Tag des Cholesterins 2013: Wissen, was zählt für Herz und Gefäße


Tag des Cholesterins 2013 - apotheken-wissen.de

Tag des Cholesterins 2013: Wissen ist das Wichtigste

Bereits seit dem Jahr 2003 gibt es den alljährlichen Tag des Cholesterins. Somit – und in diesem Jahr 2013 am 21. Juni – findet dieser bundesweite Aktionstag bereits zum 11. Mal statt. Organisiert wird dieser Aktionstag vom DGFF (Lipid-Liga) e. V., also der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen. Denn: „Im Wissen liegt die Chance, möglichen Erkrankungen frühzeitig entgegenzusteuern“, sagen die Experten. apotheken-wissen.de unterstützt den Tag des Cholesterins 2013 und seine damit verbundenen Informationen und Botschaften.

Tag des Cholesterins 2013

Den Blick auf das Stichwort Folgeerkrankungen gerichtet, stellt das Statistische Bundesamt fest: Nach wie vor geht fast jeder zweite Todesfall in Deutschland auf eine Erkrankung des Herz-Kreislaufsystems zurück. Im Jahr 2011 waren das 40,2 Prozent, davon knapp 150.000 Männer und 200.000 Frauen). Denn die Hauptursache sind die Gefäßverkalkungen, auch Atherosklerose genannt. Ein zu hoher Cholesterinspiegel und eine zu hohe Triglyzeridkonzentration (Konzentration von Verbindungen in Fetten und Ölen) sind neben Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck, bauchbetontem Übergewicht und Bewegungsmangel die wichtigsten Risikofaktoren für Gefäßerkrankungen und den daraus resultierenden Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems.

Wichtigste Empfehlung rund um das Thema Cholesterinwerte


Dazu leistet die DGFF Lipid-Liga viel Aufklärungsarbeit, auch jenseits des jährlichen, bundesweiten Tags des Cholesterins. Sie wirbt dafür, die Blutfettwerte regelmäßig testen zu lassen und auf einen gesunden Lebensstil mit viel Bewegung und einer ausgewogenen Ernährung zu achten. Eine Stärkung des Gesundheitsbewusstseins setzt unter Umständen zunächst einmal voraus, dass die Cholesterinwerte bekannt sind: Etwa 60% der Erwachsenen kennen ihre (LDL-) Cholesterinwerte jedoch nicht, und ca. 30% weisen erhöhte Werte auf. Zudem: Erhöhte Cholesterinwerte tun nicht weh, sprich: der Körper sendet erst Signale, wenn Folgeerkrankungen bereits vorhanden sind und diese sich in Form von Beschwerden oder Schmerzen bemerkbar machen.

Die DGFF rät, die Blutfettwerte LDL, HDL und Triglyzeride schon ab dem zehnten Lebensjahr bestimmen zu lassen, etwa im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen. Ab dem 35. Lebensjahr kann man zumindest das Gesamtcholesterin alle zwei Jahre kostenlos beim Hausarzt ermitteln lassen. Auf eigene Kosten ist ein Schnelltest der Blutfettwerte auch in der Apotheke möglich. Auch wenn ein ausgeprägtes Gesundheitsbewusstsein generell wichtig ist: mancher Mensch tritt eben erst dann in tatsächliche Aktionen und unternimmt Verhaltensänderungen, wenn ihm durch seine Werte und ihre Folgen dazu mehr als deutlich aufmerksam gemacht wird.

Cholesterin: was ist gut, was ist schlecht?

Cholesterin ist nicht grundsätzlich schädlich, im Gegenteil: Ohne Cholesterin könnten wir gar nicht leben. Für einen wichtigen Baustein der Zellmembranen, zur körpereigenen Herstellung von Hormonen (bspw. den Geschlechtshormonen östrogen und Testosteron), Vitamin D und Gallensäuren, wichtig für die Verdauung, stellt unser Körper Cholesterin in der Leber selbst und in ausreichender Menge her. Zusätzlich nehmen wir den Stoff über die Nahrung auf.

Im Blut gibt es zwei Varianten: Das LDL-Cholesterin transportiert Cholesterin aus Leber und Darm in die Körperzellen. Steigt die Konzentration des LDL-Cholesterins im Blut zu stark an, können sich im Zusammenspiel mit anderen Risikofaktoren Gefäßablagerungen bilden – die Hauptursache für Herzinfarkt und Schlaganfall. Daher spricht man auch vom „schlechten“ LDL- Cholesterin („LieDerLich“). Der LDL-Cholesterinwert im Blut sollte möglichst niedrig sein.

Das „gute“ HDL-Cholesterin („HabDichLieb“) hingegen nimmt überschüssiges Cholesterin aus den Körperzellen und dem Blut auf und bringt es zur Leber zurück. HDL kann auch bereits an den Gefäßwänden gebundenes Cholesterin wieder herauslösen. Es leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur Verhinderung der Gefäßverkalkung. Daher gilt: Je mehr HDL, desto besser. Triglyzeride dienen dem Transport von Fettsäuren, der Speicherung von Energie im Fettgewebe und der Energiegewinnung (Muskulatur). Erhöhte Triglyzeridkonzentrationen können besonders, wenn zusätzlich von dem „guten“ HDL-Cholesterin zu wenig im Blut ist (< 40 mg/dl = 1,0 mmol/l), ein erhöhtes Risiko für Herz- Kreislauferkrankungen bedeuten. Dies trifft selbst dann zu, wenn das LDL-Cholesterin nicht erhöht ist. Diese Konstellation findet man sehr häufig bei Typ-2-Diabetes – eine der häufigsten Formen der Zuckerkrankheit, die ein erhöhtes Herzinfarktrisiko signalisiert.

Folgende Blutfettwerte gelten bei Erwachsenen als „normal, also ohne weitere Risikofaktoren für eine Herz-Kreislauferkrankung auszulösen:

  • Gesamtcholesterin: < 200 mg/dl
  • LDL-Cholesterin*: < 160 mg/dl
  • HDL-Cholesterin: > = 40 mg/dl
  • Triglyzeride*: < 150 mg/dl

* LDL und Triglyzeride können allerdings nicht niedrig genug sein.

Bewusste Ernährung: Fettzufuhr reduzieren, Fettqualität verbessern

Laut der DGFF Lipid-Liga wird die Bedeutung des Nahrungscholesterins als ursächlicher Faktor für erhöhtes Cholesterin eher überschätzt. Dennoch empfehlen die Mediziner im Rahmen einer Lebensstiländerung eine Reduktion der Gesamtfettzufuhr auf 60 Gramm pro Tag und eine Verminderung des Nahrungscholesterins auf unter 300 Milligramm pro Tag. Die Fettqualität in den Lebensmitteln habe eine weitaus bedeutsamere Auswirkung auf die Höhe des LDL-Cholesterins als die Reduktion des Nahrungscholesterins. Daher sollte diese optimiert werden, bspw. durch Omega 3-Fettsäuren reiche Nahrungsmittel zweimal pro Woche wie Lachs, Scholle oder Hering, um das HDL- Cholesterin zu vermehren. Auch sollte man auf natives Oliven- und Rapsöl umsteigen. Der Anteil gesättigter Fette sollte mindestens auf unter zehn Prozent (bzw. Auf unter sieben Prozent bei erhöhtem LDL-Cholesterin) der Energiezufuhr reduziert werden. Fertiggerichte, Back- und Süßwaren, Pommes frites und Trockensuppen sollten möglichst selten verzehrt werden. Grund: Bis zu 30 Prozent ihres angegebenen Fettgehalts sind gehärtete Fette (trans-Fettsäuren), die das schlechte LDL- Cholesterin im Blut erhöhen und das gute HDL-Cholesterin senken.

Bewegung erhöht das gute HDL-Cholesterin

Ziel für den Normalbürger sollte laut DGFF Lipid-Liga sein, durch körperliche Aktivität 300 Kalorien pro Bewegungseinheit umzusetzen. Wer dies fünf Mal pro Woche schafft, verbrennt 1.500 Kalorien zusätzlich. Neben vielen anderen Gesundheitsvorteilen danke der Körper dies mit einer durchschnittlichen

  • Senkung der Triglyzeride von ca. 20 %
  • Erhöhung des HDL-Cholesterins von ca. 10 %
  • Senkung des LDL-Cholesterins von ca. 5 %

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Quelle und weitere Informationen: Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e.V.

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Ein Kommentar zu “Tag des Cholesterins 2013: Wissen, was zählt für Herz und Gefäße

  1. Seit Jahren lasse ich mich regelmäßig untersuchen. In diesem Zusammenhang werden auch die Cholesterinwerte überprüft. So weiß ich ob und was ich an meinem Lebenssiel verändern muss.

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