Behandlung und Pflege bei Rosacea


Die Rosacea-Erkrankung geht oft mit unangenehmen Symptomen einher*

Viele kennen das Gefühl: Plötzlich zeigen sich Rötungen im Gesicht, die Haut beginnt zu jucken. Man fragt sich, was die Auslöser sein könnten und denkt in vielen Fällen erst einmal an Allergie, Stress oder sonstige Unverträglichkeiten, die im Idealfall schnell auch wieder verschwinden, wenn die richtige Salbe aufgetragen wird. Oft ist dies auch richtig, aber manchmal liegen die Ursachen tiefer und die Symptome verschwinden nicht so einfach, wie sie gekommen sind. Einer dieser Fälle liegt vor, wenn der Patient unter der Hautkrankheit Rosacea leidet.

Was ist Rosacea?

Rosacea gehört zu den Dermatosen (Erkrankungen der Haut), die im Normalfall ausschließlich das Gesicht und ganz besonders Stirn, Wange, Nase und Kinn betreffen. Nur in seltenen Fällen werden auch andere Bereiche wie Augen, Brust, Kopfhaut oder Nacken in Mitleidenschaft gezogen. Die Krankheit ist nach aktuellen Erkenntnissen nicht heilbar, verläuft in Schüben und weist einen chronischen Verlauf auf. Daher ist eine gute und milde Pflege der entsprechend betroffenen Stellen besonders wichtig, um die Auswirkungen für den Patienten zumindest zu lindern und weitere Reizungen und Rötungen der Haut zu verhindern.

Welche Formen der Erkrankung gibt es?

Ein weiteres Merkmal dieser Hautkrankheit ist, dass sie in verschiedenen Schweregraden bzw. Schüben verläuft.

Der erste Grad der Erkrankung (Couperose) zeichnet sich eher unauffällig durch eine oft schuppige und trockene Rötung der Haut aus, die zunächst eher einem Sonnenbrand gleicht. Zusätzlich kommen noch unangenehme Symptome wie Stechen, Brennen oder Jucken der Haut hinzu.

Der zweite Grad (Rosacea pustulosa) zeigt sich in Form von oft endzündlichen Schwellungen oder Prusteln, die oft wochenlang andauern können. Hier besteht aufgrund der Ähnlichkeit mit Aknesymptomen nicht selten zunächst die Gefahr einer Fehldiagnose. Allerdings werden im Gegensatz zur Akne bei der Rosacea-Erkrankung keine Mitesser gebildet.

Der dritte Grad der Hauterkrankung (Glandulär-hyperplastische Rosacea) tritt vor allem bei Männern auf. Sie äußert sich dadurch besonders unangenehm, da es hier zur Bildung von Wucherungen kommen kann. Diese betreffen sowohl Talgdrüsen als auch das Bindegewebe und können beispielsweise zu der bekannten Knollennase führen. Auch Bindehaut-, Hornhaut- oder Lidrandentzündungen können eine Folge der Krankheit sein.

Welche Ursachen bzw. Auslöser sind möglich?

Es wird vermutet, dass die Ursache für die Hauterkrankung in der genetischen Veranlagung des Patienten liegt. Zusätzlich können verschiedene äußere und auch neurologische bzw. immunologische Faktoren eine Rolle spielen. Beispielsweise können neben bestimmten Medikamenten auch Stress, zu lange Sonnenbäder, verschiedene Kosmetika, Alkohol, Nikotin oder Lotionen mit alkalischem PH-Wert zu den Auslösern gehören. So kann es bei jemandem, der gerade Joggen war und in der Sonne geschwitzt hat, vorkommen, dass die Symptome sich nach dem Laufen deutlich verschlimmert haben. Auch zu scharf gewürztes Essen kann zu einer Verstärkung der Symptome führen.

Pflege und Behandlungsmöglichkeiten

Da es bislang keine Möglichkeit der Heilung gibt, besteht hier anderweitig die Möglichkeit, die Ausbildung und Intensität der Symptome zumindest abzuschwächen und für ein klareres und gleichmäßigeres Hautbild zu sorgen. Dies kann beispielsweise durch Salben und Cremes mit oder Antibiotika sowie photodynamische Therapien oder in schwereren Fällen auch durch chirurgische Eingriffe geschehen.

Gerade bei der Verwendung von medizinischen Cremes und Salben ist hier eine besonders sorgfältige Pflegeroutine über einen langen Zeitraum hinweg unerlässlich. Zusätzlich ist es in vielen Fällen sinnvoll, die genannten Auslöser wie zuviel Sonne, Hitze, Stress und Alkohol zu meiden, um zumindest eine Verschlimmerung zu verhüten und der Haut eine Chance auf Besserung zu verschaffen. Lässt sich ein Aufenthalt in der Sonne nicht vermeiden, so wird hier ein Sonnenschutz mit besonders hohem Lichtschutzfaktor empfohlen.

Hier finden Sie weitere spezielle Tipps und Anregungen zur Rosacea Pflege.

Wer ist besonders betroffen?

Rein theoretisch kann jeder an Rosacea erkranken, jedoch tritt die Krankheit am häufigsten bei Menschen ab 30 Jahren auf. Da Menschen mit hellem Hautton besonders anfällig sind, spricht man auch vom „Fluch der Kelten“. In der Regel sind Frauen etwas häufiger betroffen als Männer, jedoch unterscheiden sich hier auch die Symptome. Die sogenannte Knollennase, die auf ein  Rhinophym zurückzuführen ist, tritt vor allem bei Männern auf. In jedem Fall sollte die Diagnose immer durch den behandelnden Hautarzt erfolgen, dieser kann dann je nach Krankheitsbild die passende Therapie zusammenstellen.

* Bildquelle: geralt / pixabay.com

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