Einfach Leben retten: Weltblutspendetag am 14. Juni


apotheken-wissen.de: Blutspende

Jede Blutspende kann Leben retten! *

apotheken-wissen.de unterstützt den jährlichen Weltblutspendetag – wohlwissend, dass man nicht nur am 14. Juni Blut spenden und damit Leben retten kann!

Der österreichische Pathologe Karl Landsteiner, geboren 1868 und verstorben 1943, entdeckte im Jahr 1901 die Blutgruppen – wofür er im Jahr 1930 den Nobelpreis für Medizin erhielt. Karl Landsteiners Geburtstag ist der 14. Juni. Aus diesem Grund haben im Jahr 2004 die Weltgesundheitsorganisation, die die Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften, die Internationale Gesellschaft für Transfusionsmedizin und die Internationale Föderation der Blutspendeorganisationen diesen 14. Juni zum jährlich wiederkehrenden Weltblutspendetag auserkoren. Alle vier Organisationen – neben vielen anderen internationalen und nationalen Organisationen und Initiativen – setzen sich weltweit für sicheres Blut auf der Basis freiwilliger und unentgeltlicher Blutspenden ein.

Weltblutspendetag: Retten Sie Leben!

Das Motto des Weltblutspendetags 2016 lautet: „Spende Blut – egal an welchem Tag!“ – und das stimmt!

Das Bundesgesundheitsministerium und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informieren: Für lebensrettende Operationen, für die Behandlung schwerer Krankheiten und als Notfallvorsorge werden jeden Tag in Deutschland 15.000 Blutspenden benötigt! Viele Menschen haben nur eine Chance aufs Weiterleben, wenn sie Blutpräparate erhalten. Blut kann nicht künstlich hergestellt, sondern nur vom Körper selbst gebildet werden. Blut gehört somit zum Wertvollsten, das Menschen in Form einer Blutspende zu geben in der Lage sind.

80% der Deutschen sind mindestens einmal im Leben auf fremdes Blut angewiesen: entweder in Form einer Bluttransfusion oder in Form von Medikamenten, die aus Bestandteilen des Bluts hergestellt werden. Eine nur 5-wöchige Haltbarkeit der Blutkonserven bedingt, dass möglichst nicht nur einmalig sondern regelmäßig Blut gespendet wird.

Die Bedeutung der Blutspende kann man nicht hoch genug einschätzen. Jeder sollte sich dabei vor Augen halten, dass man durch einen Verkehrsunfall oder eine schwere Erkrankung auch plötzlich in die Situation kommen kann, auf das Blut anderer angewiesen zu sein.

Blutspendestatistik in Deutschland

41% der in Deutschland lebenden Menschen haben bereits mindestens einmal Blut gespendet. Damit liegt Deutschland zwar im oberen europäischen Mittelfeld (Österreich mit 66 Prozent und Frankreich mit 52 Prozent liegen hier deutlich weiter vorne), aber der demografische Wandel sorgt dafür, dass altersbedingt jedes Jahr mehr Menschen aus der Blutspende ausscheiden als jüngere Blutspender nachrücken. Umfragen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter jungen Erwachsenen zeigen, dass sich zwar jeder zweite junge Erwachsene vorstellen kann, Blut zu spenden, allerdings setzen bislang deutlich weniger diese Bereitschaft auch in die Tat um. Würde jeder vierte Erwachsene in Deutschland im Alter zwischen 20 und 60 Jahren regelmäßig Blut spenden, stünde bereits ein Vielfaches des täglichen Blutbedarfs zur Verfügung.

Wer kann wie und wie oft Blut spenden?

Jeder gesunde Erwachsene im Alter von 18 bis 68 Jahren und einem Gewicht von mindestens 50 kg kann Blut spenden. Eine erstmalige Blutspende ist dabei nur bis zum 60. Lebensjahr möglich. Vor der Spende werden mit einem Fragebogen Details zur gesundheitlichen Vorgeschichte der Spenderin bzw. des Spenders ermittelt. Anschließend folgt ein Gespräch mit dem anwesenden Arzt, der den individuellen Gesundheitszustand des Spendewilligen überprüft und seine Einwilligung zur Blutspende abgeben muss. Zum Schutz der Spenderinnen und Spender müssen zwischen jeder Blutspende mindestens acht Wochen liegen, denzufolge gilt: Männer dürfen sechs Mal und Frauen vier Mal im Jahr Blut spenden.

Ein großer Vorteil für alle Spenderinnen und Spender: Jede Blutspende wird im Labor auf Blutgruppe und Infektionskrankheiten (zum Beispiel Hepatitis-A, -B, -C und HIV) untersucht – wird dabei Auffälliges festgestellt, werden die Spenderinnen und Spender unverzüglich informiert.

Eine Suche nach der nächstgelegenen Blutspendemöglichkeit findet sich auf der Seite DRK-Blutspendetermine des Deutschen Roten Kreuzes oder auf der Seite www.einfachlebenretten.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

* Bildquelle: Deutsches Rotes Kreuz – Blutspendedienste

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