Hintergrund und Möglichkeiten bei erektiler Dysfunktion


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Erektile Dysfunktion: was tun? *

Vielleicht mag es ja ein echtes Tabuthema sein. Sicher aber ist es ein Thema, über das „Mann“ nicht wirklich gerne spricht. Betrachtet man Männer im Alter zwischen 30 und 80 Jahren sind es ca. 5 Millionen Männer, die unter Erektionsstörungen leiden. 5 Millionen Männer bedeuten gleichzeitig einen Anteil von ca. 20% in dieser Altersgruppe. Und es ist kein wirklich deutsches Phänomen, denn der Anteil ist auch in anderen Ländern auf diesem Level. Schaut man in die einzelnen Lebensjahrzehnt eines Mannes: bis zum 40. Lebensjahr sei der Anteil mit nur ca. 2% gering, zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr sollen es aber bereits ca. 15%, zwischen dem 50. und 60 Lebensjahr sogar deutlich über 30% sein.

Erektile Dysfunktion: Medizinischer Hintergrund

Potenzprobleme, Potenzstörungen, Erektionsstörungen, Impotenz: etwas weniger negativ besetzt spricht man in der Medizin bzw. als medizinischem Fachbegriff von einer erektilen Dysfunktion, die ED abgekürzt wird oder den lateinischen Namen Impotentia coeundi trägt.

Eine erektile Dysfunktion liegt sinngemäß vor, wenn bei den meisten Versuchen und über einen längeren Zeitraum hinweg eine für einen Geschlechtsverkehr nicht ausreichende Erektion des männlichen Penis entweder nicht aufrecht erhalten werden kann oder sie gar nicht erst entsteht. Insofern fallen andere Störungen in Bezug auf das männliche Liebesleben wie beispielsweise mangelnde Libido (Lust) oder ein vorzeitiger Samenerguss nicht unter die Definition einer erektilen Dysfunktion. Ebenso fallen unter diese Art der Sexualstörung keine nur kurzfristig anhaltenden Erektionsstörungen. Weiterführende medizinische Hintergründe und Erläuterungen finden sich beispielsweise auf der Seite des Berufsverbands Deutscher Internisten e.V..

Darüber hinaus bezieht sich eine erektile Dysfunktion nicht nur auf biologisch / organische Ursachen. Weitere Gründe einer Erektionsstörung können auch Auswirkungen anderer Krankheiten sein oder in der Psyche, im Umfeld (körperliche und psychische Erschöpfung, Stress, Angst vor sexuellem Versagen etc.) liegen. In jüngerem und mittlerem Alter sind es eher die psychischen, interpersonellen und kulturellen Auslöser, in höherem Alter dann vornehmlich die biologischen, organischen Ursachen – wobei beide Bereiche oft zusammenspielen.

Therpapiemöglichkeiten einer erektilen Dysfunktion

Zu den Therapieverfahren im Falle einer erektilen Dysfunktion gehören die Psychotherapie, die Pharmakotherapie (potenzsteigernde Medikamente), operative Eingriffe (zum Beispiel bei Gefäßverletzungen oder zur Einbringung eines Implantats), die Elektrotherapie (Stimulation bestimmter Muskelzellen und Muskelgruppen) und die Penispumpe.

Die Penispumpe kann dabei eine Möglichkeit sein, die Erektion wieder zu verbessern – auch wenn sie nicht ausschließlich der Verbesserung der Erektion dienen, siehe im nachfolgenden Absatz. Bei sachgemäßer Anwendung verursacht die Penispumpe keine Nebenwirkungen und bei einer ärztlichen Verordnung mit der Indikation einer erektilen Dysfunktion und als medizinisches Hilfsmittel erfolgt die Kostenübernahme durch die Krankenkasse.

Neben der Lösung einer erektilen Dysfunktion wird die Penispumpe auch eingesetzt, um eine Vergrößerung des männlichen Gliedes zu erreichen. Diese Wirkung bleibt medizinisch jedoch bisher umstritten und ist bisher wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Neben den medizinischen Indikationen wird die Penispumpe auch als Hilfsmittel zur Masturbation und als Sex-Spielzeug verwendet. Worauf muss man achten, denn im Fachhandel wird eine durchaus große Auswahl angeboten? Eine gute Übersicht und Tests finden sich auf einem Penispumpen Testportal.

Die Penispumpe arbeitet mit Unterdruck: sie wird über das Glied gestülpt und die restliche Luft wird abgepumpt, so dass ein Unterdruck entsteht, der für eine Erektion des Penis sorgt. Um die Erektion zu erhalten, wird anschließend ein elastischer Penisring um die Peniswurzel gelegt, der den Rückfluss des Blutes in den Körper hemmt. Bei der Anwendung ist zu beachten, dass kein zu hoher Unterdruck erzeugt wird und der Penisring nicht länger als notwendig angelegt bleibt, damit sich Hämatome und andere Gewebeschäden ausschließen lassen.

* Bildquelle: Paul-Georg Meister / pixelio.de

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