sonnenbrand sehr gut geeignet.

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Bildquelle:
Knie mit Pflaster: jutta rotter  / pixelio.de

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