Erfolgsgeschichte der Augenlaserbehandlung: LASIK


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Augenlaser-Behandlungen als Therapie der Zukunft? *

Mehr als 39 Millionen Deutsche leiden unter einer Fehlsichtigkeit. Diese beeindruckende Zahl stammt vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) und unterstreicht, dass die Augengesundheit bei vielen Verbrauchern leidet. Brillen oder Kontaktlinsen sind in der Regel die Mittel, mit denen gerade Kurz- und Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmungen behandelt werden. Eine wachsende Zahl von Betroffenen geht aber einen anderen Weg – und entscheidet sich für LASIK. apotheken-wissen.de beleuchtet in diesem Gesundheitsbeitrag eine durch LASIK mögliche Erfolgsgeschichte in der Augenlaserbehandlung.

Hintergrund der Augenlaserbehandlung LASIK

Dahinter steht der Begriff Laser-in-situ-Keratomileusis, welcher Teil der refraktiven Chirurgie ist. In den vergangenen Jahren haben sich immer mehr Patienten für diese Behandlung entschieden. Laut Verband der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie (VSDAR) liegt die Zahl der LASIK-Eingriffe bereits seit 2008 bei über 100.000 Operationen im Jahr. Allein für 2011 ging der VDSAR von 125.000 LASIK- Eingriffen aus.

Dass die LASIK-Methode seit ihrer ersten Anwendung so deutlich an Akzeptanz gewonnen hat, ist sicher einer Tatsache geschuldet: Nach dem erfolgreichen Eingriff kann auf das Tragen anderer Sehhilfen verzichtet werden. Ein Alltag ohne die Einschränkungen der Brille oder von Kontaktlinsen klingt verlockend. Angesichts der Kosten, die für eine LASIK-Operation anfallen, sind Patienten zumindest im ersten Moment skeptisch.

Die Anfänge der Augenlaserbehandlungen – wie alles begann

Fehlsichtigkeiten begleiten Menschen nicht erst seit einigen Jahrzehnten. Bereits seit dem Mittelalter ist bekannt, dass sich mithilfe von Linsen Sehfehler verbessern lassen. Die Behandlung mittels Laser ist allerdings ein relativ junges Tätigkeitsfeld der Medizin, dessen Vorreiter noch ganz klassische Elemente der Chirurgie enthielten.

Als Bestandteil der refraktiven Chirurgie gehört zu den Vorläufern der LASIK beispielsweise die radiäre Keratotomie der 1930er Jahre, die über Einschnitte in die Hornhautoberfläche eine operative Korrektur der Sehschwäche erreichen wollte. Das Problem: Vernarbungen führten bei dieser Methode zu Komplikationen. Und auch die später verfeinerten Methoden konnten durch die mangelhafte Langzeitwirkung nicht überzeugen.

Erstmals zur Anwendung der Lasertechnologie in der Augenheilkunde kam es laut augen-jounal.de es laut augen-journal.de Ende der 1970er Jahre mit Entwicklung der photorefraktiven Keratektomie (PRK), die den Weg zur heute bekannten LASIK-Methode bereits erahnen ließ.

LASIK als Zäsur in der Augenheilkunde

Refraktive Defekte des Auges haben sich bis zur Einführung der Lasertechnologie im Wesentlichen nur auf zwei Wegen behandeln lassen. Entweder durch Hilfsmittel wie die Brille bzw. Kontaktlinsen. Oder den Einsatz operativer Methoden. Erst der Laser hat Behandlungen am Auge möglich gemacht, die deutliche Behandlungserfolge weitgehend ohne die Komplikationen klassischer Operationen erreichen.

Allen Ansätzen ist eines aber immer gemeinsam: Es geht im Wesentlichen darum, die Brechungseigenschaften des Auges insoweit zu verändern, dass Patienten ihre Umwelt wieder scharf wahrnehmen können. Die LASIK-Methode konzentriert sich dabei auf Veränderungen der Hornhaut. Dabei hat die Einführung dieser Behandlung für den Patienten mehrere Vorteile. Auf der einen Seite ist der Zeitaufwand für die Behandlung relativ kurz. Andererseits sieht sich der Patient einem – im Vergleich zu anderen Behandlungen – deutlich niedrigerem Infektionsrisiko gegenüber.

Der Clou: Das Augenlasern geht nicht auf Mediziner zurück. Die Grundlagen stammen von einem Physiker, Josef Bille, aus Deutschland. Das Prinzip der LASIK-Methode beruht auf folgendem schematischen Ablauf:

  • Voruntersuchung (Bestimmung der Augenparameter und OP-Plan)
  • lokale Betäubung des Auges
  • Vorbereitung des Operationsfelds
  • Eröffnung und Freipräparieren des Flap
  • Abtragen des Hornhautgewebes
  • Entfernen des bearbeiteten Gewebes, Spülen
  • Zurückklappen und das Glattstreichen des Flap.

Der Flap heilt in der Regel bereits weniger Tage wieder an den Schnitträndern an. Eine vollständige Genesung kann sich allerdings über Wochen hinziehen. In Bezug auf die Vorteile ist LASIK anderen früheren Methoden der refraktiven Chirurgie in jedem Fall überlegen. Es treten:

  • kaum bis keine Schmerzen auf
  • die Sehkraft erholt sich in der Regel zügig
  • Belastungen im Alltag erscheinen gering.

Allerdings treten laut einem Artikel auf spiegel.de auch beim LASIK Risiken auf – besonders im Zusammenhang mit dem Flap. Dieser kann verrutschen oder sich wieder ganz eröffnen, es besteht die Gefahr von Eintrübungen und gerade direkt nach der Behandlung können trockene Augen auftreten. Trotzdem ist die LASIK-Methode ein wegweisender Schritt in der Augenchirurgie.

Weiterentwicklungen von LASIK – Femto- LASIK und ReLEX-SMILE

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LASIK als Zäsur in der Augenlaserheilkunde! **

Das Augenlasern ist eine schonende und moderne Methode, um Fehlsichtigkeiten langfristig zu korrigieren. Mithilfe der LASIK-Methode können Patienten – sofern die Voraussetzungen stimmen – bereits kurze Zeit nach dem Eingriff wieder scharf sehen. Obwohl ein noch junges Verfahren, existieren bereits verbesserte Methoden. Eine dieser Behandlungswege ist das sogenannte Femto-LASIK.

Hierbei wird der Flap, also der Schnitt unter der Hornhautoberfläche, unter welchem das Gewebe bearbeitet wird, mit einem Femtosekundenlaser angelegt. Dessen Vorteil liegt in der Tatsache, dass mit dem Femto-Laser kein Schnitt im klassischen Sinn erfolgt. Der Laser erzeugt kleine Blasen im Gewebe, die beim Abbruch der Behandlung vom Auge wieder resorbiert werden. Damit sind Korrekturen am Flap bei der Femto-LASIK immer noch möglich.

Eine ebenfalls sehr neue Entwicklung ist das ReLEX-SMILE. Anders als bei den LASIK-Methoden muss durch den Operateur hierbei kein Flap für die Entnahme des Gewebes freipräpariert werden. Die ReLEX-SMILE-Methode ist so angelegt, dass das Lentikel (entferntes Hornhautgewebe) über einen kleinen, minimalinvasiven Schnitt entnommen werden kann. Auf dieser Weise kommt es:

  • zu einer Minderung des Hornhauttraumas
  • zu einem geringerem Verlust der Hornhautsensibilität
  • zu einer weitgehenden Intaktheit der Hornhautoberfläche.

Wer sich für eine Augenlaserbehandlung entscheidet, sollte allerdings auf Qualität setzen. Diese spiegelt sich mitunter in der Zahl durchgeführter Operationen wider. So hat zum Beispiel Smileeyes laut eigener Aussage bereits über 55.000 Eingriffe dieser Art durchgeführt. Solche Zahlen seriöser Anbieter zeugen von Erfahrung und sorgen dafür, dass zumindest handwerkliche Risiken minimiert werden können.

Fazit: Endlich wieder scharf sehen

Das Augenlasern verspricht vielen Patienten, die seit Jahre unter teils schweren Fehlsichtigkeiten leiden, Heilung. Zumal der Eingriff am Auge auf den ersten Blick viele Vorteile bietet, wie das geringe Infektionsrisiko, und meist binnen kurzer Zeit Ergebnisse zu sehen sind. Allerdings muss jedem Betroffenen an dieser Stelle klar sein, dass die LASIK-Methoden und ReLEX-SMILE-Methode immer einen Eingriff darstellen, der auch Risiken hat.

Schmerzen, Störungen der Empfindlichkeit, Lichthöfe oder Keratektasie sind nur einige Punkte, die hier zu nennen sind. Und auch die Sicherheit beim ReLEX-SMILE liegt nicht bei 100 Prozent. Zumal das Augenlasern nicht für jede Fehlsichtigkeit in Frage kommt. Es muss daher immer abgewogen werden, ob eine konservative Behandlung nicht Ähnliches erreicht – ohne OP-Risiko. Trotzdem: Das Augenlasern wird auch in Zukunft vielen Patienten zu einem Leben ohne Brille und zu scharfem Sehen verhelfen können.

* Bildquelle: @PublicDomainPictures (CC0-Lizenz)/ pixabay.com
** Bildquelle: @Hebi65 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

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