Brustvergrößerung: Tipps zur Vorbereitung und Nachsorge


Frau im Garten

Durch direkte Sonneneinstrahlung bildet Narbengewebe dunkle Pigmente heraus. Daher ist es angebracht, die Brust für mindestens ein Jahr nicht der direkten Sonne auszusetzen. *

Für Frauen kann es viele Gründe geben, sich für eine Brustvergrößerung zu entscheiden. Sei es, einen existierenden Größenunterschied auszugleichen oder bei einer erschlafften Brust nachzuhelfen: solch ein Eingriff steigert die Lebensqualität betroffener Frauen mitunter erheblich. Die Vor- und Nachsorge des medizinischen Eingriffs gilt es jedoch keinesfalls zu unterschätzen.

Dieser Artikel klärt über die korrekte Vor- und Nachsorge auf und gibt hilfreiche Tipps zur anschließenden Pflege.

Methode wählen und Beratungsgespräch vereinbaren

Der erste Schritt auf dem Weg zu einer vergrößerten Brust besteht darin, sich über die unterschiedlichen Methoden zu informieren. Es ist einerseits möglich, die Brüste mit abgesaugtem Eigenfett zu vergrößern. Hierzu muss der Körper jedoch genügend Körperfett mitbringen.  Nachteilig wirkt sich diese Methode insofern aus, da der Körper einen gewissen Prozentsatz Fett mit der Zeit wieder abbaut.

Eine andere Option besteht in der klassischen Variante: Einer vergrößerten Brust mit Silikonkissen. Die individuell ausgesuchten Implantate werden hierbei entweder direkt unter der Brust oder dem Brustmuskelingesetzt. Für beide Varianten ist es unerlässlich, vorab ein ausführliches und umfassendes Beratungsgespräch zu führen. Ausschließlich erfahrene plastische Chirurgen wie etwa die Mitarbeiter der Brustvergrößerung Düsseldorf sollten den medizinischen Eingriff durchführen.

Welche Verhaltensweisen sind vor der Operation anzuraten?

Vor einer angedachten Brustvergrößerung ist es sinnvoll, bestimmte Verhaltensregeln zu beachten. 14 Tage vor der Operation sollten Raucherinnen keine Zigarette mehr rauchen. Auch auf blutverdünnende Medikamente sollten ab einer Woche vor dem Eingriff verzichtet werden. Ebenfalls kann der übermäßige Genuss von Alkohol die Wundheilung verzögern und entzündliche Prozesse fördern. Für Patientinnen kann es ebenfalls sinnvoll sein, unmittelbar vor dem Eingriff auf Impfungen oder Diäten zu verzichten. All diese Faktoren minimieren das Risiko, während oder nach der Operation einen komplizierten Verlauf zu entwickeln.

Am Vorabend vor dem geplanten Termin gilt es nach Absprache mit dem Anästhesist, 6 Stunden vor dem geplanten Eingriff nichts mehr zu essen oder zu trinken. Fremdmaterialien aller Art – etwa Piercings, Kontaktlinsen oder auch Make-up – sind vorab vom Körper zu entfernen.

Schmerzen und Wundheilung nach einer Brustvergrößerung

Frau auf Bett

In den ersten Woche nach der OP ist es sinnvoll, auf dem Rücken zu schlafen. So kann die Narbe entlastet werden, zudem schläft es sich dadurch schmerzfreier. Mediziner raten dazu, frühstens nach sechs Wochen wieder auf dem Bauch zu schlafen. **

Unmittelbar nach dem Eingriff bleiben Patientinnen noch ungefähr eine Nacht im Krankenhaus. Nach dem Aufwachen kann der Brustmuskel schmerzen, sodass Bewegungen oftmals schwerfallen. Es bietet sich daher an, bequeme und leicht anziehbare Kleidung in die Klinik mitzunehmen. Etwa einen Tag nach der Operation werden die Drainagen, die das Wundwasser abfließen lassen, entfernt. Im Anschluss beginnt der eigentliche Heilungsprozess, der bei allen Patientinnen individuell verschieden verläuft.

Um die Schmerzen prophylaktisch zu behandeln, werden Schmerzmittel für drei bis fünf Tage nach Bedarf empfohlen. Ergänzend dazu lassen sich abschwellende Mittel wie Arnika-Präparate oder Ananas-Extrakte einnehmen. Trotz Schmerzmitteln kann ein leichtes Druckgefühl oder auch ein Brennen im Brustbereich auftreten. Sofern sich die Schmerzen verstärken oder die Brüste stark anschwellen oder gerötet sind, sollte eine Notfallnummer angerufen werden.

Gelegentlich stellen sich nach solch einem Eingriff vorübergehende Gefühlsstörungen ein. Dieses fremdartige Gefühl auf den betroffenen Hautarealen lässt sich auf die beanspruchten Nerven zurückführen. Es vergeht mit der Zeit, sobald sich die Haut erholt. Dieser Prozess lässt sich mit der Einnahme von Vitamin-B-Präparaten etwas beschleunigen.

Nach der Operation kann der Brustbereich zunächst anschwellen. Dieser Vorgang ist normal, da das Gewebe erst nach etwa vier bis sechs Wochen vollständig abschwillt. Es ist erforderlich, dass Patientinnen ihren Körper während dieser Zeit sorgfältig beobachten. Sofern ungewöhnliche Veränderungen oder chronische Schmerzen eintreten, ist es unabdingbar, schnellstmöglich mit den zuständigen Chirurgen Kontakt aufzunehmen.  Darüber hinaus lassen sich regelmäßige Kontrolltermine individuell vereinbaren. Sie sind wichtig, um auftretende Fragen zu klären und den Heilungsprozess in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren.

In den ersten Woche nach der OP ist es sinnvoll, auf dem Rücken zu schlafen. So kann die Narbe entlastet werden, zudem schläft es sich dadurch schmerzfreier. Mediziner raten dazu, frühstens nach sechs Wochen wieder auf dem Bauch zu schlafen.

Der richtige Zeitpunkt für beginnende Narbenpflege

Etwa zehn bis 14 Tage nach dem Eingriff werden die Fäden gezogen und schon davor ist es empfehlenswert mit der Narbenpflege beginnen. Hierfür gibt es spezielle Pflaster und Salben, welche die Narbe optimal versorgen. Oftmals kann die zuständige Chirurgie Produktempfehlungen aussprechen. Wichtig ist, nicht zu früh mit der Narbenpflege aufzuhören. Diese sollte mindestens drei, besser bis zu sechs Monate nach der Operation fortgesetzt werden.

Wirkungsvolle Tipps – wie eine optimale Nachsorge gelingt

Um nach einer Brustvergrößerung schnell zu gesunden, müssen einige Verhaltensregeln beachtet werden. Wer eine zur ästhetischen Chirurgie zählende Schönheitsoperation der Brüste durchführen lässt, bekommt anschließend einen sogenannten Stütz- oder Kompressions-BH.  Dieser spezielle, die Brust stützende BH ist mindestens sechs bis acht Wochen Tag und Nacht zu tragen. Da er die Brust stabil hält, sollte er lediglich vor dem Duschen abgenommen werden.

Ebenso wichtig wie das konsequente Tragen eines Stütz-BHs ist ein gesunder Lebensstil. Nach dem Eingriff ist es sinnvoll, so lange wie möglich nicht zu rauchen. Nikotin und andere in Zigaretten enthaltene Schadstoffe verzögern und beeinträchtigen die Wundheilung immens.

Ebenfalls sollten sportliche Aktivitäten nach dem Eingriff zunächst für mindestens sechs Wochen unterbleiben. Dazu zählen nicht nur sportliche Tätigkeiten, sondern auch Saunagänge und ausdauernder Geschlechtsverkehr. Für Patientinnen ist es zudem ratsam, ruckartige Bewegungen aller Art im Alltag zu vermeiden. Nach einer Woche dürfen Patientinnen mit langsamen Spaziergängen beginnen. Ab der sechsten Woche lässt sich der Körper langsam wieder belasten. Nach etwa drei Monaten ist bei guter Wundheilung mit keinen Einschränkungen mehr zu rechnen.

Ein weiterer, essenzieller Tipp besteht darin, dem eigenen Körper ausreichend Ruhe zu gönnen. Idealerweise nehmen sich Patientinnen nach der Operation zwei Wochen Urlaub. Während dieser für den Körper wichtigen Schonzeit sollten sie körperlich anstrengende Tätigkeiten –auch die Arbeit im Haushalt – reduzieren oder vermeiden. Stattdessen tut dem Körper jede erdenkliche Art der Entspannung gut: Musik hören oder etwa in einer entspannten Haltung Bücher lesen. Wichtig bleibt, den Brustmuskel nach der Operation so wenig wie möglich zu belasten. Streckbewegungen oder hektisches An- oder Ausziehen sollten unterbleiben.

Durch direkte Sonneneinstrahlung bildet Narbengewebe dunkle Pigmente heraus. Daher ist es angebracht, die Brust für mindestens ein Jahr nicht der direkten Sonne auszusetzen.

* Bildquelle: victoria_borodinova / pixabay.com
** Bildquelle: @lazybonesaustralia / unsplash.com

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