Leukämie Heilungschancen und Therapien


Leukämie Heilungschancen - apotheken-wissen.de

Chronische lymphatische Leukämiezellen *

Die Diagnose kommt grundsätzlich aus heiterem Himmel und es kann jeden von uns treffen: Leukämie oder auch Blutkrebs genannt. Hierbei ist die Anzahl der weißen Blutkörperchen bei den Betroffenen stark erhöht. Da in den meisten Fällen keine Ursache als Auslöser für die Krebserkrankung festzustellen ist gibt es keinerlei Möglichkeit, ihr wirksam vorzubeugen. Es handelt es sich um eine aggressive Krebserkrankung, deren Heilungschancen im Allgemeinen neben anderen, persönlichen Faktoren von der Form der Leukämie abhängen. In der Regel spricht man bei betroffenen Patienten nicht von dauerhaften Leukämie Heilungschancen, da in den meisten Fällen nur 99,9% der Krebszellen abgetötet werden können. Diese letzten überlebenden 0,01% können aber leider dafür sorgen, dass der Krebs früher oder später wieder kommen kann. Der beste Verbündete des Leukämiepatienten ist in diesem Fall die Zeit, da das Risiko, dass der Krebs zurück kehrt, sinkt, je länger der Betroffene nach der Therapie krebsfrei bleibt.

Welche Formen der Leukämie gibt es?

Generell unterscheidet man hierbei grob zwischen der Akuten und der Chronischen Leukämie. Ca. 11.500 Menschen erkranken jährlich in Deutschland an der lebensbedrohlichen Krebsart, etwa die Hälfte ist von der Akuten Krebsart betroffen. Ein großer Unterschied zwischen den beiden Krebsarten besteht in der Art der Therapie. Diese ist bei der Akuten Leukämie vor allem auf das Ziel der Heilung ausgerichtet. Es handelt sich hierbei um eine besonders aggressive Art des Blutkrebses, die unbehandelt innerhalb von wenigen Wochen zum Tode führen kann. Bei dieser Form der Krankheit muss im Normalfall sofort mit einer Chemotherapie begonnen werden.

Im Fall der Chronischen Leukämie handelt es sich häufig um eine langfristige, weniger aggressive Art, weshalb es hier weniger um die komplette Heilung, sondern vor allem darum geht, das Fortschreiten des Krebses einzuschränken bzw. zu kontrollieren. Diese Therapie erfolgt oft langfristig über mehrere Jahre und wird ambulant durchgeführt. Es geht dabei primär darum, die Lebensqualität des Patienten zu verbessern und das gebeutelte Immunsystem wieder zu stärken. Die akute Form der Leukämie kann zusätzlich noch in die akute lymphatische Leukämie (ALL) und die akute myeloische Leukämie (AML) unterschieden werden. Während die ALL in den häufigsten Fällen bei jungen Erwachsenen oder Kindern auftritt kommt die AML vor allem bei Erwachsenen mittleren Alters vor.

Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Die Betroffenen wirken oft blass, kämpfen mit Müdigkeit, klagen über Appetitlosigkeit sowie Leistungsschwäche und vermehrtes Fieber. Auch häufiges Schwitzen in der Nacht oder eine erhöhte Anfälligkeit für Blutungen und Infekte können Anzeichen einer Leukämie sein. Da es keine Möglichkeit der Vorsorge oder Früherkennung wird bei Häufung solcher Anzeichen dringend geraten, einen Arzt um Rat zu fragen.

Die Behandlung wird grob in drei Schritte unterteilt: Als erstes steht die Induktionstherapie auf dem Plan, bei der die Leukämiezellen zerstört werden sollen. Hierbei wird eine Chemotherapie mit der Einnahme von zellwachstumshemmenden Medikamenten (Zytostatika) kombiniert. Reicht dieses nicht aus wird zusätzlich noch eine Stammzellenspende benötigt, um die Genesungschancen zu erhöhen. In diesen Fällen besteht mit ca. 40 bis 60% die höchste Chance für den Patienten, über einen längeren Zeitraum rückfallsfrei zu bleiben. Nach der ersten Phase folgt die sogenannte Konsolidierungstherapie. Im Laufe dieser Therapie werden eventuell verbliebene Krebszellen überprüft und bekämpft. Die dritte Phase wird als Erhaltungstherapie bezeichnet. Diese ist für die Stabilisierung und Prävention von Rückfällen zuständig. Bei der Frage nach der genauen Behandlung spielen vor allem die Ergebnisse der vorausgegangenen Blut- und Knochenmarkuntersuchung eine wichtige Rolle.

Leukämie Heilungschancen: Entwicklung und Prognose

Durch die ständigen Forschungen und Entwicklungen haben sich die Überlebenschancen von Leukämiepatienten in den letzten Jahren stetig verbessert. Jedoch hängt die Leukämie Heilungschance eines jeden Betroffenen nicht nur von Behandlung und Medikamenten sondern auch von Alter, eventuelle weitere Erkrankungen sowie von persönlichen Lebensumständen ab, was eine Prognose für jeden einzelnen Patienten sehr schwierig macht. Etwa 60 bis 80% erreichen zumindest zeitweise eine vollständige Rückbildung (Voll-Remission) der Krebserkrankung. Statistiken belegen, dass bei Inanspruchnahme einer Leukämie – Behandlung ca. 30 bis 40% der erwachsenen Betroffenen nach 5 Jahren die wenn auch bedingten Leukämie Heilungschancen positiv sind und die Patienten noch leben. Jedoch ist bei etwa 65% von ihnen der Krebs innerhalb der 5 Jahre wieder aufgetaucht. Oft stellt die Transplantation von Stammzellen die letzte Überlebensmöglichkeit für Patienten dar, sie ist beispielsweise bei Krebserkrankungen mit besonders hohem Rückfallrisiko eine sinnvolle Option.

In jedem Fall gilt, dass die Leukämie Heilungschancen ansteigen, je schneller die Krebserkrankung diagnostiziert wird. Auffallende Symptome sollten also möglichst nicht dauerhaft ignoriert sondern einem Arzt vorgestellt werden.

* Bildquelle: Peripheral blood with chronic lymphocytic leukemia (Wright-Giemsa, 50x); Wikipedia / Gabriel Caponetti, Lizenz: the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

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