Kurzsichtigkeit: Wenn dem Blick die Schärfe fehlt


Kurzsichtigkeit - apotheken-wissen.de

Über die Entstehungsgründe und Behandlungsmöglichkeiten einer Kurzsichtigkeit *

„Adleraugen haben“ – diese auf die bemerkenswerte Sehfähigkeit des Greifvogels abzielende Redewendung wird stets verwendet, wenn jemand imstande ist, auch sehr weit entfernte Dinge gut zu erkennen. Eine Fähigkeit, die längst nicht jeder hat: Denn etwa ein Viertel aller Deutschen ist kurzsichtig. apotheken-wissen.de informiert in diesem Gesundheitsratgeber über Hintergründe, Informationen und Behandlungsmöglichkeiten bei Kurzsichtigkeit.

Entstehungsgründe der Kurzsichtigkeit

Wie kommt das? Zum einen ist Myopie, wie Kurzsichtigkeit im medizinischen Fachjargon genannt wird, erblich. Laut diesem Artikel von Fielmann liegt die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Kinder kurzsichtiger Eltern ebenfalls an dieser Fehlsichtigkeit leiden werden, bei 60 Prozent. Dabei sind die meisten Kinder von Geburt an leicht weitsichtig, eine Kurzsichtigkeit entwickelt sich üblicherweise erst in der Schulzeit. Sie entsteht in der Regel als Folge eines sich immer länglicher formenden Augapfels. Die Lichtstrahlen treffen daher nicht korrekt auf die Netzhaut, was zu einer verschwommenen Sicht führt. Da der Augapfel noch bis zu einem Alter von ca. 25 Jahren wächst, kann der Grad der Kurzsichtigkeit bis zu diesem Zeitpunkt noch zunehmen.

Neben Vererbung können auch Umwelteinflüsse für ein Nachlassen der Sehkraft verantwortlich sein. Insbesondere in dem von Technik geprägten Medienzeitalter: Der Fokus auf Bildschirmarbeit sowie die Allgegenwärtigkeit von Smartphones und Tablets führen dazu, dass sich das menschliche Auge daran anpasst, vor allem im Nahbereich gefordert zu sein. Dies kann die Entstehung von Kurzsichtigkeit begünstigen, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, die noch wachsen und bei denen daher auch der Augapfel noch deutlich stärker wächst als bei jungen Erwachsenen). Hinzu kommt diesem Artikel des SWR zufolge, dass ein häufiger Aufenthalt in spärlich beleuchteten Umgebungen (Schulen, Universitäten, Büros) die Entstehung von Kurzsichtigkeit ebenfalls befördert. Gerade bei Kindern sollte zusätzlich zu einer regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung daher darauf geachtet werden, dass sie möglichst viel Zeit unter freiem Himmel verbringen. Denn rückgängig machen lässt sich eine Myopie nur schwerlich.

Kurzsichtigkeit: Behandlungsmöglichkeiten

Zwar besteht grundsätzlich die Möglichkeit, Kurzsichtigkeit mittels einer chirurgischen Augenlaserbehandlung zu behandeln, allerdings ist diese Methode nur sinnvoll, wenn der Wachstumsprozess des Auges vollständig abgeschlossen und keine weitere Verschlechterung der Sehleistung zu erwarten ist. Somit ist eine solche Operation für Kinder und junge Erwachsene keine Option. Versuche, Kurzsichtigkeit mit Augentropfen oder anderen Medikamenten zu behandeln, haben bislang nicht zu zufriedenstellenden Ergebnissen geführt.

Brillen und Kontaktlinsen stellen daher für viele Menschen die einzige Möglichkeit dar, ihre Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Linsen werden Brillen häufig bei sportlichen Aktivitäten vorgezogen, da sie auch bei schnellen Bewegungen nicht verrutschen. Haben viele früher auch aus ästhetischen Gründen lieber zur Kontaktlinse als zur sperrigen Brille gegriffen, so gilt das inzwischen kaum mehr. Denn die Brille ist längst zu einem modischen Accessoire geworden, das sich von seiner Rolle als schlichte Sehhilfe emanzipiert hat. Portale wie brillen-trends.de bieten gar ausführliche Artikel, die sich mit der aktuelle Brillenmode befassen.

* Bildquelle: Flickr 2010.05.24 Andy Simmons CC BY-ND 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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