Medikamente aus dem Ausland: Das sollten Sie wissen


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Medikamente aus dem Ausland: sparen und verstehen? *

Das MDR-Magazin „Umschau“ stellte kürzlich wieder fest, was den meisten Deutschen ohnehin längst bekannt ist: Medikamente sind bei uns deutlich teurer als in vielen Nachbarländern: Während für eine Tablette des Schmerzmittels Aspirin in Deutschland rund 32 Cent gezahlt werden mussten, kostet dasselbe Produkt in Griechenland nur 9 Cent. Fachleute streiten darüber, ob die Pharmakonzerne dabei nur die hierzulande höhere Kaufkraft ausnutzen oder das Gesundheitssystem als solches anfällig für Wucher ist – schließlich werden lebensnotwendige Medikamente von den Krankenkassen anstandslos bezahlt. Wer seine Arzneimittel allerdings selbst finanziert, wird sich über die Ersparnis freuen. Was ist beim Kauf im Ausland zu beachten?

Deutsche Apotheker verkaufen Medikamente aus dem Ausland

Durch das Internet erscheint es problemlos möglich, an Medikamente zu gelangen: Viele deutsche Apotheken sind auch als Versandapotheken aktiv. Auf diese Weise gelingt online, was im stationären Einzelhandelt kaum möglich ist – ein transparenter Preisvergleich. Wer diesen Vergleich allerdings auf deutsche Apotheken beschränkt, wird allerdings schnell feststellen, dass der Preis sich kaum unterscheidet. Dennoch ist es möglich, hier Schnäppchen zu machen: Kommt es hinsichtlich der Kosten für ein bestimmtes Produkt zu einem günstigen Ausreißer, kann häufig davon ausgegangen werden, dass es sich um ein ausländisches Präparat handelt.

Selbst Apotheker nutzen diese Wege, um an günstigere Medikamente zu gelangen. Dabei findet eine Überklebung der Tabletten statt, damit die wichtigsten Informationen auch in deutscher Sprache zur Verfügung stehen. Für den Beipackzettel gilt dies allerdings nicht: Hier sollte die Beratungsleistung der Apotheke weiterhelfen. Was im stationären Fachgeschäft kein Problem zu sein scheint, kann im Versandhandel durchaus für Schwierigkeiten sorgen: Denn hier findet eine persönliche Beratung üblicherweise nicht statt. Aus diesem Grund kann es beim Kauf ausländischer Medikamente durchaus notwendig sein, einen Beipackzettel zu übersetzen.

Auslands-Apotheken wenden sich nur selten an deutsche Kunden

Doch der Umweg über die deutsche Versandapotheke muss nicht zwingend gegangen werden; in vielen Fällen ist es auch möglich, das Medikament direkt aus dem Ausland zu ordern. Wichtig ist allerdings, dass es sich nicht um ein verschreibungspflichtiges Medikament handelt, für das kein Rezept vorliegt – dies wäre in jedem Fall unzulässig. Fängt der deutsche Zoll das Paket ab, droht ein Strafverfahren.

Bei einfachen Schmerzmitteln kann auf diese Weise ebenso gespart werden wie bei Nahrungsergänzungsmitteln, die ebenfalls über Apotheken vertrieben werden. Derzeit ist es allerdings so, dass sich nur sehr wenige ausländische Apotheken an deutsche Kunden wenden – obwohl der Aufwand nicht groß wäre. Eine Versandapotheke mit Online-Shop ist auch vielen ausländischen Anbietern bereits vorhanden. Hierbei wäre es im Prinzip nur notwendig, die Website professionell von Übersetzern bearbeiten zu lassen, damit sich auch die deutsche Kundschaft angesprochen fühlt, aber vor allem, damit die Richtigkeit der Informationen gewährleistet ist.

Medikamenten-Kauf im Urlaub: Online-Suche meist hilfreich

Eine Übersetzung wird häufig auch notwendig, wenn im Urlaub ausländische Medikamente gekauft werden. Treten plötzlich Krankheitssymptome wie Übelkeit oder Durchfall auf, muss im Ausland ein Apotheker konsultiert werden. Mit einem Medikament ist meist schnell weitergeholfen, allerdings sind die Nebenwirkungen aufgrund der Sprachbarriere meist vollkommen unklar. Liegt der Beipackzettel nicht in deutscher Sprache vor, hilft in der Regel aber die Suche im Internet. Über die meisten Medikamente finden sich auch Informationen im Internet, sehr häufig lässt sich ein deutscher Beipackzettel herunterladen. Es zeigt sich also: Günstige, ausländische Medikamente können durchaus hilfreich sein – und für eine große Ersparnis sorgen.

* Bildquelle: TBIT / pixabay.com

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