Mate Pflanze – Unter anderem Lieferant für den berühmten Tee aus Brasilien


Wird unter anderem als Lieferant für das traditionelle Teegetränk geschätzt: die Mate Pflanze*

Wird unter anderem als Lieferant für das traditionelle Teegetränk geschätzt: die Mate Pflanze*

Die Mate Pflanze, auch Mate Strauch oder Mate Baum genannt, stammt ursprünglich aus den subtropischen Gebieten von Argentinien, Brasilien, Bolivien, Paraguay sowie Uruguay und wurde erst im 16. Jahrhundert von den Jesuiten auch in Europa verbreitet. Sie ist Lieferant für den sogenannten Mate Tee, unter anderem das Nationalgetränk Paraguays und wirkt besonders anregend auf Stoffwechsel, Muskeln und Nerven.

Hintergrund Mate Pflanze

Obwohl die Mate Pflanze in ihrer Heimat Brasilien im Unterholz der größeren Hölzer zu finden ist stellt auch pralle Sonne für das Wachsen und Gedeihen kein Problem dar, lediglich gerade erst gekeimte Samen vertragen keine direkte Sonneneinstrahlung. Der Baum wird als immergrün bezeichnet und erreicht im Normalfall eine Höhe von max. 20 Metern. Erst im 16. und 17. Jahrhundert entdeckten Missionare die positive Wirkung der Blätter, bis dahin wussten nur die Indios, wie sie die Kraft der Pflanze am besten für sich nutzen konnten.

Zubereitung, Geschmack und Wirkung des Mate Tees

Traditionell wird der berühmte Mate Tee in einem ausgehöhlten Kürbis, genannt Kalebasse, serviert. Bei der Zubereitung werden die Blätter direkt in dieser Kalebasse mit brühendem Wasser übergossen. Jedoch kann man heutzutage anstatt eines ausgehöhlten Kürbis ebenfalls Material aus Holz verwenden, um das tassenähnliche Gefäß herzustellen. Für die Zubereitung des Tees werden ausschließlich die Blätter verwendet. Besonders für die einstigen Ureinwohner war die Kraft der Mate Pflanze der Legende nach unbezahlbar, da sie oft tagelang auf den Beinen waren und daher die stärkende und anregende Wirkung des Tees besonders zu nutzen wussten.

Idealerweise beträgt die Ziehzeit ca. 5 bis 10 Minuten, wer es mag kann zusätzlich noch Milch hinzu fügen. Besonders bekannt und beliebt ist der Tee für seine anregende, Harn- und Schweißtreibende sowie die Verdauung fördernde Wirkung. Da er zudem noch die Eigenschaft besitzt, Heißhunger zu lindern, wird er außerdem gerne im Rahmen von Diäten getrunken. Auch im Verlauf einer Chemotherapie bei krebskranken Patienten wird die antioxidative und anregende Wirkung des Tees geschätzt. Weitere Anwendungsbereiche für die helfende und heilende Wirkung bestehen in der Behandlung von Verstopfung und Magenbeschwerden, Müdigkeit, einem schwächelnden Stoffwechsel, Muskelentzündungen, Ekzemen und Juckreiz.

Historie und wirtschaftliche Bedeutung der Mate Pflanze

Für den brasilianischen Bundesstaat Parana, einen Bezirk von Sao Paulo, bedeutete der Anbau der Mate Pflanze, die eng mit der hiesigen Stechpalme verwandt ist, den Anfang eines wirtschaftlichen Aufschwungs bis hin zur Unabhängigkeit als eigenständiger Staat. Bis zu ca. 85% der dortigen Wirtschaftsproduktion wurde durch den Mate Anbau dargestellt. Durch den Aufbau neuer Städte und die Inbetriebnahme weiterer Röstereien wurde damals die Wirtschaft weiter angekurbelt, bis 1989 die ersten echten Siedlungen entstanden. Heute gibt es in vielen Supermärkten Aufgussbeutel mit Mate Tee zu kaufen, in entsprechenden Clubs werden außerdem Mate Limonaden oder auch Mate Bier als traditionelles Getränk angeboten.

Für wen ist der Mate Tee nicht geeignet?

Da in den Mate Blättern ein gewisser Teil Koffein enthalten ist ist der Tee für Kinder nicht geeignet. Zwar können Erwachsene in der Regel einige Tassen davon trinken, jedoch sollte darauf geachtet werden, diese nicht noch zusätzlich mit der Wirkung von Cola und Kaffee zu kombinieren, da der Koffeingehalt durch diesen Mix durchaus unerwünscht große Ausmaße annehmen kann. Dies kann im ungünstigen Fall zu Nebenwirkungen wie Angstzuständen, Schlaflosigkeit oder auch Herzrasen führen.

Bei einer Schwangerschaft kann Mate Tee durch seine anregende Wirkung durchaus als Alternative zu Kaffee fungieren, jedoch sollte auch hier eine Menge von zwei Tassen pro Tag nicht überschritten werden. Generell absehen sollte man von dem Genuss, wenn entweder eine Schilddrüsenüberfunktion oder auch Magen- bzw. Darmgeschwüre, Bluthochdruck oder auch Herzrhythmusstörungen bekannt sind.

Wer den Tee unbedenklich genießen kann, sollte sich am besten getrocknete Blätter in der Apotheke besorgen, da diese im Normalfall eine hohe Qualität beinhalten. Für die korrekte Anwendung sollte im Vorfeld die Packungsbeilage genau studiert werden.

* Bildquelle: ASSY / pixabay.com

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