OP, FFP2 & FFP3: Welche Masken bieten den optimalen Schutz?


Corona Masken

Corona Schutzmasken: was sind und was können die einzelnen Maskentypen? *

In medizinischen Berufen sowie auch im Bereich des Arbeitsschutzes, fanden Masken wie Einwegmasken (OP-Masken) und solche mit dem FFP-Standard (FFP1, FFP2, FFP3) bereits vor dem Beginn der Corona-Pandemie 2020 Anwendung. Mit der globalen Ausbreitung des Corona Virus, wurden die verschiedenen Mundschutz-Typen auch bei Privatpersonen zum täglichen Begleiter.

Noch heute ist für viele Menschen nicht klar, welche Maske letztendlich einen optimalen Schutz bietet. Dabei muss berücksichtig werden, dass man beim Wort „Schutz“ etwas genauer definieren muss: Denn es gibt zum einen den Eigenschutz, was bedeutet das man als Träger selbst geschützt ist, als auch den Fremdschutz, bei dem auch das Umfeld des Trägers geschützt wird.

Was kann welche Maske?

Zu Beginn der Corona-Pandemie legte man zunächst einmal Wert darauf, dass die Menschen überhaupt einen Mundschutz tragen. Daher wurden auch selbst genähte DIY-Masken (auch bekannt als Community Masken) aus Stoff akzeptiert. Auch das Tragen von Tüchern wurde anfangs noch als Mundschutz geduldet. Doch da weder die DIY-Maske noch die „Tuch-Maske“ einen wirklichen Schutz lieferten, wurde schnell die Pflicht zum Tragen eines medizinischen Mundschutzes in Form einer OP- oder FFP2- bzw. FFP3 Maske eingeführt.

Betrachtet man die allgemeine Schutzwirkung, so war dies sicherlich die richtige Entscheidung:

DIY-Maske (Community Maske) bzw. Tuchmaske aus Stoff:

  • Trägerschutz: Nein
  • Umgebungsschutz: Möglich (nicht wissenschaftlich belegt)
  • Zertifiziert: Nein

Medizinischer Mund-Nasen-Schutz (OP- bzw. Einwegmaske):

  • Trägerschutz: Nein
  • Umgebungsschutz: Ja
  • Zertifiziert: Ja

FFP2- & FFP3 Masken ohne Ventil:

  • Trägerschutz: Ja
  • Umgebungsschutz: Ja
  • Zertifiziert: Ja

Lediglich die FFP2- bzw. FFP3 Masken bieten einen vollumfänglichen Schutz, weshalb relativ schnell auf eine FFP2-Maskenpflicht in vielen Bundesländern umgestellt wurde.

Wichtig hierbei ist: Die Masken dürfen kein Ventil haben. Denn, Masken mit Ventil bieten keinen Umgebungsschutz, sondern schützen nur den Träger. Grund dafür ist das Ventil an der Maske, welches sich beim Einatmen schließt, wodurch keine schädlichen Stoffe in die Atemwege gelangen können, ich jedoch beim Ausatmen öffnet, wodurch Bakterien in die Luft gelangen können. Den wirksamsten Schutz bieten demnach FFP2- & FFP3 Masken ohne Ventil.

Was ist der Unterschied zwischen einer FFP2 und FFP3 Maske?

FFP2- und FFP3 Masken unterschieden sich streng genommen nur in der Durchlässigkeit (Leckage). Bei einer FFP2-Maske darf die Leckage maximal 8% betragen – was wiederum bedeutet, dass die Maske mindesten 92% der Bakterien, Viren usw. aus der Luft filtert. FFP3 Masken verfügen über eine maximale Durchlässigkeit von höchstens 2%. Dadurch schützt eine FFP3-Maske zu 98%.

Der Grund, warum die FFP2-Maske zum Standard wurde und nicht die FFP3-Maske liegt vor allem am Tragekomfort. Sowohl FFP2- als FFP3-Masken sitzen sehr eng am Gesicht an, wodurch die genannte Leckage entsteht. Durch diese geringe Durchlässigkeit fällt das Atmen beim Tragen von FFP2- und FFP3 Masken schwerer. Da der Atemwiederstand bei einer FFP2-Maske jedoch geringer ist als bei einer FFP3-Maske, fiel die Wahl auf den FFP2-Standard.

Ein weiterer Vorteil der FFP2-Maske ist, dass diese zwar eine Leckage von höchstens 8% haben darf, jedoch eine weitaus niedrigere Durchlässigkeit haben. Beispielsweise wurde bei der FFP2-Maske der Marke KINGFA (CE 0598) in einem von ZDF Wiso bei der Dekra durchgeführten Test mit mehreren FFP2-Masken eine Filterleistung von 98% nachgewiesen. Dies entspricht theoretisch dem FFP3-Standard.

Bieten bunte Masken den gleichen Schutz?

Verbraucher stellen sich häufig die Frage, ob FFP2-Masken in verschiedenen Farben den gleichen Schutz bieten wie die klassischen FFP- Masken in Weiß. Hierbei gilt zu beachten, dass egal ob eine FFP2-Maske weiß, blau, grau oder schwarz ist, diese sowohl CE-zertifiziert sein muss sowie auch gemäß der Norm EN 149:2001 + A1:2009 geprüft. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt werden, spielt es keine Rolle, ob die Maske nun Weiß ist, oder eine andere Farbe besitzt. Inzwischen sind auch FFP2-Masken mit Muster keine Seltenheit mehr.

Da Masken inzwischen zum Alltag gehören, ist es nur logisch das Verbraucher diese farblich zu ihrem Kleidungsstil anpassen. Ob eine FFP2 Maske schwarz, rosa oder grün sein soll, hängt immer vom individuellen Geschmack ab. Mittlerweile sind FFP2-Masken in allen Farben und mit vielen verschiedenen Mustern erhältlich. Auch verschiedene Größen die zum Beispiel für kleine Gesichter oder Kopfformen von Kindern oder Frauen passen, sind mittlerweile am Markt erhältlich.

Ist eine KN95 Maske das gleiche wie eine FFP2-Maske?

Noch vor gut einem Jahr wurden KN95-Masken mit FFP2-Masken gleichgesetzt und behauptet, es gäbe keinen Unterschied. Das ist so nicht korrekt. Vom Grundprinzip her, sind sich KN95- und FFP2-Masken ähnlich. Allerdings erfüllen KN95-masken nicht den Europäischen Standard. KN95 ist grob genommen das chinesische Äquivalent zu FFP2. Da die europäischen Normen jedoch weitaus strenger in ihrer Reglementierung sind, darf eine KN95-Maske nicht mit einer FFP2-Maske gleichgesetzt werden. Dies hat auch der oben bereits erwähnte Test des ZDF Wiso Magazin bestätigt. Darin wurden u.a. auch KN95-Masken getestet. Diese wiesen teilweise eine Durchlässigkeit von bis zu 40% auf. Das ist vom FFP2 Standard mit einer Leckage von höchsten 8% ganz weit entfernt.

Worauf sollten Sie beim Kauf achten?

Beim Kauf von FFP2-Masken sollten Verbraucher vor allem darauf achten, dass sie bei einem seriösen Händler kaufen, der Masken anbietet, die alle Anforderungen erfüllen. Achten Sie darauf das die Masken CE-zertifiziert sind (dies können Sie in der NANDO-Datenbank nachschauen), sowie gemäß der Norm EN 149:2001 + A1:2009 geprüft. Seriöse Händler und Online-Shops führen diese Informationen stets in der Produktbeschreibung auf und verweisen zudem auch immer auf die entsprechenden Zertifikate und Konformitätserklärungen.

* Bildquelle: Bellahu123 / pixabay.com

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