Rheuma – diese natürlichen Schmerzmittel helfen


Rheumaschmerzen am Handgelenk - apotheken-wissen.de

Rheuma- und Gelenkschmerzen: auch natürliche Schmerzmittel können helfen *

Rheuma bezeichnet über 400 verschiedene Entzündungserscheinungen des Bewegungsapparates. Erkrankungen des „rheumatischen Formenkreises“ sind besonders schmerzhaft und führen zur Zerstörung der Gelenke. Menschen und Tiere können gleichsam davon betroffen sein. Bei der Behandlung haben sich Wirkstoffe aus der Natur bewährt. Dieser Gesundheitsratgeber infomiert über Formen und Möglichkeiten für natürliche Linderungen von Rheuma- und Gelenkschmerzen.

Sanfte Medizin gegen Schmerzen

Gelenkerkrankungen nehmen zu. Zirka 20 Millionen Bundesbürger haben mit rheumatischen Erkrankungen zu kämpfen. Arthritis, Fibromyalgie oder Weichteilrheumatismus zählen zu den häufigsten Krankheitsbildern. Synthetische Medikamente werden verordnet, um die Beschwerden erträglicher zu machen. Eine Vielzahl an Nebenwirkungen zwingt zum Umdenken.

Die Naturheilkunde verfolgt nicht nur den Ansatz, die Beschwerden zu lindern, Naturmedizin möchte den Körper umstimmen. Dieser hat sich im entzündlichen Prozess des Rheumatismus festgefahren. Natürliche Schmerzmittel verfolgen den Zweck, den Stoffwechsel zum Umdenken zu bewegen und sich in einem neuen, gesunden Gleichgewicht einzupendeln.

Dabei spielen verschiedene Methoden hinein:

  • schmerzlindernde Salben zum äußerlichen Auftrag
  • Präparate aus Heilpflanzen zur Einnahme
  • Bewegungstherapie
  • Ernährungsumstellung

Die Rolle der Ernährung

Eine Umstellung der Ernährung kann rheumatische Beschwerden lindern. So kann die Fettsäure AA (Arachidonsäure) zur Verschlimmerung der Entzündung beitragen. AA kommt ausschließlich in tierischen Fetten vor. Statt dieser vermehrt in Schweineleber und Muskelfleisch enthaltenen Säure sollten Rheuma-Patienten Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen. Wer Leinöl oder Rapsöl bevorzugt verwendet, kann die Bildung entzündungsfördernder Botenstoffe eindämmen.

Heilpflanzen gegen Rheuma

Bei einer ganzen Reihe an Heilpflanzen konnte eine antientzündliche Wirkung nachgewiesen werden. Dazu zählen Brennnessel, Beinwell, Arnika, Süßholz Pappelrinde oder Teufelskrallenwurzeln.

Eine Salbe auf pflanzlicher Basis sollte gut in die Haut einziehen können. Daher sollte man sich für Emulsionssalben entscheiden. Die Salben besitzen eine angenehm kühlende Wirkung, welche durch die Verdunstung des enthaltenen Wassers auftritt. Der Effekt lässt sich verstärken, wenn die Salbe im Kühlschrank aufbewahrt wird.

Öl zur Schmerzlinderung

Ätherische Öle besitzen eine breitgefächerte Wirkung und können auch bei Entzündungen schmerzlindernd wirken. Werden ätherische Öle auf der Haut verrieben, ziehen sie schnell ein und wirken damit schnell genau dort, wo der Schmerz sitzt.

Folgende Öle können bei Rheuma Verwendung finden:

  • Rosmarinöl
  • Kiefernnadelöl
  • Zimtöl
  • Nelkenöl
  • Latschenkieferöl

Rheuma bei Tieren natürlich behandeln

Auch unsere Vierbeiner können an Rheuma erkranken. Bei Hunden nimmt die Erkrankung einen eher schleichenden Verlauf. Die Schmerzen treten schubweise auf. Die Krankheit lässt sich an geschwollenen Gelenken erkennen. Schmerzmittel für Hunde sollten regelmäßig verabreicht werden. Bleibt die Krankheit unbehandelt, kann es zu Gelenkverformungen und erheblichen Bewegungseinschränkungen kommen.

Rheuma bei Hund und Katze ist nicht heilbar. Der Krankheitsverlauf lässt sich durch die entsprechende Behandlung jedoch gut kontrollieren und verlangsamen. Auch bei Tieren spielt die passende Ernährung eine große Rolle. Die Tiere sollten nicht unnötig zunehmen. Die vermehrte Gabe von Leckerlis ist einzuschränken. Stattdessen wird empfohlen, Futtermenge und Futterdosis mit dem Tierarzt abzusprechen.

Nahrungsergänzungsmittel mit Extrakten aus der Grünlippmuschel können die Gelenke entlasten. Während sich Vitamin E und Omega-3-Fettsäuren beim Menschen förderlich erweisen, ist dies bei Tieren noch nicht hinreichend bestätigt.

Bei Hunden wurden mit den Fettsäuren EPA und DHA positive Ergebnisse erzielt. So können Lachsölkapseln Schmerzen lindern und die Gelenkfunktion verbessern. Der Gelenkknorpel ist aus Glykosaminoglykane (GAGs) aufgebaut. GAGs binden Wasser an sich und reduzieren Gelenkschmerzen, da sie wie ein Schwamm wirken und Stöße des Knorpels abfedern können. In Grünlippmuschel-Extrakten oder Glucosamin sind reichlich GAGs enthalten.

Die Wirkung von CBD ist derzeit ein großes Thema in der Human- wie Tiermedizin. Studien haben bestätigt, dass CBD bei Hunden, Katzen und Pferden bei Entzündungen des Bewegungsapparates, Hauterkrankungen, Übelkeit oder stressbedingten Angstsymptomen Linderung bringen können. Die Dosierung von CBD ist abhängig von der Größe und dem Gewicht des Tieres und sollte mit einem Tierarzt abgesprochen werden. Die Verabreichung ist über das Futter möglich.

* Bildquelle: CC0 Public Domain / publicdomainpictures.net

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