Wundheilung: Ratschläge zur richtigen Versorgung von Wunden


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Tipps zur Heilung von großen und kleinen Wunden *

Trotz aller Vorsicht kommt es im Alltag immer wieder auch mal zu Verletzungen. Eine rechtzeitige und ordnungsgemäße Behandlung ermöglicht einen reibungslosen Heilprozess und beugt dem Risiko von Entzündungen wie auch der Narbenbildung vor.

Erstversorgung bei Wunden

Grundsätzlich gilt: Handelt es sich um eine tiefe Wunde, deren Blutung sich nicht stillen lässt, um eine großflächige Platzwunde oder schwere Brandverletzung, dann muss man umgehend einen Arzt aufsuchen. Das gleiche gilt, falls sich die Wunde entzündet. Dies erkennt man daran, dass die Wunde anschwillt, sich rötlich verfärbt, eitert und schmerzt. Bei Verletzungen sollte die Wunde im Regelfall gereinigt, desinfiziert und anschließend verbunden werden. Besonders bei Schnittwunden kann es nötig sein, ein Heftpflaster zu verwenden oder die Wunde im Krankenhaus nähen zu lassen. Weitere hilfreiche Tipps, wie Wunden richtig versorgt werden, gibt es unter anderem hier.

Wundheilung: Was passiert und warum jucken Wunden?

Im Verlauf der Wundheilung beginnt die Wunde meist, unangenehm zu jucken. Dies ist ein gutes Zeichen, denn es bedeutet, dass ein Heilungsprozess stattfindet. Durch die Verletzung gerät die natürliche Zellstruktur der Haut in Unordnung. Um Blutverlust und Entzündungen entgegenzuwirken, muss der Körper schnell reagieren. Sogenannte Reparaturzellen müssen aktiviert und natürlich auch koordiniert werden. Um miteinander zu kommunizieren und die nötigen Prozesse einzuleiten, setzen die Zellen biochemische Botenstoffe frei. Diese reizen die empfindlichen Wunden und führen zum lästigen Kribbeln und Jucken. Dem Drang zu kratzen, sollte man jedoch widerstehen. Der Juckreiz lässt sich auch durch Kühlung lindern.

Trocken und luftig? Nein!

Lange Zeit herrschte der medizinische Irrglaube, dass Wunden trocken und an der Luft am besten verheilen würden. Diese Annahme wurde erst in den sechziger Jahren widerlegt, als der britische Arzt George Winter durch die Beobachtung von Schweinewunden feststellte, dass feucht gehaltene Wunden deutlich schneller neues Zellgewebe bilden. Wunden heilen also am besten in leicht feuchtem Zustand.

Vermeidung / Verminderung von Narbenbildung

Um Narben vorzubeugen, sollte man rechtzeitig ein Narbenspezifikum auftragen. Selbiges muss in regelmäßigen Abständen – meist einmal am Tag – sorgsam auf die Wunde aufgetragen und einmassiert werden.

* Bildquelle: sekündäre Wundheilung Felix Montino CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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