Aphthen im Mund – schmerzhaft entzündliche Stellen an Mund, Schleimhaut oder Zunge


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Häufig können sich im Inneren des Mundes schmerzhaft entzündliche Aphten verbergen *

Sie sind sehr schmerzhaft, hartnäckig und es braucht oft einige Tage, bis sie wieder verschwunden sind: Aphthen. In den meisten Fällen sind sie harmlos und verschwinden nach einer gewissen Zeit wieder. Sie können jedoch wieder kehren und sind besonders auf bzw. nahe der Zunge häufig hinderlich beim Sprechen. Bei kleinen Kindern können sie außerdem als Begleiterscheinung bei Keuchhusten (daher der Ausdruck Keuchhustengeschwür) oder auch im Rachenraum als Folge des Saugens an der Flasche auftreten.

Grundlagenwissen Aphten

Aphten zählen zu den am häufigsten auftretenden Erkrankungen der Mundschleimhaut: ungefähr jeder zehnte ist in seinem Leben mindestens einmal betroffen. Aufgrund von Schwellungen und auch der Schmerzen stellen die Geschwüre eine erhebliche temporäre Einschränkung des Wohlbefindens dar und können in verschiedenen Fällen auch eine Reaktion auf einen Mangel an Vitaminen und auch Mineralstoffen sein. Die Intensität der Schmerzen kann grundlegend variieren – je nachdem an welchem Ort sich die Aphte befindet. Im Normalfall äußern sich die Schmerzen im Bereich der Zunge stärker als beispielsweise im inneren Bereich der Wange.

Formen und Auswirkung der Aphthen

Es gibt drei Arten von Aphten, die sich in Beschaffenheit und auch Intensität unterscheiden: In mehr als 80 Prozent der Fälle handelt es sich um sogenannte Minor-Aphthen. Diese betreffen die Schleimhäute meist oberflächlich und sind häufig nach ein paar Tagen wieder verschwunden. Weitaus seltener sind Major-Aphthen. Diese Form der Hauterkrankung kann eine Größe von ca. drei Zentimetern erreichen und dringt besonders tief in die betroffene Schleimhaut ein, auch dauert die Ausheilung hier deutlich länger. Schlussendlich gibt es noch die seltene Form der Herpetiforme Aphthen, diese weisen eine gewisse Ähnlichkeit mit Herpesbläschen auf und betreffen in grösserer Anzahl die Innenseiten der Lippen.

Aphten bilden häufig eine gelblich-weiß gefärbte Oberfläche mit einem entzündeten Rand und schmerzen unangenehm beim Schlucken und Trinken. Auch die Kaubewegung beim Essen kann durch die zusätzliche Reizung eine kurzzeitige Verschlimmerung der Entzündung sowie des Wundschmerzes verursachen. Auf der Seite Gesunder Mund erfahren Interessierte mehr über schmerzhafte Aphthen, Hintergründe und auch Möglichkeiten der Vorbeugung.

Ursachen und Linderung

Die Ursachen für Aphthen können vielfältig sein, nicht immer ist es eine Unverträglichkeitsreaktion, die beispielsweise bei Nahrungsmitteln wie Nüsse, Zitrusfrüchte, Tomaten oder auch bei Zusatzstoffen wie Konservierungs- oder auch Farbstoffen auftreten können. Weitere Auslöser können genetische Faktoren oder auch bakterieller Natur sein, ebenfalls kommen chronische Erkrankungen (z.B. Diabetes) oder auch Autoimmunerkrankungen in Betracht. Sogar durch Hormonschwankungen oder Stress können Aphten verursacht werden.

Grundsätzlich kann man hierbei, ähnlich wie bei Herpesbläschen, nicht die Ursache bekämpfen, sondern lediglich die Symptome. Indem man betäubende Salben und Gele aufträgt und versucht, den betroffenen Bereich so wenig wie möglich zu reizen. Im Laufe der Tage verheilt die betroffene Stelle und die Schmerzen verschwinden, auch wenn die Zeit bis dahin noch so lang und unangenehm sein mag. In den meisten Fällen lohnt es sich nicht, einen Arzt aufzusuchen, da dieser auch nicht viel mehr unternehmen kann als man selber. Treten die schmerzhaften Stellen jedoch immer wieder auf, sind besonders groß oder dauert die Heilung länger als maximal drei Wochen, sollte doch ein Arzt zu Rate gezogen werden da dies eventuell auch auf weitere Erkrankungen zurück zu führen ist.

Was kann man tun, um vorzubeugen?

Hat die Erfahrung bereits gezeigt, dass der Verzehr von Zitrusfrüchten oder von weiteren säurehaltigen Lebensmittel eine Ursache für die schmerzhaften Aphthen sein kann, sollte man diese möglichst vom Speiseplan streichen. Zusätzlich wird empfohlen, in akuten Fällen auf eine besondere Mundhygiene zu achten, damit Bakterien keine Chance haben, sich häuslich nieder zu lassen bzw. weiter auszubreiten. Hierbei kann bereits ein antibakterielles Mundwasser oder auch eine Lösung mit Wasserstoffperoxid hilfreich sein.

Eine weitere Ursache für Aphthen im Mund kann der in der Zahnpasta enthaltene Wirkstoff Natriumlaurylsulfat. Im Zweifelsfall wird daher empfohlen, auf die Zahnpasten, die diesen Stoff enthalten, zu verzichten. Zwischendurch oder auch in akuten Fällen hat sich ebenfalls das Spülen mit Salbei- oder auch Kamillentee als wirksames Hausmittel bewährt.

* Bildquelle: Giuliamar / pixabay.com

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