Schnupfen – wenn das Atmen schwerfällt …


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Was tun bei einem Schnupfen und was kann man vorbeugend tun? *

Ein Schnupfen, der in der nasskalten Jahreszeit zusammen mit einer Erkältung auftaucht, ist in den meisten Fällen harmlos und verschwindet auch ohne besondere Behandlung meist von selbst – das dauert nur seine Zeit. Eine Schniefnase oder gar eine verstopfte Nase können die Lebensqualität in dieser Zeit stark einschränken, weshalb Betroffene gerne zu einem Nasenspray greifen, um die Symptome zu lindern, während der Körper damit beschäftigt ist, den Infekt zu bekämpfen.

Nasensprays – schnelle Hilfe bei Schnupfen

Bei einem viralen oder bakteriellen Schnupfen kann man zu einem abschwellenden und/oder zu einem befeuchtenden Nasenspray greifen. Ersteres sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße zusammenziehen, was ein Abschwellen der Nasenschleimhaut zur Folge hat. Das Nasensekret kann abtransportiert werden, sodass der Druck in den Nasenhöhlen nachlässt und die Beschwerden sich bessern.

Meerwassersprays, welche die Nasenschleimhäute befeuchten, sind bei allen erdenklichen Arten von Schnupfen geeignet. Sie belasten die Schleimhäute nicht unnötig und verbessern die Reinigung der Nase. Vor allem bei einer trockenen Nasenschleimhaut, die im Winter von der trockenen Heizungsluft verursacht wird, ist ein Meerwasserspray das Mittel der Wahl.

Auf keinen Fall sollte man an Stelle dessen regelmäßig zu einem abschwellenden Nasenspray greifen. Diese trocknen bei einer längerfristigen Anwendung die Nasenschleimhäute noch zusätzlich aus und verstärken das Anschwellen der Nasenschleimhäute. Dadurch kommt es zu einem erneuten Schnupfen-Gefühl und mit einem erneuten Nasespray-Einsatz nähert sich der Betroffene einem Teufelskreis – abschwellende Nasensprays können zu einer Abhängigkeit führen. Als einfache Regel sollte man sich also unbedingt merken: abschwellende Nasensprays darf man nur bei einem durch eine Infektion hervorgerufenen Schnupfen und nur für den Zeitraum von maximal einer Woche einsetzen.

Weitere Tipps, um das Atmen bei Schnupfen zu erleichtern

  • Ätherische Öle wie Minz- oder Eukalyptusöl als Raumduft oder auf ein Taschentuch geträufelt und in der Nähe platziert, befreien die Nase sanft.
  • Ein Gesichtsdampfbad (10 – 15 Minuten) mit Kamille oder speziellen Präparaten aus der Apotheke ist entspannend und wirkt gleichzeitig schleimlösend und entzündungshemmend.
  • Eine hohe Luftfeuchtigkeit erleichtert das Atmen und befeuchtet die Schleimhäute. Die kann z. B. durch ein mit Wasser gefülltes Gefäß oder feuchte (Hand-)Tücher auf der Heizung erreicht werden.
  • Beim Schlafen sollte der Kopf leicht erhöht liegen, damit das Nasensekret leichter abfließen kann.
  • Ausreichend zu trinken, ist auch bei einem Schnupfen ein guter Tipp, denn so wird das Sekret flüssig gehalten.

Immunsystem stärken und Schnupfen verhindern

Am besten wäre es natürlich, wenn es erst gar nicht zu einem Schnupfen kommt. Hierzu gilt es zum einen das Immunsystem zu stärken und zum anderen besonders auf die Hygiene zu achten, um mit möglichst wenig Erregern in Kontakt zu kommen. Eine spezifische Prophylaxe gibt es für Schnupfen nicht. Wer sein Immunsystem stärken möchte, sollte…

  • sich regelmäßig bewegen und
  • sich ausgewogen ernähren – eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen ist entscheidend für ein starkes Immunsystem.
  • Stress vermeiden und auf regelmäßige Auszeiten achten, um Körper und Seele in Balance zu halten. Dazu gehört auch, auf ausreichend, qualitativ hochwertigen Schlaf zu achten.
  • Genussmittel wie Alkohol und Zigaretten meiden.

Ein starkes Immunsystem ist leider noch kein Garant dafür, sich vor einer Erkältung oder Schnupfen zu schützen. Wer in der Erkältungszeit außerdem verstärkt auf Hygiene, achtet, erhöht seine Chancen, gesund zu bleiben:

  • Abstand von Erkrankten halten und Gläser/Besteck nicht gemeinsam nutzen.
  • Regelmäßig gründlich Hände waschen.
  • In der Öffentlichkeit nicht alles mit den Händen anfassen (Türgriffe, Haltegriffe in Bus oder Bahn…).
  • Räume regelmäßig lüften und Raumluft befeuchten.

* Bildquelle: S. Hofschlaeger / pixelio.de

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