Vitamin A Mangel: Symptome und Abhilfe


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Der Körper benötigt Vitamine, dies wird uns von Kindheit an beigebracht. Vitamin C für die Abwehrkräfte ist wohl das am meisten genannte Vitamin wenn es um die Ernährung geht. Vitamin D für die Zähne und Knochen sind ebenso wichtig wie Biotin, Folsäure oder Calcium. Ein weiteres, ebenso wichtiges Vitamin, das jedoch durch falsche Ernährung und eine ungesunde Lebensweise häufig vernachlässigt wird, ist Vitamin A, auch Retinol genannt. Bei einem Vitamin A Mangel: Dieses Vitamin ist vor allem für den Gehör- bzw. Geruchsinn und die Augen unverzichtbar. Auch für die Gesundheit der Haut und Schleimhäute sowie das Wachstum der Knochen und diverse Vorgänge bei der Fortpflanzung trägt Vitamin A einen großen Anteil, ebenfalls bei der Entwicklung eines heranwachsenden Kindes im Mutterleib.

Was passiert bei Vitamin A Mangel – Symptome und wer kann betroffen sein?

Im Falle von Vitamin A Mangel kann es zu Symptomen wie Seestörungen, Hauttrockenheit, Nachtblindheit sowie eine erhöhte Anfälligkeit für Atemwegsinfektionen kommen. Allerdings kommen diese Mangelerscheinungen in Deutschland aufgrund des hohen Angebotes an Lebensmitteln und Präparaten so gut wie nicht vor. Ursachen für einen erhöhten Vitamin A – Bedarf können unter anderem starkes Sonnenlicht, schwere Krebserkrankungen, regelmäßiges Rauchen wie auch Stress oder die Einnahme von cholesterinsenkenden Medikamenten sein. Vor allem bei jungen Frauen, älteren Menschen, Frühgeborenen oder immunschwachen Kindern sollte vermehrt auf eine erhöhte Zufuhr von Vitamin A geachtet werden. Normalerweise hilft eine entsprechende Ernährungsumstellung rasch, Vitamin A Mangel Symptome zu lindern und den Zustand zu normalisieren.

Was genau ist Vitamin A und wie hoch ist der Tagesbedarf?

Ebenso wie die Vitamine D, E und K gehört Vitamin A zu den fettlöslichen Vitaminen. Das bedeutet, dass es am besten vom Organismus aufgenommen wird, wenn eine kleine Menge Fett wie z.B. Olivenöl hinzu gefügt wird. Im Gegensatz zu Vitamin C wird es im Fettgewebe gespeichert. Ein Überschuss wird nicht wie bei den sogenannten wasserlöslichen Vitaminen ausgeschieden, daher kann es hierbei zu einer Überversorgung kommen. Eine weitere Möglichkeit, einem Vitamin A Mangel entgegen zu wirken und dem Körper Vitamin A zuzuführen, ist die Aufnahme einer Vorstufe, des sogenannten Provitamins wie beispielsweise Beta – Carotin. Dieses wird bei Bedarf in Vitamin A umgewandelt, was den Vorteil mit sich bringt, dass eine Überdosierung nicht stattfinden kann.

Der genaue Tagesbedarf bei Jugendlichen ab 15 Jahren bis ins Erwachsenenalter liegt laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) bei 0,8 bis 1,1 Milligramm. Dies kann allerdings je nach Geschlecht, Alter und Lebensweise variieren, da der tägliche Bedarf bei Männern höher liegt, als bei Frauen. In Fällen, bei denen der Bedarf ausschließlich über das Provitamin A durch Beta – Carotin gedeckt wird, sollte die Tagesdosis 2 Milligramm nicht unterschreiten. Auch Jugendliche und schwangere oder stillende Frauen haben einen erhöhten Tagesbedarf, allerdings ist bei einer Schwangerschaft erhöhte Vorsicht geboten, da eine Überdosis eine direkte Gefahr für das Ungeborene darstellt und dieses schlimmstenfalls sogar schädigen kann. Hierbei sollte ein Ausgleich des Vitamin A Haushaltes grundsätzlich mit dem behandelnden Gynäkologen besprochen werden.

Wie sinnvoll ist der Einsatz von Vitamin A Präparaten?

Erstes Ziel sollte immer eine gesunde und ausgewogene Ernährung sein, um einen Vitamin A Mangel auszuschließen. Ist dies einmal nicht in der benötigten Form möglich oder liegen weitere Gründe für einen erhöhten Bedarf vor kann es durchaus von Vorteil sein, diesen Bedarf durch die Einnahme von Vitaminpräparaten zu decken. Dieses sollte jedoch nicht unüberlegt geschehen, da eine Überversorgung mit Vitamin A durchaus ähnlich unangenehme Folgen haben kann, wie entsprechende Mangelerscheinungen. Zu den Symptomen einer Überdosierung können neben Erbrechen und Kopfschmerzen ebenso Haarausfall und Hautprobleme, im Fall einer Schwangerschaft kann sogar eine Missbildung des Kindes im Mutterleib die Folge sein. Um diesen Risiken aus dem Weg zu gehen, empfiehlt es sich, anstelle eines reinen Vitamin A Präparates auf ein Beta – Carotin Produkt zurück zu greifen, da bei diesen Präparaten die Carotinoide nur dann in Vitamin A umgewandelt werden, wenn der Körper einen aktuellen Bedarf signalisiert. Überschüssiges Beta – Carotin wird in der Haut abgelagert und lässt diese bräunlich wirken, eine Überdosierung wird also in jedem Fall vermieden. Dennoch sollten schwangere Frauen grundsätzlich kein Präparat ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt einnehmen, da nur dieser einschätzen kann, was wirklich sinnvoll und notwendig ist.

In welchen Lebensmitteln ist Vitamin A enthalten?

Wie kann ich einem Vitamin A Mangel vorbeugen? Reines Vitamin A kommt vor allem in tierischen Lebensmitteln vor. Zu diesen gehören beispielsweise Butter, Milch, Fisch, Eigelb oder Leberprodukte, speziell vom Rind. Dabei ist es keine Hexerei, den normalen Tagesbedarf zu decken, da beispielsweise eine kleine Portion Leber bereits ausreicht, um eine Tagesration Vitamin A zu liefern. Wer seinen Bedarf durch das Provitamin A decken möchte kann dieses problemlos mit pflanzlichen Lebensmitteln erreichen. Hierbei ist beispielsweise eine mittelgroße Karotte oder eine Portion Spinat ausreichend, um auf die benötigte Tagesration zu kommen.

Aufgrund des vielfältigen Angebotes an Lebensmitteln ist es in Deutschland normalerweise problemlos möglich, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Vielfach erschweren wir es unserem Körper durch eine ungesunde Lebensweise oder Stress, sich selbst zu helfen. Hierbei können künstlich hergestellte Präparate ein Hilfsmittel sein, manchmal ist es jedoch sinnvoll, zur Ruhe zu kommen, sich auf eine gesündere Ernährung zu besinnen und wieder mehr auf sich selbst zu achten.

Hier die 30 Lebensmittel mit besonders hohem Vitamin A Gehalt:

LebensmittelVitamin A in Milligramm (ca.)
LebensmittelVitamin A in Milligramm (ca.)
Lebertran30,0
Palmöl26,0
Chilli25,0
Leber (Schwein, Rind, Geflügel, Wild)12,0 - 25,0
Süßkartoffel8,6
Löwenzahn7,9
Wurzel- und Knollengemüse7,8
Mohrrübe, Karotten7,8
Orangenschale6,6
Küchenkräuter (Mix)6,1
Margarine aus Sojaöl6,0
Leberwurst5,6
Kerbel5,5
Grünkohl5,2
Sauerampfer5,0
Tabasco5,0
Fenchel4,7
Blattgemüse4,7
Spinat4,7
Brunnenkresse4,2
Pfefferschote rot4,1
Beifuß4,0
Liebstöckel4,0
Wacholder4,0
Weinraute4,0
Zitronenmelisse4,0
Basilikum4,0
Feldsalat3,9
Zwiebelwurst2,9
Sellerie frisch2,9

* Bildquelle: Sabine-Susann Singler  / pixelio.de

 

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