Die Clark-Therapie: Absurd oder hilfreich?


Metagonimus yokogawai, kleiner Darmegel aus der Gruppe der Saugwürmer

Metagonimus yokogawai, kleiner Darmegel aus der Gruppe der Saugwürmer *

Dr. Hulda Clark ist eine Wissenschaftlerin, die außerhalb der wissenschaftlichen Medizin einen Ansatz entwickelt hat, der sich auf die Annahme stützt, Ursachen von Krankheiten seien ausschließlich auf Parasiten und Umweltgifte zurückzuführen.  Ihr Ansatz und ihre Methoden werden auf der einen Seite sehr gelobt, auf der anderen Seite von zahlreichen Kritikern als absurd angesehen. Eine Meinung oder auch Erfahrungen macht man am besten selbst – unbedingt distanzieren sollte man sich allerdings von ihrer Theorie, dass mit der Clark-Therapie HIV oder Krebs geheilt werden kann.

Parasitenbefall und Lösungsmittel


In den Körpern vieler Menschen liegt laut Clark ein parasitärer Befall vor, der durch im Körper aufgenommene chemische Lösungsmittel wie z.B. Seifen, Shampoos, Putzmittel etc. begünstigt wird. Diese Parasiten sind die alleine Ursache für mannigfaltige Erkrankungen, insbesondere der Darmegel Fasciolopsis buski kommt als Erreger in Frage. Normalerweise werde aufgenomme Wurmeier durch unsere Phagozyten im Blut bekämpft, die Haut der Wurmeier wird jedoch durch die Lösungsmittel gelöst, sodass sich Larven und daraus wiederum ausgewachsene Würmer entwickeln, gegen die das Immunsystem ansteuern muss.
Eine Diagnose ist schwierig, häufig wird ein Wurmbefall von den Ärzten nicht erkannt. Während früher eine Wurmkur zur medizinischen Routine gehörte, ist sie heutzutage alles andere als Standard. Die Auswirkungen eines solchen parasitären Besuchers können äußerst vielfältig sein – ein typische Symptome gibt es nicht. Häufig sind chronische Erkrankungen laut Clark auf eine Parasitose zurückzuführen. Ebenso schwierig wie die Deutung von Symptomen ist der Nachweise eines parasitären Befalls. Im Stuhl lässt sich ein Parasit nicht eindeutig nachweisen – wird nichts gefunden, heißt das aber nicht unbedingt, dass sich kein Parasit eingenistet hat, da Würmer beispielsweise auch im oberen Bereich des Darms leben können und komplett verdaut werden, bevor sie ausgeschieden werden.

Diagnose mit dem Syncrometer

Das Syncrometer basiert auf dem Bioresonanzverfahren, mit ihm kann festgestellt werden, von welchen Parasiten der Mensch befallen ist. Es kann genau lokalisiert werden, welcher Teil des Gewebes von Parasiten befallen ist, sodass diese Stellen dann gezielt behandelt werden können. Auch können mit dem Syncrometer Trinkwasseranalysen durchgeführt werden, um festzustellen, ob dieses mit Schwermetallen und Giften belastet ist.

Behandlung der Parasitose nach Clark: Zapper

Die Clark-Therapie basiert auf einer nicht wissenschaftlich erwiesenen Behandlung mit dem Zapper, einem Frequenzgenerator mit elektrischen Stimulationen. Dem Patienten wird mittels zwei Elektroden an der Hand Wechselstrom indiziert, meist durch eine Rechteckkurve mit konstanter Frequenz (30 bis 40 KHz). Dieser elektrische Impuls tötet Parasiten und auch Bakterien oder Viren ab. Drei Behandlungen mit dem Zapper sind notwendig, damit die Behandlung erfolgreich ist.
Damit die Behandlung nachhaltig ist und auch Parasiten abgetötet werden, die nicht durch den Zapper elimiert werden konnten, gehört zur Clark-Therapie auch eine Kräutertherapie bzw. Wurmkur, einer Mischung aus Wermutkraut, Salbei, Thymian und Minze. Auch eine Nieren-Kur mit Schwarnusstinktur, Wermut und Nelken, ebenso wie eine Darmreinigung sind angebracht.

Kritik an der Clark-Therapie

Wie bereits erwähnt, gibt es keine wissenschaftliche Basis für die Clark-Therapie. Eine Wirksamkeit des Zappers kann nicht nachgewiesen werden, außerdem ist das Syncrometer kein verlässlicher Untersuchungsgegenstand, um Rückschlüsse auf Parasiten im Gewebe und über Substanzen im Wasser ziehen zu können. Sich auf die Wirksamkeit der Clark-Therapie zu verlassen, ist insbesondere bei schwerwiegenden Krankheiten wir Krebs lebensgefährlich, da auf die notwendige medizinische Therapie verzichtet wird.

Bildquelle:
*: gemeinfrei / Wikipedia

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