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Wissens- und Beachtenswertes bei einer Augenlidstraffung *

Lidplastiken wie die Augenlidstraffung sind kleine Eingriffe mit vergleichsweise großer Wirkung. Sie lassen die Augenpartie von Patientinnen und Patienten jünger und frischer aussehen. Weil die Haut der Augenlider besonders dünn und zart ist, lässt sich der Alterungsprozess an dieser Stelle für gewöhnlich am schnellsten erkennen. Unterstützt wird er durch Mimik, Sonnenbäder und/oder Veranlagung. Die Folgen des Elastizitätsverlustes der Haut sind Alterserscheinungen wie Fältchen, Schlupflider oder Tränensäckchen. In Extremfällen kann es sogar zu einer Einschränkung des Gesichtsfeldes kommen. Die Oberlider sind häufiger betroffen als die Unterlider. Wissenswertes, Beachtenswertes und Alternativen zur Augenlidstraffung finden sich in diesem Beitrag.

Ablauf und Beachtenswertes bei einer operativen Augenlidstraffung

Durch den Eingriff der Augenlidstraffung werden überschüssige Fett-, Haut und Muskelpölsterchen entfernt. Anschließend wirkt die Augenpartie – und damit das Gesicht! – wesentlich jünger und frischer. Die Operation erfordert eine Menge Feingefühl. Die Gefahr des Eingriffs besteht vor allem in der Entfernung von zu viel – oder aber auch zu wenig – Haut. Um das Risiko der Operation möglichst gering zu halten gilt es, einige Verhaltensregeln und -richtlinien zu beachten.

Dazu gehört beispielsweise der Verzicht auf blutgerinnungsverzögernde Medikamente wie Aspirin. Auch Nikotin führt zu einer geringeren Durchblutung der Organe. Im operierten Bereich kann es daher zu einer Störung der Durchblutung kommen. Medikamente wie die Antibabypille steigern das Risiko der Bildung von Blutgerinnseln. Daher sollte bereits zwei Wochen vor der Operation sowie für die Dauer der Wundheilung nach der Operation auf den Konsum von Nikotin verzichtet werden.

Augenlidstraffung ohne Operation: Informationen finden Sie beispielsweise auf den Seiten von Gesund & Schön, Medizinisch dermatologische Kosmetik.

Oberlidstraffung vs. Unterlidstraffung

Der Eingriff der Augenlidstraffung wird für gewöhnlich ambulant – in örtlicher Narkose – durchgeführt, kann aber auch stationär erfolgen. Die Voruntersuchungen, die notwendig sind, werden am Vortag des Termins in der Klinik durchgeführt. Vor dem Eingriff bespricht der Narkosearzt beziehungsweise Anästhesist die Narkose mit dem Patienten. Die Operation dauert etwa 45 Minuten pro Auge – sofern Ober- und Unterlid operiert werden. In Einzelfällen kann der Eingriff an den Augenlidern auch länger dauern.

Im Falle einer Oberlidstraffung verläuft die Schnittführung in den naturgegebenen Falten des Oberlids. Im Falle einer Unterlidstraffung verläuft die Schnittführung unterhalb der Wimper des Unterlids. Manchmal erweitert der Operierende die Hautausschnitte – so beispielsweise, wenn auch Krähenfüße oder Lachfältchen entfernt werden sollen. Dann wird alles sehr fein und intrakutan – also von außen nicht sichtbar – genäht.

Im Anschluss an die Operation sollte auf ausreichend Erholung und Entspannung geachtet werden. Die Genesung nach dem Eingriff nimmt etwa eine Woche in Anspruch. Um die Bildung von Blutgerinnseln zu vermeiden, sollte man möglichst frühzeitig im Anschluss an die Operation aufstehen. Viel Ruhe, idealerweise mit erhöhtem Oberkörper im Bett, beschleunigt den Wundheilungsprozess. Linderung verschafft eine Eisbrille. Ein leichtes Brennen der Augen beziehungsweise Lider ist vollkommen normal. Schmerzen können – und sollten – mit schmerzstillenden Medikamenten gelindert werden.

Zwei Tage nach dem Eingriff darf in Maßen gelesen und ferngesehen werden. Kontaktlinsenträger dürfen diese im Anschluss an die Operation bedenkenlos tragen. Es sollte lediglich darauf geachtet werden, dass der Patient beim Einsetzen keinen Zug auf die Wundränder ausübt. Nach Entfernung der Fäden können die Ober- und Unterlider der Augen wieder gewaschen und auch anderweitig ganz normal behandelt werden.

Schwellungen und Reizungen der Bindehaut

Wer sich für eine Straffung der Augenlider entscheidet sollte sich bewusst machen, dass keine Operation ohne Risiko ist. Auch bei allergrößter Sorgfalt des Operierenden können während oder nach dem Eingriff Schwierigkeiten auftreten. Zu ihnen gehören Schwellungen, Blutergüsse, Infektionen und/oder Reizungen der Bindehaut. Blutergüsse bilden sich für gewöhnlich von alleine zurück. Selten kommt es zu Blutergüssen und Nachblutungen ein paar Tage nach der Operation.

Fettkörper und Bindegewebe können anschwellen und schmerzhaft sein. Kühlende Maßnahmen, manchmal in Verbindung mit einer medikamentösen Behandlung, können helfen. Bei mechanischer Belastung kann es zum Auseinanderweichen der Wundränder kommen; dadurch ist ein ungünstiger Verlauf der Narbenbildung möglich. Infektionen führen oft zu einer verzögerten Heilung der Wunden. Die Ausprägung von Narben ist anlagebedingt von Patient zu Patient unterschiedlich. Für gewöhnlich verschwindet die Rötung einer Naht jedoch im Laufe von zwei bis drei Wochen. Ebenfalls möglich sind Nebenwirkungen wie Augentrockenheit, die jedoch durch die Verwendung von Augentropfen gemildert werden kann.

* Bildquelle: cocoparisienne / pixabay.com

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