Gesund Gewicht zunehmen – schwieriger als mancher denkt


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Untergewicht: wie kann man gesund zunehmen? *

Alle Welt spricht vom Abnehmen, etwas zuviel auf den Rippen und preist ständig neue Diätrends an, um eben dieses wieder loszuwerden. Daher kann man sich kaum vorstellen, dass es Menschen gibt, die das genaue Gegenteil belastet, nämlich Untergewicht bis hin zur Gefährdung von Leib und Gesundheit. Von einem bedenklichen Untergewicht mit der Notwendigkeit zu handeln spricht man in den Fällen, in denen Fettgewebe und Muskelmasse lediglich noch weniger als ein Drittel des eigentlichen Körpergewichts betragen. Dass diese Situation für die Betroffenen durchaus ernst werden kann ist den meisten „Normalgewichtigen“ gar nicht wirklich bewusst. Jeder kennt wahrscheinlich den Ausspruch „ Die Probleme hätte ich auch gerne“ oder „Ich kann dir gerne ein paar Kilos abgeben“. Besonders schwer ist es, die Grenze zwischen sehr schlank und gesundheitsgefährdend dünn zu ziehen, da jeder anders beschaffen ist und auch die eigenen Ansprüche sowie das Körperempfinden von Mensch zu Mensch deutlich variiert.

Welche Ursachen gibt es für Untergewicht?

Ein Problem der heutigen Gesellschaft ist es, dass sich gerade junge Mädchen vielfach von den schlanken bis sehr dünnen Figuren in Film, Fernsehen und Werbung beeindrucken lassen und daher der irrigen Meinung unterliegen, sie müssten diesem Schönheitsideal entsprechen und dementsprechend immer weiter abnehmen, bis sich der Körper soweit an die Magerkuren gewöhnt hat, dass es ihnen immer schwerer fällt, wieder zuzunehmen. Doch man muss nicht immer nur von solchen Szenarien ausgehen, wenn es um die Schwierigkeit der Zunahme geht. In vielen Fällen können Stress oder auch chronische oder psychische Krankheiten die Ursache sein, ebenso sind eine Schilddrüsenüberfunktion sowie Erkrankungen der Nieren mögliche Auslöser für die Gewichtsabnahme. Mit fortschreitendem Alter handelt es sich um eine normale Begleiterscheinung, hier wird außerdem nicht selten vergessen, auf eine ausreichende Zufuhr von Nahrung sowie Flüssigkeit zu achten. Jedoch muss eine Schwierigkeit, an Gewicht zuzunehmen, nicht unbedingt mit Mangelerscheinungen oder Unterernährung einher gehen, in vielen Fällen ist der Stoffwechsel schlicht und einfach derart intensiv, dass es für die Betroffenen fast unmöglich ist, mehr auf die Waage zu bringen.

Gewicht zunehmen: welche Möglichkeiten gibt es und was sollten die Betroffenen beachten?

Zuallererst sollte darauf geachtet werden, sich nicht plötzlich nur mit leeren Kalorien vollzustopfen. Ein Richtwert besagt, dass man ganz automatisch zunimmt, wenn man den täglichen Bedarf an Kalorien um mindestens 500 übersteigt, dieser Wert kann idealerweise vorab in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt bestimmt werden, um eine professionelle Kontrolle zu erhalten. Im Idealfall wird die Kalorienzahl mit Hilfe gesunder Lebensmittel gesteigert, deren Nährwerte anhand von Tabellen genau ermittelt werden können. Beispielsweise bilden Kohlehydrate gerade beim Zunehmen eine wichtige Basis. Diese sind unter anderem in Kartoffeln, Nudeln oder Reis vor. Ebenso spielen Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente eine große Rolle und sollten keinesfalls vernachlässigt werden, auch wenn sie als Energielieferant eher eine weniger geeignet sind. Was für normalgewichtige ein heißes Eisen darstellt kann in diesen Fällen durchaus hilfreich sein: Die Speisen mit Sahne oder Creme Fraiche anreichern und bei Käse auf eine hohe Fettstufe achten. In diesem Falle ist so ziemlich alles erlaubt, was die Kalorienzahl auf gesunde Art und Weise in die Höhe treibt. Eine weitere „Falle“, über die man sich in anderen Fällen eher freut, stellen beispielsweise Sport oder Hausarbeit dar. Die Anzahl der Kalorien, die allein beim Fensterputzen oder Boden wischen verbraucht, dürfte so manche überraschen und muss somit beim Essen wieder aufgeholt werden. Auf der Seite http://www.gesundzunehmen.org/ erhalten Interessierte weitere wertvolle Tipps rund um das Thema Zunehmen und können sich anhand einer Tabelle außerdem einen Überblick über die verschiedenen Kalorienanzahlen verschaffen, die in diversen Tätigkeitsbereichen verbrannt werden.

Welche Folgen kann dauerhaftes Untergewicht mit sich bringen?

Fakt ist: fehlt dem Körper zu viel Gewicht dann fehlt ihm schlussendlich auch viel Energie. Nicht immer muss Untergewicht schwere oder lebensbedrohliche Folgen haben, vor allem wenn der Nährstoffhaushalt stimmt und auch sonst keine Mangelerscheinungen drohen. Jedoch kann es durchaus auch hier vorkommen, dass sich die Betroffenen schlapp und ausgelaugt fühlen, da bei körperlicher Betätigung auf Energiereserven zurück gegriffen wird, die in diesen Fällen schlicht und einfach nicht mehr vorhanden sind. Sind diejenigen jedoch mit Vitaminen und Mineralstoffen unterversorgt kann dies beispielsweise eine geschwächte Abwehr durch eine höhere Anfälligkeit für Infekte bedeuten. Fehlen zudem wichtige Mineralien wie Jod, Eisen, Kalium oder Calcium können Symptome wie brüchige Nägel, Haarausfall bis hin zu Herzrhythmusstörungen oder auch eine Störung des Elektrolythaushaltes die Folge sein. Es ist daher immens wichtig, auf den eigenen Körper zu hören, Warnsignale zu erkennen und wachsam zu sein, wenn man diese bei anderen Personen bemerkt. Schließlich kann eine gesunde Ernährung durchaus Spaß machen und im Gespräch mit dem Hausarzt ist normalerweise schnell herauszufinden, inwieweit ein Grund zur Sorge besteht.

* Bildquelle: © Coloures-pic – Fotolia.com

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