Entfernen einer Zecke – wie geht es richtig?


Achtung, Zecken! Sollte sich dennoch eine Zecke festgesaugt haben, finden Sie hier Tipps zum Entfernen einer Zecke.

Achtung, Zecken! Sollte sich dennoch eine Zecke festgesaugt haben, finden Sie hier Tipps zum Entfernen einer Zecke. *

Hat sich eine Zecke auf Mensch oder Haustier festgebissen, sollte sie schnellstmöglich und vor allem richtig entfernt werden. Wie geht das Entfernen einer Zecke möglichst richtig, um eine Infektion mit Borreliose oder eine FSME-Infektion zu vermeiden? Ein Zeckenstich ist kein absoluter Notfall und kein Grund für voreilige Handlungen, insbesondere nicht für das Entfernen mit bloßen Fingern. Ohne die richtigen Hilfsmittel ist es schwer, die Zecke im wahrsten Sinne des Wortes richtig „im Griff zu haben“, da die Zecken sich mit einer Art Widerhaken im Wirt verankern und zudem nach ca. 10 Minuten nach dem Stich eine Art Klebstoff entwickeln, der zudem dafür sorgt, dass die Zecke sehr fest sitzt. Je länger sie sich dort festgebissen hat, desto größer ist das Infektionsrisiko.

Warum bleibt der Zeckenstich meistens unbemerkt?

Mit kleinen, scharfen Beißwerkzeugen ritzt die Zecke die Haut ihres Wirtes leicht auf und kann dann problemlos ihren kleinen Stechrüssel, mit dem sie das Blut aufsaugt, in die Haut stechen. Das Aufritzen und Hineinsteichen des Rüssels tut nicht weh, da die Zecke die Einstichstelle direkt mit ihrem Speichel, welcher ein Betäubungsmittel enthält, schmerzfrei macht.

Zecken schnellstmöglich entfernen

Hat die Zecke unbemerkt zugestochen, beginnt sie, sich vollzusaugen. Je länger sie Zeit hat, Blut zu saugen, desto mehr Zeit hat sie auch, Krankheitserreger zu übertragen. Plant man also einen Aufenthalt im Freien, ist es ratsam, entsprechende Utensilien zum Entfernen einer Zecke direkt mitzunehmen. Innerhalb von 12-24 Stunden kann man sich mit einer Borreliose infizieren, eine FSME-Infektion kann direkt nach dem Stich erfolgen, da die Viren im Speichel der Zecke enthalten sind. Die Unterschiede zwischen Borreliose und einer FSME-Infektion:

Borreliose
Bei der Borreliose handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die hauptsächlich durch Zeckenbisse übertragen werden kann. Erstes Indiz ist eine kreisförmige Rötung, welche sich um die Einstichsstelle verbreitet. Ein grippaler Effekt sowie neuronale Störungen und Gelenkentzündungen können die Folge sein. Wird die Borreliose nicht rechtzeitig erkannt, können langfristige Schäden der Gelenke und des Gehirns entstehen.
Erfahren Sie hier mehr über die Borreliose, die verschiedenen Krankheitsstadien, die Behandlung und Vorbeugung: Lyme Borreliose

FSME-Infektion
Die FSME-Infektion (Frühsommer-Meningoenzephalitis) wird durch das FSME-Virus ausgelöst, welches sich in den Speicheldrüsen der Zecken befindet und das zentrale Nervensystem angreift. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen können die Folge sein, in schweren Fällen kommt es zu einer Gehirnentzündung, wobei hier nicht die Hirnhaut sondern das ganze Gehirn betroffen ist. Eine FSME-Infektion kann nicht behandelt werden, eine Impfung ist empfehlenswert, wenn man sich viel in der Natur aufhält.

Die Zecke möglichst nah an der Haut fassen und langsam und kontrolliert enfernen – nicht versuchen, sie in einem Ruck aus der Haut zu reißen.

Wird die Zecke zerquetscht, gelangt mehr Körperflüssigkeit der Zecke in die Haut des Wirtes. Auch sollte man keinesfalls zu Hausmitteln greifen, die angeblich Zecken bekämpfen: Öl, Klebstoffe, Alkohol oder Nagellack sorgen nur dafür, dass mehr potentielle Krankheitserreger injiziert werden.

Folgende Utensilien eignen sich zum Entfernen einer Zecke

„ZeckenPinzette“ von mosquito®

„ZeckenPinzette“ von mosquito®

Beste Wahl: Eine Pinzette
Am besten lässt sich die Zecke einfach mit einer Pinzette entfernen. Die Enden der Pinzette direkt über der Haut am Kopf der Zecke vorsichtig ansetzen und langsam (!) und vorsichtig ziehen. Nicht ruckartig rausreißen, damit die Zecke auch vollständig entfernt wird und nicht zerreißt oder zerquetscht wird. Ebenfalls nicht hin und her drehen, damit die Zecke nicht noch mehr Körperflüssigkeit, beispielsweise ihren Mageninhalt samt Krankheitserreger, abgibt. Eine spezielle Zeckenpinzette eignet sich hier besser als eine herkömmlichee, da sie feine, spitz zu laufende und leicht gebogene Enden hat.

Empfehlung:
„ZeckenPinzette“ von mosquito® aus der Apotheke mit besonders feiner Stahlspitze und  individuell einsetzbarem Druck, der eine schonende und fachgerechte Entfernung der Zecken ermöglicht. Die mosquito ® ZeckenPinzette ist über WEPA APOTHEKENBEDARF zu beziehen.

Entfernen einer Zecke mit der Zeckenzange

Zeckenzange *

Entfernen einer Zecke mit der Zeckenzange
Zeckenzangen laufen meistens vorne spitz zu und haben hinten einen Druckknopf, mit dem man die kleinen Greifarme öffnen kann und die Zecke greifen kann. Die Zeckenzangen lassen sich oft nicht präzise genug ansetzen, sodass man die Zecke quetschen kann und das Risiko besteht, dass noch mehr Körperflüssigkeit der Zecke übertragen wird. Hat man die Zecke jedoch einmal mit den Greifarmen umfasst, ist das vorsichtige Entfernen einer Zecke mit der Zange einfach. Kleine Nymphen jedoch (noch nicht ganz ausgewachsene Zecken), welche nur ca. 2-3 mm klein sind, bekommt man damit meist nicht entfernt.

Zeckenschlinge: Fingerspitzengefühl ist gefragt
Zeckenschlinge mit Hilfe des Knopfes ausfahren und um die Zecke legen, so nah an der Haut wie möglich. Die Spitze des Schlingenstifts sollte neben der Zecke leicht in die Haut gedrückt werden zwecks sicherer Platzierung. Zum Entfernen der Zecke den Knopf loslassen und Stift senkrecht nach oben und leicht ziehend entfernen. Ein gutes Fingerspitzengefühl ist bei der Anwendung des Zeckenschlingenstifts jedoch notwendig.

Zeckenkarte
Die Zeckenkarte ist eine dünne Karte mit speziell geformtem Ausschnitt, mit welchem die Zecke einfach herausgeschoben wird. Die Zecke mit der Einkerbung in der Karte leicht anheben und vorsichtig hochheben. Die Gefahr, die Zecke zu quetschen, ist mit der Zeckenkarte nicht groß, zudem kann sie im Scheckkartenformat immer überall mit hingenommen werden.

Nach dem Entfernen der Zecke: Desinfizieren

Die Einstichstelle nach dem erfolgreichen Entfernen der Zecke desinfizieren. Im Falle einer Entzündung der Bisstelle am besten Betaisodona-Salbe oder ein anderes jodhaltiges Desinfektionsmittel verwenden.

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 Bildquellen:
*: Achtung, Zecken: Dieter Schütz  / pixelio.de
**: Zeckenzange: Sylvia Voigt  / pixelio.de
***: Zeckenpinzette: WEPA APOTHEKENBEDARF GmbH & Co KG, 56204 Hillscheid

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