Altersheime und ihre Belieferung durch Apotheken


apotheken-wissen.de: Apotheken-Service für Altersheime und Pflegeheime

apotheken-wissen.de: Apotheken-Service für Altersheime und Pflegeheime *

Die Lieferung von Medikamenten in Altersheime und Pflegeheime ist eine wichtige Aufgabe von Apotheken. Da viele Bewohner aufgrund ihres hohen Alters auf Medikation angewiesen sind, macht es Sinn, dass die Altersheime sich Medikamente liefern lassen.

In folgendem Artikel wird aufgezeigt, warum die Belieferung nicht durch externe Lieferanten zulässig ist und mit welchen Problemen Apotheken aktuell zu kämpfen haben.

Der wichtige Lieferdienst in Alterheime und Pflegeheime

Die Versorgung kranker Menschen mit wichtigen Medikamenten ist eine der Hauptaufgaben von Apotheken. In Deutschland gibt es zurzeit insgesamt über 21.000 Apotheken, deren Anzahl in den letzten Jahren aber rückläufig ist. Die klassische Vorgehensweise sieht vor, dass der Patient persönlich in eine Apotheke geht und sich sein Medikament abholt. Da aber viele Patienten aufgrund ihres fortgeschrittenen Lebensalters nicht mehr in der Lage sind selbst in eine Apotheke zu gehen, bieten diese oft auch einen „Lieferdienst“ mit an. Grade die Versorgung und Belieferung von Altersheimen mit wichtigen Medikamenten macht Sinn, da hier eine hohe Zahl an Bedürftigen vorzufinden ist. Auch ländliche Gebiete profitieren von diesen Dienstleistungen.

Funktionsweise und Probleme der Altersheimbelieferung


Apotheken, die Medikamente auch ausliefern, benötigen einen entsprechenden Fuhrpark. In regelmäßigen Abständen, z.B. wöchentlich, fährt der zuständige Apotheker zu den Kunden und beliefert diese entsprechend. Oft kommt die Frage auf, ob externe Lieferdienste Patienten auch mit Medikamenten versorgen dürfen, weil diese eventuell günstiger liefern könnten.  Wichtig hierbei ist, dass dies durch einen Apotheker geschehen muss, da verschreibungspflichtige Medikamente einer besonderen Beratungspflicht unterliegen. So werden für jeden einzelnen Patienten beispielsweise individuell zusammengestellte  Medikamente in sogenannten „ANA-Boxen“ ausgeliefert. Diese enthalten die für jeden Wochentag spezifischen und notwendigen Medikamente.

Kein guter Ausblick in Sachen Altersheimbelieferung?

Auch Apotheken unterliegen mittlerweile einem immer stärker werdenden Kostendruck, sodass allein im Zeitraum von 2008-2011 bundesweit über 400 Apotheken schließen mussten. Diese Tatsache könnte dazu führen, dass einige Apotheken ihr Leistungsportfolio überdenken und auf einen kostspieligen Fuhrpark und somit auch auf die Belieferung verzichten. Um dieser Entwicklung und einem Apothekensterben entgegenzuwirken, fordert die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände seit Jahren eine Honorarerhöhung. Ob die Bundesregierung mit Gesundheitsminister Bahr diesen Forderungen nachkommen wird, bleibt abzuwarten.

* Bildquelle: Gerd Altmann  / pixelio.de

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