Granatapfeltee – Einfach ein Genuss oder so viel mehr?


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Der Granatapfel ist eine Vitaminbombe *

Er gilt als älteste Heilfrucht und wird seit Jahrhunderten als Genuss– und Nahrungsmittel verwendet: Der Granatapfel, auch Grenadine oder echte Granate genannt. Hierbei handelt es sich um eine etwa faustgroße, rote Frucht, die an einem ca. 5 bis 10 Meter hohen Baum wächst und vor allem in Süd-Europa und Asien vorkommt. Ursprünglich beheimatet im mittleren und nahen Osten, spielt diese Frucht schon in den Religionen eine große Rolle, selbst der Apfel, mit dem Eva im Paradies einst Adam verführte, soll ein Granatapfel gewesen sein. Dieser verdankt seinen Namen nicht, wie häufig angenommen, der roten Farbe, sondern der lateinischen Übersetzung für „mit vielen Kernen versehen“. Geerntet wird der Granatapfel von Februar bis September. Die gesunde und wohltuende Wirkung der Frucht kann sich in verschiedenen Darreichungsformen entfalten, eine davon ist der Granatapfeltee. Diesen nimmt man idealerweise naturbelassen, ohne Zusatz von Zucker, Aromen oder auch Konservierungs- bzw. Farbstoffen zu sich.

Granatapfel: Bestandteile und Wirkungsweisen

Der Tee besteht im Idealfall aus einer Mischung von Granatapfelblättern, Blüten und der Schale der Frucht. Oft unterscheidet sich jedoch die Zubereitung, viele verwenden lediglich die getrocknete Schale für den Tee. Die Rinde wird heutzutage nicht mehr zum Verzehr verwendet, da sie derart hohe Nebenwirkungen mit sich bringt, dass man hierbei bereits von Vergiftungserscheinungen spricht. Positiv sind dagegen die Wirkungen der anderen Fruchtbestandteile, da die Blätter des Granatapfels durch eine besonders hohe Konzentration von Antioxidantien vor Tumoren, Arteriosklerose und sonstigen Alterserscheinungen schützen. Die Granatapfelblüten weisen dagegen eine positive Wirkung gegen Insulinresistenz bei Diabetespatienten auf und die Schalen haben sich durch eine heilende Wirkung auf Geschwüre sowie als probates Mittel gegen Durchfall einen Namen gemacht. Selbstverständlich ist die Wirkung niemals ausreichend für eine alleinige Behandlung einer dieser Beschwerden. Diese ist eher als angenehmer Nebeneffekt zu sehen und allenfalls unterstützend zu einer medizinischen Behandlung einzusetzen. Vor allem handelt es sich hierbei um einen wohlschmeckenden Früchtetee.

Was macht den naturbelassenen Granatapfeltee so gesund?

Der Granatapfel wird unter anderem vermehrt bei Regel- und Wechseljahresbeschwerden eingesetzt, da sich die pflanzlichen Hormone positiv auf den weiblichen Hormonhaushalt auswirken. Viele Erkrankungen entstehen durch oxidativen Stress, so auch beispielsweise Fettsucht bzw. Übergewicht, einige Arten von Tumoren, Arteriosklerose, chronische Erkrankungen wie Rheuma, Fettstoffwechselkrankheiten oder auch neurodegenerative Krankheiten wie Alzheimer. Studien haben gezeigt, dass die antioxidative Wirkung des Granatapfels die von grünem Tee oder auch Rotwein noch um einiges übersteigt. Dieser Eigenschaft wird unter anderem eine vorbeugende bzw. positive Wirkung auf degenerative und/oder entzündliche Erkrankungen wie auch bei Störungen des Herz – Kreislauf – Systems zugeschrieben. Blutgefäße werden verjüngt und geschützt, was die Durchblutung deutlich verbessert. Naturbelassener Granatapfeltee hat außerdem eine adstringierende, d.h. zusammenziehende Wirkung, was sich vor allem auf Hitzewallungen und Schwitzen aber durchaus auch bei Blutungen positiv auswirkt. Auch Magen- und Darmprobleme werden durch den Genuss des Tees positiv beeinflusst.

Verträglichkeit von Granatapfeltee

Generell gelten Granatapfeltees als sehr gut verträglich, allerdings ist die Frucht sehr reich an Kalorien und Fruchtzucker und daher für Diabetiker nur bedingt zu empfehlen. Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt. Vitamine und Mineralstoffe unterstützen zusätzlich die stärkende Wirkung.

Ob bei Beschwerden, Unwohlsein oder einfach nur für den Genuss: ein heißer Tee sorgt für Entspannung und tut einfach gut. Da der Granatapfel als besonders wohlschmeckend gilt und keine Zusätze braucht, kann man ihn auch ganz ohne Reue genießen. Ein vielbewährtes Mittel einem kalten Regentag zu entfliehen und es sich gut gehen zu lassen.

Granatapfeltee zubereiten

Im Normalfall wird der Granatapfeltee im Handel als Instanttee, getrocknete Teemischung oder im Beutel verkauft. Selbstverständlich sind ebenfalls naturreine Tees erhältlich. Im Internet finden sich Teeanbieter mit großer Auswahl und dort unter anderem auch für den Granatapfeltee. Durch die praktischen Teesticks, die komplett mit Teesieb nur noch in heißes Wasser getaucht werden, ist hier auch bei wenig Zeit eine genussvolle Auszeit gegeben. Eine weitere Variante ist die Zubereitung eigener Teekreationen, indem man beispielsweise frisch zubereiteten Grün- oder Roiboostee hinzufügt.

* Bildquelle: Fruchthandel_Magazin – pixbay.com

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